Entlang der Umgebindehausstraße: Dorfrunde Eckartsberg

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Anhand der Flurgröße und -begrenzung wird angenommen, dass das Dorf bereits vor der Ostkolonisation bestanden hat. Erstmals schriftlich erwähnt wurde Eckardistorph im Jahre 1310. Zu dieser Zeit besaß das Kloster St. Marienthal mehrere Bauerngüter, die übrigen gehörten Heinrich von Leipa. Benannt wurde das Dorf wahrscheinlich nach einem Lokator namens Eckhard. Mit der Erstarkung der Stadt Zittau wurden sukzessive mehrere Bauerngüter von wohlhabenden Zittauer Bürgern erworben. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts brachte der Rat zu Zittau auch den Marienthaler Anteil an sich; damit gehörte ihm das gesamte Dorf. Mit einer kurzen Unterbrechung in Folge des Oberlausitzer Pönfalls blieb Eckartsberg danach immer eines der Zittauer Ratsdörfer, jedoch führte das Kloster St. Marienthal noch 1618 einen Rechtsstreit mit der Stadt über Besitzansprüche in Eckartsberg. Der in der Eckartsbachschlucht im nordwestlichen Teil des Dorfes gelegene Schleekretscham ist seit 1560 im Zusammenhang mit einem „Schleerichter am Berge“ nachweislich; unweit davon erfolgte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein erfolgloser Erzbergbauversuch. Von dem Stollen, dem „Kuxloch“, führte seit 1599 eine Röhrwasserleitung nach dem Eckartsberger Schlössel, und von dort nach Zittau. Der Rat zu Zittau ließ die Eckartsberger Röhrwasserleitung 1682 und 1722 erneuern und durch neue Wasserfassungsanlagen bei den Hasenberggütern erweitern. 1676 entstand beim Schleekretscham die Schleemühle.
Seit dem 18. Jahrhundert errichteten Zittauer Bürger am Hang zum Eckartsbach Sommerhäuser; dieser Trend hielt bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts an, danach bevorzugten sie das Zittauer Gebirge. Im Gegensatz zu den meisten anderen Zittauer Ratsdörfern wurden im 18. Jahrhundert in Eckartsberg nur wenige Weber angesiedelt. Bewohner des Dorfes waren hauptsächlich Bauern, Handwerker und Tagelöhner. Der Schleekretscham entwickelte sich am Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert zu einem über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Gesellschaftsort. Die am Schleekretscham durch die Eckartsbachschlucht führende alte Zittau-Herrnhuter Straße wurde zwischen 1826 und 1827 zur Hohen Heer- und Landstraße ausgebaut, entlang der Straße entstanden die als "Vierhäuser" bezeichneten Häuslerstellen. In der Eckartsbachaue am Fuße des Hasenberges wurde 1843 mit dem Abbau von Braunkohle begonnen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Kohlebergbau erweitert, neben dem "Braunkohlenwerk zum Schlößchen" und dem "Gerlach´schen Braunkohlenwerk" entstanden auf den angrenzenden Zittauer Hasenbergfluren weitere Gruben, in denen Zittauer Bürger und Handwerker in zumeist kleinen Schachtanlagen unter Missachtung der Sicherheit Kohle abbauen ließen. Insbesondere im "Braunkohlenwerk zum Schlößchen" kam es in den 1860er Jahren zu mehreren tödlichen Unfällen. Hinter dem Schleekretscham wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein Steinbruch angelegt, in dem Kugelbasalt abgebaut und zu Schotter für den Straßen- und Eisenbahnbau verarbeitet wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft des Steinbruches entstand 1911 an der Zittau-Löbauer Chaussee die Papierhülsenfabrik der Alfred Hübner GmbH, weitere Industrieansiedlungen erfolgten nicht. Eingepfarrt war Eckartsberg immer nach Zittau.
Das Basaltwerk wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stillgelegt. Die zwischen den Einfahrten zum Basaltwerk und dem Schleekretscham befindliche Papiermühle bildete zu Zeiten der DDR den Produktionsbereich Papierhülsen des VEB Papierverarbeitungswerk Zittau. Die Eckartsberger Bauern wurden 1953 zur LPG "Aufstieg" kollektiviert, die 285 ha bewirtschaftete. 1960 wurde das Gut Oberhasenberg mit den beiden Zittauer Hasenberggütern zur „GPG Hasenberg“ zusammengeschlossen, die auf 45 ha nördlich von Zittau bis hin zur Weinau Feldgemüse anbaute. 1965 wurde Radgendorf eingemeindet. Nach der politischen Wende wurden in den 1990er Jahren am südöstlichen Ende von Eckartsberg das Industriegebiet „Zittau Nord/Ost“ angelegt, das mit 110 ha zu etwa 20 % auf der Gemarkung von Eckartsberg liegt. Die Papierhülsenfabrik firmiert seit der 1991 erfolgten Privatisierung als Eckartsberger Papierverarbeitung GmbH. Am 1. März 1994 erfolgte der Zusammenschluss von Mittelherwigsdorf, Oberseifersdorf und Eckartsberg zu einer Großgemeinde Mittelherwigsdorf. Seit 2000 verläuft nördlich des Dorfes die Zittauer Nordumgehung der Bundesstraße 178.

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