Das Hôtel Torrentius

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Das Hôtel Torrentius verdankt seinen Namen seinem Auftraggeber, Liévan van der Beke, genannt Laevinus Torrentius, dem Repräsentanten einer alten Familie aus Gent und Mitglied des privaten Rates des Fürstbischofs. Die Planung des Wohnsitzes lässt sich offensichtlich Lambert Lombard (1505-1566), dem Hofkünstler des Fürstbischofs Erard de la Marck (1505-1538) zuschreiben. Als Freund der Kunst und reicher Mäzen schickt dieser den Künstler nach Italien, um einige Werke zu erwerben, mit denen er seinen Palast ausschmücken will. Bei seiner Rückkehr wird Lambert Lombard, der von der italienischen Renaissance durchdrungen ist, eine wichtige Akademie ins Leben rufen und sich, insbesondere mit der Realisierung dieses Stadtpalais’, der Architektur zuwenden. Das 1565 in Ziegelstein, Kalkstein und Kalktuff errichtete Bauwerk, das aus zwei senkrecht zueinander gesetzten Gebäudeteilen besteht, die von einem Türmchen vereinigt werden, ist – inklusive der Fresken des großen Salons – daher in Lüttich eines der seltenen Beispiele für nicht kirchliche, von der italienischen Renaissance beeinflusste Architektur des 16. Jahrhunderts. Das Hôtel hat im Laufe der Zeit, vor allem im 18. Jahrhundert, verschiedene Umbauten erlebt, konnte aber der Gefahr der Verwüstung entkommen, und wurde von 1978 bis 1981 durch den Lütticher Architekten Charles Vandenhove restauriert und saniert. Im Inneren zeigt der künstlerische Einsatz von u.a. Daniel Buren, Olivier Debré und Léon Wuidar den Wunsch, Kunstwerke der Gegenwart in das restaurierte Stadtpalais zu integrieren. 
Unter Denkmalschutz (13. Oktober 1969)
In die Liste des außergewöhnlichen Kulturerbes der Wallonie aufgenommen
 

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