Sint-Eligiuskirche

Descrizione

Diese neogotische Kirche wurde 1884 erbaut, ist aber im Laufe der Jahre erheblich erweitert worden. Einige Vorzüge dieser Kirche sind das moderne Glasfenster und das Gemälde 'Mariaporträt mit dem Jesuskind' von Pieter Claessens.

Entstehung. Eine Urkunde von 961 von Graf Arnulf II, in der dem Propst des Brügger Kapitels von Sint-Donaas Besitzungen in Ruddervoorde geschenkt werden, spricht von der Kapelle von Waardamme und "dem Altar" von Ruddervoorde, den beiden Hilfskirchen der damaligen Pfarrei Orscamp. Dies wäre damit die älteste Erwähnung eines Gebetsortes in Ruddervoorde. Diese Urkunde wird erst in einer Urkunde vom 31. Oktober 1089 von Graf Robrecht I. dem Friesen von Flandern übermittelt. 1090 bestätigt Radbod II, Bischof von Doornik, die Rechte des Brügger Sint-Donaaskapitels über die Pfarrkirche von Ruddervoorde. Die erste Sint-Eligius-Kirche stammt vermutlich aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Nach den Religionsunruhen am Ende des 16. Jahrhunderts wird um 1640 erwähnt, dass die Kirche von Ruddervoorde teilweise in Trümmern liegt.

Unter der Leitung des Architekten Arthur Verhaegen (1847-1917), der auch Glasmaler und Schüler von Béthune war, werden Pläne für die vollständige, neogotische Rekonstruktion der Kirche erstellt, wobei nur der Turm erhalten bleibt. Die Arbeiten werden in der Zeit von 1879 bis 1884 ausgeführt.
Im Jahr 1901 werden verschiedene Glasfenster installiert, u.a. gespendet von den Familien d'Outryve d'Ydewalle und Pecsteen. Um 1909 werden Entwurfspläne vom Architekten Jules Carette (1866-1927) aus Kortrijk erstellt. Die beiden alten Seitenschiffe werden abgerissen und durch zwei neue, breitere und höhere Seitenschiffe ersetzt. Am Montag, den 13. Oktober 1913, wird die Kirche in ihrer jetzigen Form feierlich eingeweiht. Am 17. Oktober 1918 sprengen sich die sich zurückziehenden deutschen Truppen den Turm in die Luft, und auch das Schiff wird verwüstet. Der Turm und das Schiff werden unter der Leitung des Architekten W. Nolf (1900-1964) aus Torhout im selben Stil wiederaufgebaut. Bei der Inbetriebnahme der Kirche um 1925-1926 bleiben von der ursprünglichen Kirche nur noch die Fundamente des Turms, der Chor und das Querhaus übrig.

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