Das Konzentrationslager Roßlau existierte vom 12. September 1933 bis zum 31. Juli 1934. Es war das einzige frühe staatliche KZ im Land Anhalt. Es befand sich in dem früheren Volkshaus der Gewerkschaften, Hauptstraße 51, in Roßlau, heute Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt. Bevor die SPD dort nach dem Ersten Weltkrieg ein Volkshaus einrichtete, befand sich auf dem Grundstück der Gasthof „Zur Goldenen Krone“. Das Volkshaus war 1933 vom Anhaltischen Fiskus beschlagnahmt und enteignet worden.
Der vordergründige Zweck, den das Anhaltische Staatsministerium mit der Errichtung des KZ Roßlau verfolgte, bestand in der Entlastung der seit März 1933 chronisch überbelegten anhaltischen Gefängnisse mit Schutzhäftlingen. Anfang September 1933 wurde das Volkshaus „hergerichtet für ein vorübergehendes Konzentrationslager.“ Die Gebäudeformation, die das KZ beherbergte und hauptsächlich aus drei miteinander verbundenen Teilen bestand, ist bis heute fast im Original erhalten geblieben. Unmittelbar an der Straße liegt das erste Gebäude, ein zweietagiges Spitzdachhaus, in dem sich die Räume des Lagerkommandanten und der Wachmannschaft befanden. Vor dem Eingang des Hauses wurde ein Wachhäuschen für den Posten aufgestellt. Rechts neben dem zweietagigen Haus begann der Bretterzaun, der das gesamte Areal umgab. Er diente außer zur Sicherung auch als Sichtschutz, denn das Gelände grenzt unmittelbar an die Straße. Auf der Krone des Bretterzaunes installierte man Stacheldraht. Nach hinten war das Haus durch einen etwa acht Meter langen Verbindungsgang mit dem früheren Tanzsaal, in dem die KZ-Häftlinge untergebracht waren, verbunden. Jeweils vor, neben und hinter dem Schlaf- und Aufenthaltssaal der Häftlinge existierten Freiflächen. Die Fläche hinter dem Saalgebäude – etwa 30 Meter mal 40 Meter – diente als Appellplatz. Die rechte und hintere Grenze des Lagers bildete ein kleiner Fluss, die Rossel, die linke Grenze das Grundstück eines Landwirts. Diese Grenze war durch das sich unmittelbar anschließende Wohnhaus, eine Mauer sowie Ställe des Landwirts „gesichert“. Zwischen dieser Grenze und dem zweietagigen Haus, dem Verbindungsgang und dem Saalgebäude lag ein kleiner Hof, auf dem sich ebenfalls Gebäude befanden. An der hinteren Grenze des KZ-Geländes, über dem Fluss, lagen die Gemüseländereien des Landwirts. Das KZ lag inmitten eines Wohngebietes.
Datenquelle: Wikipedia.org
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Adresse: Dessau-Roßlau, Deutschland
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