Da Bredevoort seit dem 5. Dezember 1986 ein geschütztes Stadtbild hat, sind die historischen Fassaden schön erhalten geblieben. Viele Einwohner haben ihre Fassade bei einer Renovierung sogar in den Originalzustand zurückversetzt. Bei Renovierungen, Grabarbeiten und Neuverpflasterungen wurden Mauerreste, Grabenprofile oder sogar ein unterirdischer Gang gefunden. Jedes Haus hat seinen eigenen Charakter. Eine rechtwinklige Ecke ist eher die Ausnahme als die Regel. Die Häuser stehen im Allgemeinen etwas schräg zur Grundstücksgrenze. Die schmalen Straßen, wie die Hozenstraat, mit den authentischen Laternen vervollständigen das Bild. Das früheste Dokument, das die Existenz von Bredevoort erwähnt, stammt aus dem Jahr 1188. Auf der Güterliste des Bistums Köln steht das „Castrum Breidervort“. Eine ausführliche Geschichte über die Burg ist auf der Webseite von Kasteel Bredevoort nachzulesen.
Lange Zeit war Bredevoort das Verwaltungszentrum der Kirchspiele Winterswijk, Aalten und Dinxperlo. In Bredevoort wurden Urteile gesprochen und Steuern erhoben. Auch waren die Einwohner verpflichtet, bestimmte Arbeiten zu verrichten, die sogenannten Hand- und Spanndienste. Die gerichtlichen Archive wurden ins Rijksarchief in Arnhem überführt.
An verschiedenen Häusern sind Plaketten mit einem Wappen zu finden. Diese Wappen verweisen auf die Burgherren, die in und um Bredevoort gelebt haben. Sie waren verpflichtet, ihren Herrn bei der Verteidigung von Burg und Stadt zu unterstützen.
Von 1612 bis 1792 war Bredevoort als Garnisonsstadt Teil der östlichen Verteidigungslinie von Holland. Zur Veranschaulichung ein Zitat aus „Die Verteidigung der Niederlande im Jahr 1629“ von J.P. de Bordes: „Breevoort war durch seine Lage in einem Sumpf sehr stark. Diese Festung war mit einem Hauptwall verstärkt; im Jahr 1628 wurde noch der Bau eines überdeckten Weges ausgeschrieben. Der Kommandant dieses Ortes war Wolf Mislich, der sich beim Einnehmen von Wesel einen Namen gemacht hat. Aus Breevoort wurden die Konvois des Feindes während seines Aufenthalts am IJssel oft angegriffen. (…) Die Bewaffnung bestand aus 6 Kammerstücken.“ Seit dem 27. August 1993 ist Bredevoort die Nationale Bücherstadt.
Im historischen Zentrum haben sich seitdem etwa 20 Antiquariate niedergelassen. In den Antiquariaten können Sie von Dienstag bis Samstag und an Sonntagnachmittagen ein sehr vielfältiges Angebot an antiquarischen Büchern, gebrauchten Büchern und Büchern, die nicht mehr gedruckt werden, finden.
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