Der Truppenübungsplatz Hammelburg ist ein ab 1895 als Schießplatz für die bayerische Armee entstandenes Übungsgelände mit dem Lager Hammelburg als Truppenunterkunft. Es bildet heute einen Stadtteil von Hammelburg im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen. Das ca. 4000 ha große Gelände mit dem Übungsdorf Bonnland und der Kasernenanlage in Lager Hammelburg wird gegenwärtig von der Infanterieschule der Bundeswehr als „VN-Ausbildungszentrum“ genutzt.
Die Entwicklung der militärischen Waffentechnik und die Anhebung der Friedensstärke des deutschen Heeres von 385.000 auf 468.000 Mann führte gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einem vermehrten Bedarf von Übungsgelände, das mit geeigneten Schießplätzen den Erfordernissen der modernen Schusswaffen gerecht wurde. Bislang existierte in Bayern als einziger Truppenübungsplatz lediglich Lager Lechfeld bei Augsburg. Die 1890 begonnene Standortsuche für ein neues Übungsgelände in Franken durch das II. Königlich Bayerische Armee-Korps endete schließlich mit der Entscheidung für ein fünf Kilometer südlich von Hammelburg gelegenes Gelände, das sich auf einer 120 Meter über dem Tal der Fränkischen Saale gelegenen Kalksteinhochfläche befindet. Die West-Ost-Ausdehnung beträgt im Mittel sechs, die in Nord-Süd Richtung sieben Kilometer; die Höhe liegt zwischen 250 und 320 Meter ü. NN. Der Ankauf bzw. die Enteignung der erforderlichen Flächen im Bereich der Gemeinden Bonnland, Fuchsstadt, Hammelburg, Hundsfeld, Pfaffenhausen und Obereschenbach sowie von den Ländereien der Freiherren von Gleichen-Russwurm und von Thüngen im Wert von 1,5 Millionen Reichsmark geschah bis Mitte des Jahres 1895. Am schwersten betroffen waren die Bauern in Bonnland und Hundsfeld, die etwa die Hälfte ihrer Flächen abgeben mussten, so dass viele Höfe nicht mehr rentabel betrieben werden konnten. Zahlreiche Bewohner waren gezwungen, sich andernorts Arbeit, vor allem in der Industrie, zu suchen. Im gleichen Jahr wurden auch die ersten Schießbahnen angelegt. Für die Unterbringung der übenden Truppen entstanden zwei Lager mit Holz- und Wellblechbaracken als Dauereinrichtung. Für die Mannschaftsunterbringung dienten Zeltlager mit massiven Küchengebäuden. Die als Lager Nord und Süd bezeichneten Komplexe waren durch Gemeinschaftsanlagen, wie Offiziersspeiseanstalt, Lazarett, Pferdeställe und Geschützplätze verbunden. Mit dem Bau der Personalunterkünfte für die Kommandantur wurde im Frühjahr 1895 begonnen; Küche und Speisesaal kamen 1901 hinzu. Im gleichen Jahr entstand auch der Wasserturm, der zum Wahrzeichen des Lagers wurde. Bis 1914 wurden weitere Massivbauten, die heute teilweise unter Denkmalschutz stehen, wie der sogenannte Generalsbau , das Gebäude der Standortverwaltung , das Haus des Standortkommandanten, das sogenannte Clubhaus sowie Mannschafts- und Lagerbaracken fertiggestellt. Am 1. April 1895 nahm die der Intendantur des II. Königlich Bayerischen Armee-Korps unterstehende Garnisonsverwaltung unter Garnisonsverwaltungsinspektor Jakob Zirker ihren Dienstbetrieb zunächst in der Kirchgasse 28 in Hammelburg auf.
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