Südostbayerisches Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf

Beschreibung

Das Südostbayerische Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf ist eines von über 800 nichtstaatlichen Museen in Bayern. Es befindet sich in der Gemeinde Siegsdorf im oberbayerischen Landkreis Traunstein. Das Spezial-Museum für Geologie, Paläontologie und Eiszeitfunde vermittelt Wissen über Landschaftsentstehung und geologischen Aufbau der Region Südostbayern und angrenzender österreichischer Gebiete, über Fauna und Flora der Eiszeiten sowie über den „Steinzeitmenschen“ Dabei konzentriert es sich auf die letzten 250 Millionen Jahre . Besonderer Anziehungspunkt des Museums ist ein originales Mammutskelett, das 1975 bei Siegsdorf gefunden wurde. Das Museum wird von der ’’Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege’’ gefördert und im Zentralregister biologischer Forschungssammlungen in Deutschland geführt. Es ist das drittgrößte Naturkundemuseum Bayerns und empfängt pro Jahr rund 50000 Besucher.
Auslöser für die Gründung des Museums war der Fund eines Mammutskeletts im Jahre 1975. Finder sind die damaligen Schüler Bernard von Bredow und Robert Omelanowsky aus Siegsdorf. Sie entdecken die Knochen des Skeletts im Gerhartsreiter Graben bei Siegsdorf. Erst 1985 wendet sich Bernard von Bredow mit dem Fund an Fachleute und an die Gemeinde. Bei der anschließenden Bergung im Auftrag der Gemeinde Siegsdorf in der zweiten Jahreshälfte 1985 werden auch Knochen von Höhlenlöwe, Wolf, Riesenhirsch, Urrind und Wollnashorn gefunden. Die Gemeinde erhält von von Bredow alle Fundrechte, und im Januar 1987 wird ein von von Bredow angefertigter Abguss des Mammuts der Öffentlichkeit präsentiert. Das rege Interesse daran führt Ende 1987 zu einem Architektenwettbewerb für die Einrichtung eines Siegsdorfer „Mammut-Museums“. Wenig später vermacht Josef Wührl, München, der Gemeinde seine Sammlung von Versteinerungen aus dem Siegsdorfer Umland: Der Gedanke eines umfassenderen Naturkundemuseums nimmt Gestalt an. Im Mai 1990 wird mit der konzeptionellen Planung und der Anschaffung von Exponaten begonnen und im März 1992 der Planungsauftrag erteilt. Knapp zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich eröffnet das Museum am 13. Mai 1995.

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Datenquelle: Wikipedia.org

Urheberrechte: Creative Commons 3.0

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