Die evangelisch-lutherische Matthäus-Kirche liegt zentral in dem Dorf Römstedt, in der Nähe von Bad Bevensen im Landkreis Uelzen. Die Kirche wurde nach dem Evangelisten Matthäus benannt. Die Kirche gibt es vermutlich schon seit dem 13. Jahrhundert, wo sie wahrscheinlich von den ansässigen Adelsgeschlechtern als Burg- und Schlosskapelle errichtet wurde. In der Vergangenheit wurde die Kirche oft renoviert und vergrößert. Bedeutende Ausstattungsstücke sind eine Furtwängler-Orgel, zwei Kirchenglocken und die Figur eines Schmerzensmannes.
Römstedt trägt eigentlich den Namen Remstede, dieser Name ist, wie man vermutet, langobardischen Ursprungs und ist eigentlich ein Personennamen, man vermutet von Ramo oder Rami. Es weisen in der Gegend auch andere Namen auf, die aus der Langobardenzeit stammen könnten, mit Sicherheit kann man es aber nicht klar feststellen. Die Endung „stede“ bezeichnet vorzugsweise die Sitze der Freien, was darauf hindeuten könnte, dass einzelne Adelsgeschlechter die Gründung des Ortes veranlassten. Neue Forschungen haben auch ergeben, dass sich auf bzw. neben dem Grund des heutigen Kirchen- und Pfarrergrundstücks Ritter niedergelassen hatten. Die erste urkundliche Erwähnung von Römstedt datiert in das 12. Jahrhundert. Im Laufe des 12. Jahrhunderts beginnt die Aufteilung der großen Pfarrbezirke und die Vermehrung der Geistlichen. Auf den Ritterhöfen und durch die Mithilfe der Klöster entstanden kleine Kapellen oder sogenannte Oratorien. Diese Kapellen oder Oratorien entwickelten sich dann später zu eigenen Pfarrkirchen. So entstanden im 14. Jahrhundert in der Gegend von Bevensen zwölf Pfarren und Kapellen. Man vermutet, dass in Römstedt und Gollern vermutlich beide Kirchen als Schloss- und Burgkapellen von den ansässigen Adelsgeschlechtern errichtet wurden. Der alte Friedhof weist auf jeden Fall darauf hin, dass in Römstedt schon immer eine Kirche war. Ebenso existieren alte Rechnungen der Kirche, in denen auf dem Salzrecht bestanden wurde und auch darauf hinweist, dass es schon eine Kirche gab. Dieses Salzrecht erscheint in den ältesten Kirchenrechnungen aus dem Jahre 1545 und weist auf einer der ältesten Bestandteile des kirchlichen Vermögens hin. Das Salz war wertvoll und war eine sehr beliebte Kapitalanlage der Geistlichen und der benachbarten Länder. Die Reformation wurde in der Römstedter Kirche erst spät eingeführt, wegen der noch immer bestehenden Abhängigkeit vom Kloster Medingen, das seit 1363 das Patronatsrecht der Kirche Römstedt besaß.
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Adresse: Uelzen, Deutschland
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