Die Gemeinde liegt etwa 15 km nördlich der Stadt Chemnitz zwischen den Städten Burgstädt und Mittweida. Claußnitz liegt am Fluss Chemnitz und breitet sich in östlicher Richtung aus. Nördlich des Gemeindegebiets befindet sich der Königshainer Wald.
Im Jahr 1277 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Claußnitz. Wahrscheinlich holte im 12. Jahrhundert Graf Dedo von Rochlitz, welcher das Kloster Zschillen im heutigen Wechselburg gründete, Siedler in die Gegend. Die Kirche des Orts wurde um 1200 errichtet. In diese sind seit jeher die Nachbarorte Röllingshain, Diethensdorf und Markersdorf gepfarrt. Claußnitz gehörte wie seine drei heutigen Ortsteile ursprünglich zum Besitz des Klosters Zschillen, das im Jahr 1543 mit dem gesamten Besitz an Herzog Moritz von Sachsen kam. Dieser säkularisierte es umgehend und vertauschte es an die Herren von Schönburg gegen die Orte Hohnstein, Wehlen und Lohmen in der heutigen Sächsischen Schweiz. Daher kam für den Ort und die Klosteranlage der Name Wechselburg auf. Seitdem wurde Claußnitz als Amtsdorf der schönburgischen Herrschaft Wechselburg geführt, welche den Herren von Schönburg unter wettinischer Oberhoheit gehörte. Im Rahmen der administrativen Neugliederung des Königreichs Sachsen wurde Claußnitz als Teil der schönburgischen Lehnsherrschaft Wechselburg im Jahr 1835 der Verwaltung des königlich-sächsischen Amts Rochlitz unterstellt. Im Jahr 1856 kam Claußnitz zum Gerichtsamt Burgstädt und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Rochlitz . Im Jahr 1832 wurde nach einjähriger Bauzeit die Schule am Kirchhof, welches heute als „Alte Schule“ bekannt ist, eingeweiht. Das daneben befindliche bisherige Schulgebäude ging gleichzeitig außer Betrieb. Nachdem das damals am Anger stehende Gasthaus „Weißes Roß“ im Jahr 1886 abbrannte, begann am einstigen Standort der Scheune des Gasthofs der Bau einer neuen Schule . Mit dem Erweiterungsbau im Jahr 1904 erhielt sie das heutige Aussehen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte die verkehrstechnische Erschließung des Chemnitztals. An der im Jahr 1902 eröffneten Bahnstrecke Wechselburg–Küchwald erhielten die heutigen Ortsteile Markersdorf und Diethensdorf Bahnstationen.
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Adresse: Claußnitz, Mittelsachsen, Deutschland
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