Die Hilfskrankenhäuser in Gunzenhausen waren drei ehemalige Bunkerkrankenhäuser in Gunzenhausen, einer Stadt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der Standort Gunzenhausen wurde gewählt, da sich die Stadt damals weit genug von den mittelfränkischen Großstädten, militärisch relevanter Industrie und Militärstützpunkten befand. Die nahe gelegene Bundeswehr-Kaserne in Heidenheim am Hahnenkamm entstand erst in den 1970er Jahren. Insgesamt wurden drei Anlagen innerhalb der Stadt angelegt, ein vollgeschütztes Hilfskrankenhaus sowie zwei teilgeschützte Einrichtungen. Die Stammhäuser für die Hilfskrankenhäuser waren jeweils die Kliniken Nürnberg, Fürth und Ansbach. Das vollgeschützte Bunkerkrankenhaus mit OP-, Behandlungs- und Intensivtrakt war das erste von 44 Hilfskrankenhäusern in Bayern und diente als Vorbild für andere Hilfskrankenhäuser. Es ist nach aktuellen Erkenntnissen das einzige vollgeschützte Hilfskrankenhaus von ca. 220 innerhalb Westdeutschlands, das noch fast vollständig ausgerüstet ist; lediglich die Röntgengeräte wurden nach Costa Rica und Kuba abgegeben. Die beiden anderen teilgeschützten Hilfskrankenhäuser in Gunzenhausen wurden in den 1990er Jahren vollständig aufgelöst.
Der unterirdische Bunkerkomplex bestand aus drei Anlagen: dem eigentlichen vollgeschützten Bunkerkrankenhaus unter der heutigen Berufsschule in der Bismarckstraße und zwei teilausgebauten Varianten in unmittelbarer Nähe, eine unterhalb der Stephani-Schule und eine unter dem Simon-Marius-Gymnasium. Die Anlagen wurden von 1963 bis 1965 im Rahmen des Kalten Kriegs errichtet und sollten bei einem nuklearen Angriff Patienten der nahen Großstädte des Ballungsraums Nürnberg, Fürth und Ansbach versorgen. In insgesamt drei Gebäuden wurden in Gunzenhausen ca. 1400 Betten für die Bevölkerung der drei Großstädte vorgehalten. Hierzu wies das Hilfskrankenhaus unterhalb der Berufsschule Bismarckstraße 427 Patienten- und 159 Mitarbeiterbetten aus, das Hilfskrankenhaus Gymnasium wies 600 Betten aus und das Hilfskrankenhaus Stephani-Schule 400 Betten. Lediglich die Bunkeranlage in der Bismarckstraße war vollgeschützt, also vollständig geschützt. Die beiden anderen Anlagen waren nur teilgeschützt. Hierzu wurde zwar der Behandlungstrakt strahlengeschützt und trümmersicher angelegt, der Patiententrakt war aber in den Turnhallen oder in der jeweiligen Aula mit Notbetten vorgesehen.
Datenquelle: Wikipedia.org
Urheberrechte: Creative Commons 3.0
| | Öffentlich
Adresse: Weißenburg-Gunzenhausen, Deutschland
Statistiken
Wählen Sie eine der beliebtesten Aktivitäten unten aus oder verfeinern Sie Ihre Suche.
Entdecken Sie die schönsten und beliebtesten Routen in der Gegend, sorgfältig gebündelt in einer passenden Auswahl.
Datenquelle: Kasa Fue
Urheberrechte: Creative Commons CC BY-SA 4.0
Wählen Sie eine der unten aufgeführten beliebtesten Kategorien oder lassen Sie sich von unserer Auswahl inspirieren.
Entdecken Sie die schönsten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Gegend, sorgfältig gebündelt in einer entsprechenden Auswahl.
Datenquelle: Kasa Fue
Urheberrechte: Creative Commons CC BY-SA 4.0
Mit RouteYou kannst du ganz einfach eigene Karten erstellen. Plane deine Route, füge Wegpunkte oder Knotenpunkte hinzu, plane Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten ein und teile alles mit Familie und Freunden.
Routenplaner

<iframe src="https://plugin.routeyou.com/poiviewer/free/?language=de&params.poi.id=2537369" width="100%" height="600" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
© 2006-2026 RouteYou - www.routeyou.com