Hier stand einst das Schloss zu Huissen, heute befindet sich dort das ehemalige Dominikanerkloster, das jetzt als Besinnungszentrum genutzt wird.
Das Schloss zu Huissen oder die Burg zu Huissen, auch als Kleefsches Schloss bezeichnet, war bis 1722 eine Burg im damaligen Kleefschen Huissen, das sich jetzt in der Gelderländischen Gemeinde Lingewaard befindet. Da die Zollfunktion durch den Grafen von Kleve nach Emmerich verlegt wurde, verfiel die Burg und wurde schließlich abgerissen. Auf den Überresten der Hauptburg wurde das Dominikanerkloster erbaut.
In der Mitte des 8. Jahrhunderts wurde mit dem Aufwerfen eines Hügels namens „Hazenberg“ zum Schutz gegen das Wasser begonnen. Ende des 11. Jahrhunderts wurde auf diesem Hügel ein Rundturm aus Tuffstein mit Ringmauer erbaut. Neben diesem Rundturm gab es bereits auf dem zweiten Hügel einen rechteckigen Wohnturm, wahrscheinlich aus dem 10. Jahrhundert; diesen nannte man „Danenburgh“, „Dannenberg“ oder „Danenborgh“.
Der älteste Teil des Dominikanerklosters stammt aus dem Mittelalter und ist ein Teil einer Kleefschen Burg, die damals in Huissen stand. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier das Noviziat (die Ausbildung für neu eingetretene Mönche) und die theologischen Studiengänge eingerichtet. Ab den 1960er Jahren wurde die Formationsarbeit immer wichtiger und das Kloster wurde zu einem Anziehungspunkt für Einzelpersonen und Gruppen, die nach Vertiefung und Besinnung suchten. Im Dezember 2020 ging das Eigentum des Klosters an die Stiftung Dominikanerkloster Huissen über. Sie führt im Geiste der Dominikaner die Aktivitäten und das Bestehen des Klosters fort. Rund um das Kloster ist der alte Burgraben noch sichtbar.
Der Geist der Dominikaner findet im Kloster jedoch nach wie vor seinen Ausdruck. Dieser hat seine Wurzeln im Jahr 1216, als der Orden der Prediger (Ordo Praedicatorum) von Dominikus von Guzmán gegründet wurde. Während einer Reise durch das Katharengebiet in Südfrankreich kam er zu der Erkenntnis, dass die Menschen durch tiefgehende Glaubenskenntnis und -weitergabe wieder zum katholischen Glauben gewonnen werden konnten. Die dominikanische Spiritualität gründet auf vier Säulen: der Bildung einer Gemeinschaft, dem Pflege des Gebets und der Kontemplation (Nachdenken und Schauen), dem Studium und schließlich der Verkündigung oder Predigt. Heute besteht die dominikanische Familie aus Brüdern, Schwestern im geschlossenen Leben, aktiven Schwestern und Laien-Dominikanern. 1858 wurde von den Dominikanern das Konvent der Königin des Allerheiligsten Rosenkranzes gegründet, das heutige Dominikanerkloster.
Für die Stiftung wurde ein Landsitz aus dem frühen 19. Jahrhundert erworben. Der Architekt Pierre Cuypers erweiterte das bestehende Landsitz mit zwei Flügeln und einer Kapelle, sodass das Haus als vollwertiges Kloster genutzt werden konnte. Im Kloster wurde das Noviziat, die Lehre für die neu eingetretenen, jungen Mönche, eingerichtet, und bald wurde das Kloster das Mutterkloster für die Dominikaner in den Niederlanden. Das Kloster wurde 2021 von der Ordensgemeinschaft verkauft. Das Werk des Dominikanerklosters, des Besinnungszentrums, das aus der dominikanischen Tradition und Spiritualität arbeitet, wird jedoch weiterhin fortgeführt.
Dies bedeutet auch die Fortführung des Stundengebets. Der tägliche Rhythmus im Kloster:
08.00 Uhr Morgenfeier (Lauden)
08.30 Uhr Frühstück
10.00 Uhr Feier der Eucharistie mit Unterstützung des Klosterchors (Sonntag)
12.10 Uhr Nachmittagsfeier (an Wochentagen)
12.30 Uhr Mittagessen
17.30 Uhr Abendessen
18.30 Uhr Abendfeier (Vespern)
(an Dienstag und Freitag mit Eucharistie)
Am Sonntag gibt es um 10.00 Uhr eine Eucharistiefeier. Im Garten des Klosters befindet sich ein Labyrinth (links neben der Kapelle).
Alle sind herzlich eingeladen zu den Feiern!
Es ist möglich, im Kloster zu übernachten.
Source: Dominicanenklooster Huissen
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