Datenquelle: GroeneHartstocht
Die Tote Linge, auch als Doode Linge geschrieben, ist der ursprüngliche Beginn des natürlichen Flusses Linge, der in Tiel aus der Waal entsprang. Als der Abfluss von Doornenburg bei Zoelen mit dem Fluss verbunden wurde, blieb dieses Teil als ein toter Ast übrig. Die Länge beträgt 3,2 Kilometer, gemessen von dem Graben rund um die alte Altstadt von Tiel.
Die Tote Linge wird aus dem Schlossteich des alten Tiel, an der Abzweigung der Straßen Vor der Kijkuit und Konijnenwal, gespeist. Eine schwimmende Pumpe pumpt das Wasser aus dem Graben, automatisiert basierend auf dem gemessenen Wasserstand. Das Wasser, das über diesen Ast in die Linge fließt, fließt manchmal unterirdisch, später durch schmale gerade Gräben durch die Stadt. Dabei passiert es ein manuell betriebenes Wehr bei der Konijnenwal und ein weiteres bei der Schlachthausstraße, an der J. D. van Leeuwenstraat. In der Nähe des Bahnhofs kreuzt die Tote Linge die Eisenbahn nach Elst. Nördlich davon fließt das Wasser durch teichartige Wasserflächen. Dann fließt das Wasser unter der A15 und der parallel verlaufenden Betuweroute hindurch, passiert ein automatisiertes Wehr und verlässt dann die bebauten Gebiete von Tiel. Nördlich dieses Durchgangs fließt das Flüsschen entlang von Obstgärten und einigen Häusern. Ein wenig weiter mündet bei Zoelen, aus nordöstlicher Richtung, die Lingewetering von Doornenburg in den Übergang von der Tote Linge in die ursprüngliche Linge.
Früher war die Linge ein natürlicher Nebenfluss der Waal, der bei Gorinchem in die Merwede mündete. Im Jahr 1304 wurde dieser Fluss in Tiel wegen Hochwasserproblemen, insbesondere in der Altstadt von Gorinchem und hohem Wassereintrag von der Waal, gestaut. Später wurde zwischen Doornenburg und Zoelen ein Abfluss (eine Art Kanal) gegraben und es konnte kontrolliert Wasser aus dem Pannerdensch Kanaal zugeführt werden, um von dort den Rest der Linge zu speisen. Aufgrund der Stauung in Tiel stellte dieser Teil des Flusses nicht länger die Wasserversorgung sicher, es wurde ein sogenannter "toter Arm". So entstand die Bezeichnung Tote Linge. Heutzutage erhält das Flüsschen Wasser aus den Schlossgräben von Tiel und durch eine Reihe kleiner Wehre ist die Strömung gering. Im Winter beträgt das 3,34 m³ pro Stunde, im Sommer kann das leicht erhöht werden, um Sauerstoffmangel und Algenwachstum im Wasserlauf entgegenzuwirken.
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