Fort Hase

Risorsa: Staats-Spaanse Linies

Descrizione

Brügge entstand im 9. Jahrhundert aus einem befestigten Kern rund um die Grafenburg, das "Castrum", das heutige Burg. Der Ausbau der Stadtmauern erfolgte in Phasen, wobei die erste im 12. Jahrhundert stattfand (eine 4 km lange Palisade mit Türmen und Schanzen). Ein umfangreicherer Verteidigungsgürtel wurde im 13. Jahrhundert errichtet (2 Erdwall und 2 Gräben, unterbrochen von 7 Brückentürmen), als Brügge ein weltberühmtes Handelszentrum war. Auf der inneren Mauer wurden zahlreiche Mühlen errichtet. Im 15. Jahrhundert wurden zwischen verschiedenen Stadttoren Mauern gebaut. Um dem Geschütz feindlicher Artillerie und Kanonen zu trotzen, veränderten sich im 17. Jahrhundert die Befestigungen grundlegend, wobei die italienische Festungsbautechnik zur Anwendung kam: massive Erdwall, schweres Mauerwerk, eine doppelte Ringbastion, die jeweils von einem breiten Festungsgraben geschützt wurde. In Höhe des Handelskais, am Anfang des Kanals nach Ostende, an der Nordgrenze der Stadt, wurde um 1665 eine zusätzliche Verstärkung gebaut: das Fort Lapin. Diese Verstärkung bestand aus einem Kronwerk, das an der Ostseite der Drehbrücke angelegt wurde. 1782 befahl Joseph II., die Befestigungen abzureißen, weil die weitere Instandhaltung eine nutzlose Belastung für die Stadtkasse war, da zu diesem Zeitpunkt weder von Frankreich noch von den Vereinigten Provinzen militärische Gefahr zu befürchten war. Dank regelmäßiger Instandhaltungsarbeiten und Bepflanzungen wurden die Befestigungen zu einem bevorzugten Spazierort, für den im 19. Jahrhundert ein allgemeiner (Landschafts-)Plan entworfen wurde, um sie zu einem "angenehmen öffentlichen Spaziergang" zu machen. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist, dass Brügge auch heute noch über einen grünen Innenring verfügt, der die Stadt umhüllt, obwohl von dem ursprünglichen Relief nur noch ein Bruchteil zu finden ist. Die Befestigungen beherbergen eine Fülle historischer Monumente wie den Poertoren und die Minnewaterbrücke, Lagerhäuser und Windmühlen. Die Schießstätten der Bogenschützen- und Armbrustgilde an der Kreuzvest blieben unberührt. Das Fort Lapin ging in einem neuen Wohnviertel auf.

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