Datenquelle: GroeneHartstocht
Der Gouverneurspolder liegt am Nordufer der Waal zwischen den Dörfern Dodewaard und Ochten. Auf der gegenüberliegenden Seite der Waal liegt der Kern Druten.
Der Gouverneurspolder wurde nach einer Reihe von Dammbrüchen im 18. Jahrhundert teilweise eingedeicht. Dadurch wurde das Gebiet durch einen Sommerdeich in einen hoch- und niederdynamischen Teil des Gebiets (resp. außen und der Deich) unterteilt. Abgesehen von einem alten Terp-Wohnhaus (ehemals Bauernhof) und einem Deichhaus (ehemals Gaststätte) gibt es in den Uferwiesen keine Bebauung. Die verlassenen Tongruben und ein innerhalb des Deiches gelegener Ziegelwerk verraten die historische Nutzung der Uferwiesen als Abbaugebiet. Neben mehreren Tongruben gibt es auch alte Strangen und Restbetten in dem Gebiet. Der Pegel in diesen außerhalb des Deiches gelegenen Gewässern kann durch eine vorhandene Schleuse geregelt werden.
Die unmittelbare Umgebung weist die charakteristischen Merkmale der Flusslandschaft auf; parallel verlaufende Strukturen, geschlossene/bebauter Stromeinschnitt und offene/unbebaute Senke, Deich mit Kolken und Restbetten oder Strangen in den Uferwiesen. Auffällig ist der ‘alte Deich’ zwischen Ochten und Dodewaard, charakteristische Bauweise und Atmosphäre, die an das frühere Deichdorf Eldik erinnert. Über den Sommerdeich verläuft ein Wanderweg, der eine Durchgangsroute durch die Uferwiese bildet. Die Uferwiesen fungieren bei hohen Flussabflüssen als Fluss- und Rückhaltegebiet, aufsteigende Bepflanzungen kommen dann auch nur eingeschränkt vor.
Der Naturwert des Gouverneurspolders ist momentan aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung noch gering.
Das Projekt Gouverneurspolder ist Teil des Projekts Midden-Waal, einer Gebietsentwicklung von insgesamt 12 km Länge. Die Uferwiesen zwischen Dodewaard und dem Amsterdam-Rijnkanaal bei Tiel wandeln sich in den kommenden Jahren in ein wasserreiches Naturschutzgebiet.
Das Projekt Gouverneurspolder kann zu den Naturzielen für die Waal aus dem Programmatischen Ansatz große Gewässer beitragen, unter anderem durch die Anlage von naturfreundlichen Ufern und fließenden Gräben. Dabei wird untersucht, wie die Gebietsgestaltung auf die Erhaltungsziele des Natura 2000-Gebiets Rijntakken und die Entwicklung des Gelderschen Naturnetzes und der Grünen Entwicklungszone eingehen kann.
Datenquelle: Dekker
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