Die Gemeinde Hemmen hat eine lange Geschichte. Vorgänger vor der Reformation sind noch bekannt; ihre Namen zieren die Wand im Konsistorium. Von der Reformation bis heute haben viele Diener die Gemeinde betreut, übrigens in enger Beziehung zur Familie Van Lynden, die das inzwischen zerstörte Schloss bewohnte und auch eine wichtige Stimme in der Kirche hatte. Unter den Vorgängern sei hier besonders der Pfarrer Johannes Mauritius Mommers erwähnt, der die Gemeinde 55 Jahre lang diente (1682-1737). Zu seiner Zeit war Mommers ein ökumenisch gesinnter Vorgänger. Er verfasste unter anderem ein umfangreiches Werk 'Luther gereformeert' (Leiden 1729), in dem er vorsichtige Gedanken zur Einheit der Kirchen entfaltete. Zweifellos hatte diese offene Haltung bereits damals Ausstrahlung auf die Gemeinde und die Umgebung. Mommers war zugleich ein Kind der Nadere Reformatie. Die pietistische Spiritualität ist in seinen Arbeiten deutlich spürbar.
Obwohl Hemmen, gelegen in der Betuwe, ein Dorf von sehr bescheidenem Ausmaß geblieben ist, hat es sich insbesondere im letzten Jahrhundert einen größeren Bekanntheitsgrad erarbeitet. Die Anfänge dazu sind nicht in bestimmten PR-Aktionen der damaligen Dorfbewohner zu suchen. Im Gegenteil, Hemmen wurde durch einen anderen Diener der einzigen Kirche vor Ort, der Reformierten Gemeinde, bekannt.
An der Stelle der heutigen Kirche muss im Mittelalter bereits eine Kapelle zu Ehren der Maria gestanden haben, östlich der Burg von Hemmen, an der 'gefährlichen' Straße von Wageningen nach Nijmegen. Im Jahr 1395 war die Kirche als Sint Maartenskerk in der Liste der Kirchen verzeichnet, die den Bau des Domes zu Utrecht finanzierten.
Das Kirchenschiff könnte wohl viel älter sein (13. Jahrhundert). Davor stand wahrscheinlich bereits ein heidnisches Heiligtum.
Der Chor der Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert. Schon seit vielen Jahrhunderten gilt: "Hier wird die Ruhe geschenkt" (Inschrift über dem Eingang). Wunderschön sind die Buntglasfenster in der Kirche, die 1933 von Femmy Schilt-Geesink geschaffen wurden. Sie zeigen links und rechts Szenen aus dem Neuen Testament. Im Krieg wurde die Kirche teilweise und auch die Fenster zerstört, aber glücklicherweise wiederhergestellt.
Hinter in der Kirche befinden sich Gedenksteine von Pfarrer O.G. Heldring (Begründer der Heldring-Stiftungen in Zetten) und Pfarrer Ippius Fockens. Ihre Namen finden sich auch auf den Namensschildern der Prediger im Konsistorium (1935), sogar von vor der Reformation. Die römisch-katholische Vergangenheit zeigt sich auch im Chor: vermauertes Priesterportal, lavabo und Sakramentshaus. Aus den Gedenktafeln rechts (1787, von Lijnden von Hogendorp mit den Wappen) und links (1931) geht der Zusammenhang zwischen Schloss und Kirche hervor. Im Jahr 1931 starb der letzte Herr von Hemmen kinderlos, sein Besitz wurde in ein Fonds umgewandelt: das "Fonds für Kirche und Mission".
Bemerkenswert im Chor sind noch die alte Krone (die im Schiff ist eine Kopie) und die kupferne Lesepult und Blaker am Kanzel (alle wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert). Die Kanzel ist weniger alt, stand früher auf einem hohen Fuß (jetzt Taufbecken) und wurde mehrmals versetzt. Bei der letzten Restaurierung wurden ein deutscher Lesepult und ein Stuhl aus Italien platziert. Die Orgel ist ursprünglich eine Barockorgel aus 1725. Der Kasten ist erhalten geblieben, die Orgel selbst wurde vielfach erneuert. Im Jahr 1972 baute der Orgelbauer De Jongh aus Lisse eine neue Orgel in den alten Kasten. Sie zählt 14 Register.
Im Turm befindet sich eine kürzlich restaurierte sehr alte Uhr. Die Uhr über der Orgel hält mit der Turmuhr Schritt. Der heutige Turm stammt aus dem Ende des 18. Jahrhunderts; die Glocke darin wurde nach dem letzten Krieg erneuert, sie läutet seit kurzem automatisch.
Rund um die Kirche liegen viele alte Gräber. Dort findet sich auch die Gruft des Geschlechts von Lijnden, ein alter steinerner Sarkophag und vor allem die Stille unter den hohen Platanen.
Text: Gerrit Veneklaas
Source: Hervormde Gemeente Hemmen
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