Die Herrschaft Reichwalde war eine kleine Adelsherrschaft im heutigen Landkreis Dahme-Spreewald , die sich im 14. Jahrhundert herausbildete und Anfang des 15. Jahrhunderts elf bis dreizehn Dörfer umfasste. 1414 wurde sie verkauft; dabei gelangte ein Teil der herrschaftlichen Dörfer an die Stadt Luckau, der andere Teil an die Herrschaft Storkow . Das Gebiet der ehemaligen Herrschaft ist heute auf die Gemeinden bzw. Städte Bersteland, Schönwald, Lübben und Luckau im Landkreis Dahme-Spreewald verteilt. Es gab eine zweite Adelsherrschaft, die gelegentlich auch Herrschaft Reichwalde genannt wurde in Österreichisch-Schlesien .
Über die frühe Geschichte der Herrschaft Reichwalde ist wenig bekannt. Erst 1301 erfolgte die erste urkundliche Nennung der Burg Reichwalde. Sie muss aber deutlich älter sein. Sie lag etwa auf halbem Wege von Golßen nach Lübben , allerdings doch einige hundert Meter südlich der heutigen B 115. Möglicherweise schützte sie hier einen Übergang über die Berste. Zur Burg gehörte auch ein Hof. 1345 waren Burg und Hof sie im Besitz eines Johann von Strel, dem auch die Herrschaften Beeskow und Buchholz gehörten. 1363 belehnte der brandenburgische Markgraf Ludwig der „der Römer“ als damaliger Markgraf der Lausitz. Botho v. Torgau, Reinhard/Reinhold v. Strehle und Dietrich v. Torgau mit den Herrschaften Beeskow und Storkow sowie den Höfen Reichwalde und Märkisch Buchholz. Weitere Lehnurkunden über denselben Besitz liegen von 1364 bis 1367 vor. In einem Erbvergleich kamen Reinhard v. Strehle und Botho v. Torgau überein, dass die Herrschaft Beeskow und die Höfe Reichwalde und Märkisch Buchholz nach dem Tod des Vaters von Botho an Reinhard v. Strehle fallen sollen. 1377 kamen Johann und Ulrich von Biberstein in den Besitz der Herrschaften Beeskow und Reichwalde. Reichwalde war an Vasallen weiter verliehen. 1378 gelobten Heinrich v. Wersing und die Brüder v. Wansch, ihr Haus Reichwalde dem Hans und Ulrich v. Bieberstein offen zu halten. Houwald nennt noch einen Anshelm von Ronow als Besitzer der Herrschaft Reichwalde. 1382 wurden die Vasallen aus der Lehnspflicht gegenüber Reinhard v. Strehle entlassen und huldigten stattdessen den Brüdern Hans und Ulrich v. Bieberstein. 1384 belehnte der böhmische und römisch-deutsche König Wenzel Hans und Ulrich v. Bieberstein auch formell mit den Herrschaften Beeskow, Storkow, Reichwalde und Märkisch Buchholz, ebenso Herzog Johann v. Görlitz als Markgraf der Lausitz. Reinhard Herr von Strehla war der Onkel der beiden Bibersteiner.
Datenquelle: Wikipedia.org
Urheberrechte: Creative Commons 3.0
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Adresse: Dahme-Spreewald, Deutschland
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