Schlossdomäne

Source: Vlaamse Gemeenschap, 25-08-2000, ©Vlaamse Gemeenschap

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Description

* So genanntes Schloss von Lilare, auch manchmal als "Schloss Norman" oder "Schloss von Oudenhove" bezeichnet; das aktuelle St. Franziskus-Institut umfasst ein Lyzeum mit Internat, eine freie Grundschule und das Mutterkloster der Schwestern von der Kongregation St. Franziskus von Opbrakel. Historisches Schlossgelände gelegen im Osten neben dem Zwalmbeek, zurückgehend auf die Herrschaft Lilare, die als die wichtigste von den sechs Herrschaften innerhalb der Pfarrei St. Maria-Oudenhove über ein eigenes Schöffengericht und die drei Justizgrade verfügte. Über die Entstehungsgeschichte des Schlossstandorts ist nur wenig mit Sicherheit bekannt, und auch über die spätere Bauentwicklung fehlen noch viele Informationen. Bereits im 12. Jahrhundert sind Herren mit dem Namen von Lilaere bekannt, jedoch liegen noch keine nachweisbaren Beweise vor, dass sie auch Herren des gleichnamigen Gutes in St. Maria-Oudenhove waren. Mindestens seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts soll die Familie von Herzele im Besitz der Herrschaft Lilare gewesen sein. Auf der Karte des Landes von Aalst von 15(9)6, die von J. Horenhault erstellt wurde, wird eine umgrabte Stelle namens "t hof ten Broucke" angezeigt; laut einer Erwähnung von 1539 handelte es sich bei "thof ten broucke" damals um einen Pachtbauernhof eines von Herzele, Herrn von Lilare. Auf der Karte in A. Sanderus Flandria Illustrata von 1644 bezeichnet als "’t casteel ten Broucke". 1657 Verkauf der Herrschaft Lilare und des Wasserburgs durch die Rodoans, Nachfahren der von Herzeles, an Ritter Pieter Blondel. Nachdem es etwa 1667 durch einen Brand verwüstet worden war, wurde es in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Pieter Blondel, ab 1675 Baron von St. Maria-Oudenhove, wieder aufgebaut. Von 1756 bis 1810 im Besitz der Familie de Norman. Auf der Ferraris-Karte (1771-1778) als "chateau de Lilaers" angegeben, mit einem Schloss innerhalb eines umgräbten, weit rechteckigen Parks mit charakteristischer geometrischer Anordnung. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Eigentum/bewohnt von der Familie Maes-Mathot; etwa 1850 verkauft an Vermeulen; anschließend geerbt von Graf Mizaël le Mesre de Pas; bis 1933 als Landhaus im Besitz der gleichen Familie geblieben. 1933 von den Schwestern von St. Franziskus von Opbrakel gekauft, die dort zunächst ein Ruheheim einrichteten und seit 1938 eine Mädchenschule mit Internat betreiben. Eine 120 Meter lange gerade Zufahrtsallee, gesäumt von Linden und einer Kastanie, führt aus dem Norden zu einem umgrabten, tief rechteckigen Schlosspark; Torhaus und Schloss in der Achse der Zufahrtsallee mit zwei profilierten Sandsteinpostamenten, gekrönt von Ziervasen mit Girlanden, an der Straße. * Torhaus aus dem 17. Jahrhundert hinter der gemauerten Backsteinbrücke über den nördlichen Schlossgraben; Backsteinbrückenbrüstungen wurden kürzlich durch Eisenbrüstungen ersetzt. Überdachte zentrale Zugangstür mit flankierenden Türmen und Seitenflügeln, bis Ende der 1950er Jahre als Bauernhof genutzt, beherbergt seither die zentrale Verwaltung und das allgemeine Wirtschaftsamt der Kongregation der Schwestern von St. Franziskus von Opbrakel. Anfang der 1990er Jahre restauriert nach Entwurf der Architekten L. Sledsens und D. Baston mit Austausch vieler Natursteine und Holzarbeiten; beide Querschiffe wurden teilweise angepasst und einige Räume darin innen vollständig erneuert. Back- und Sandstein-Torhaus mit zwei Etagen, bedeckt mit steilem Satteldach (Schiefer), über das Holzmodillons überstehen. Zentrale Durchfahrt auf beiden Seiten mit in blockartiger Umrahmung gefasster Korbbogen-Tor. Vorderfassade (nach Norden) bereichert mit Eckketten und regelmäßigen Putzlagen, verwittertem Jahrstein und skulpturiertem Wappen von Blondel-de Blondel. Zentral gebogenes Oberfenster unter dito, treppenförmigem Dachfenster. Die Rückfassade dagegen ist mit zwei kleinen rechteckigen Oberfenstern ausgestattet (Rahmungen mit Ohren zusammen mit der ehemaligen Kahlage des gesamten Torhauses entfernt); erhöhte zentrale Mauer mit Flechtungen und Schornstein. Jahr 1755 und die Aufschrift IBI an der linken Flanke des Zugangstors in der Vorderfassade; 1993 auf dem erneuerten Teil davon, welcher auf die Restaurierung hinweist. Zusammengesetzte Balkendecke in der Durchfahrt; erhaltenes Dachgebälk und Innentüren. Beide quadratischen flankierenden Türme mit drei Geschossen unter Zeltdach mit zwiebelförmiger Kronenabschluss (Schiefer), stilisiert in Form seit der Restaurierung. Ehemalige Zelle im Unterbau des westlichen flankierenden Turms: Jahr 1684 in der Eisenaußenverkleidung der abgehängten Tür in der Durchfahrt aktualisiert, innen neuer Boden und Gewölbe. Holzspiraltreppe erhalten im östlichen flankierenden Turm. Westflügel mit vier Feldern, senkrecht im Süden und teilweise hinter dem westlichen flankierenden Türmchen; die ersten beiden Felder mit Backofen stark erneuert. Die folgenden drei Felder unter steilem Schiefer-Satteldach zwischen Treppengiebeln, von 1878. Neugotischer Treppengiebel (im Süden) mit Jahrstein 1878, was auf das Baujahr und die Wiederherstellung des Torhauses durch den damaligen Eigentümer Mizaël le Mesre de Pas verweist. Breiter Ostflügel aus Mauerwerk und größtenteils ersetzt durch Sandstein, senkrecht im Süden und teilweise hinter dem östlichen flankierenden Türmchen; zwei Geschosse unter einem Schilddach (Schiefer). Ehemaliges Bauernhaus, dessen Obergeschoss als Heuboden genutzt wurde. Drei Korbbögen im Erdgeschoss der südlichen Listfassade bei der Restaurierung vollständig geöffnet; zentrales Giebel-Dachfenster entfernt. Erhaltene gebogene Tür in der Umrahmung in der Ostfassade. Modernisiertes Holzwerk und stark geänderte Inneneinrichtung; ein erhaltenes Hauptbalken auf Sandstein-Konsole im Erdgeschoss. Im Osten, neben und parallel zum nördlichen Schlossgraben: niedrige ehemalige Ställe; in der Südseite bewahrte alte Tür und Zugang. Wahrscheinlich zusammen mit der Vergrößerung im Osten in den 1930er Jahren angepasst. Parallel gegenüber: ehemaliger Trockenspeicher unter einem Pfannensatteldach; größtenteils renovierte Holzkonstruktion angepasst zu einer Garage. Schloss. Laut einigen Autoren wäre das in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaute Schloss unter der Familie Norman erneut durch Feuer zerstört worden und danach in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts oder etwa 1800 wieder aufgebaut; vermutlich jedoch etwa 1850 oder zu Beginn des dritten Viertels des 19. Jahrhunderts von der Familie Vermeulen nahezu wieder aufgebaut (siehe Initialen A V von Vermeulen in der Eisenbrüstung der Freitreppe zum Eingang neben Innenelementen mit stilistischen Merkmalen, die typisch für das dritte Viertel des 19. Jahrhunderts sind). Im vierten Viertel des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweitert und auch innen teilweise erneuert durch die Familie Mizaël le Mesre de Pas; die Buchstaben M P im dekorativen Eisenwerk des Oberlichtes der Eingangstür sollen auf diese letzten adligen Besitzer hinweisen. Die Fassade des Schlosses wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei der Erweiterung verändert, (nach Vergleich mit alten Postkarten) nämlich durch die Verlagerung der Fassade des Mittelrisalits nach vorne; gleichzeitig wurde das frühere Schilddach zu einem Mansarddach umgebaut und die höher aufragenden, steilen, abgekanteten Turmspitzen über den Eckenrisaliten anstelle der niedrigeren halbkupolartigen Abdeckung platziert; Umbaumaßnahmen mit Innenanpassungen (1906-1907). Schloss von zwei Etagen auf hohem Souterrain mit gewölbten Räumen. Überwiegend weiße, verputzte Listfassaden; Vorderfassade mit vom 18. Jahrhundert recupurierten (?) Sandsteinen im Sockel und rund um die rundbogige Eingangstür. Durch Risalite und blockartige Pilaster gegliederte Fassaden, zwei Register von Segmentbogenfenstern. Zentraler Türrisalit gekrönt von klein dreieckigem Giebel; noch akzentuiert durch rundbogiges Türfenster mit Eisenbalkonbrüstung und schöner Sandsteinpforte. Die Rückfassade seit der Mitte des 19. Jahrhunderts kaum mehr verändert; weist wenig ausgeprägte schmale Eckrisalite und einen Mittelrisalit mit drei Feldern auf. Fensterregister mit 19. Jahrhundert Holzwerk, Fensterläden; zentrale Fenstertür mit verbreiterndem Segmentstufen; Fenstertür darüber mit feiner Eisenbalkonbrüstung. Interieur. Die aktuelle Innenausstattung wird hauptsächlich durch Anpassungen aus dem frühen 20. Jahrhundert bestimmt, hat jedoch noch einen teilweise im hinteren Teil des erhöhten Erdgeschosses und im Obergeschoss wertvollen Aspekt aus dem mittleren 19. Jahrhundert wie: einer Holz-Englischen Treppe mit feiner Spindelbrüstung und gerilltem zylinderförmigen Treppenpfosten; neoklassizistisches Salon im linken Hinterzimmer mit charakteristischem Kaminsims aus schwarzem und weißem Marmor, zentral rundförmige vertiefte Decke mit Stuckverzierungen und Rosettenmotiven, schöne Parkettböden mit dekorativen Einlegarbeiten für Bordüren; Fenster mit authentischen Schlössern und hohen doppelten Türen. Empfangshalle im neo-flämischen Renaissance-Stil: schöne Holzvertäfelung mit eingearbeiteten Rahmen-Türen, hoher Natursteinkaminsims (datiert 1906), dessen mit Holz verkleideter Brustkasten ein Gemälde einrahmt; Balkendecke mit Hauptbalken auf skulpturierten Stein-Konsolen mit Wappen; mehrfarbiger dekorativer Fliesenboden; in der Ecke des Raumes neben dem Portal: Holztreppe mit Zugangstür zu dem großen Treppenhaus daneben aus dem frühen 20. Jahrhundert. Ehemaliges Fumoir oder aktuelles sogenanntes "grünes Salon" im Jugendstil mit schönem Holzwerk: Vertäfelungen, Verkleidung des Kamins und flankierende angepasste Schränke, Rahmen von Türen, Fenstern und Bögen zu beiden kleinen Nebenräumen; Decke mit dekorativer Malerei. Mindestens seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird das Schloss auf beiden Seiten von angrenzenden niedrigeren Anbauten mit symmetrischer Anordnung flankiert (früher Kutschenhaus, Stallungen, Personalwohnungen). Der symmetrische Aufstand, wie bekannt durch eine alte Postkarte von ca. 1900, ging durch Änderungen dieser Schlossanbauten zu neuen Räumen für die Einrichtung nach 1933 verloren: der Ostflügel wurde 1934 durch ein nahezu identisches Volumen ersetzt, und 1947 wurde ein neuer Westflügel gebaut; letzterer wurde erweitert und bis über den westlichen Graben hinaus ausgeweitet; umfasst ein auffallend höheres Volumen der ehemaligen Kapelle, die der seligen Maria Goretti geweiht war, unter senkrecht sitzendem Satteldach mit Dachreiter, nach dem Entwurf des Architekten Adrien Bressers (Gent) und eingeweiht 1949. Circa 1988 Änderung des Westflügels unter anderem durch die Einfügungen einer neuen Kapelle im Obergeschoss mit angepassten Fenstern mit modernen Glasfenstern und betonierten Beichtstühlen. Um eine größere Einheit mit dem Schloss zu erreichen, wurden die Seitenflügel weiß gestrichen. Schulgebäude neben dem umgrabten Schlosspark, schräg zwischen dem westlichen Schlossgraben und dem Zwalmbeek eingefügt, erbaut 1959-60 auf Pfählen und mit Bauelementen der Weltausstellung von 1958; Skelettbau von drei Etagen mit beinahe vollständig geöffnetem Vorderfassade, eine Glas- und Eisenkonstruktion, die vom Ausstellungspavillon der "Union Minière du Haut Katanga" stammt; monumentale Eingangshalle von zwei Etagen hoch mit moderner offener Treppe; das Erdgeschoss umfasst hinter der Halle einen Saal und Klassenräume, Klassenräume auch auf der zweiten Etage, Internat auf der zweiten oberen Etage. Schlosspark mit rechteckiger Umgräbte und kleinem Teich, gespeist von einer Quelle, mindestens zurückgehend bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (siehe die Ferraris-Karte von 1771-1778); Grabenmuster möglicherweise teilweise zurückgehend auf eine angepasste ältere Stätte mit Gräben (spätmittelalterlich?). Aktuelle Parkanlage mit Reminiszenzen an einen Park im Landschaftsstil vermutlich aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Typische "folie", charakteristisch für das Ende des 18. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf der kleinen Insel mit Hügel in der südwestlichen Ecke des Schlossparks, erreichbar über eine mit groben Natursteinen gemauerte Bogenbrücke: seltenes Beispiel einer sogenannten "grotto" an der Ecke der Insel neben dem Schlossgraben: Kunstgrotte aus Naturstein und Ziegel mit Mörtelverkleidung, gewölbte Gänge und Räume mit imitierenden stalaktitenartigen Deckenelementen, mehrere Zugänge und Treppen zur Terrasse oben auf der Grotte; dazugehörige Gartenfiguren am Hang daneben: Naturstein-Büste von "Jean qui rit" und "Jean qui pleure"; beschädigte Terrakottaskulptur eines sitzenden Eremiten (?) in der Nische der westlichen Felswand. In der südöstlichen Ecke des Schlossparks gelegen, Kapelle von 1943, geweiht an Unsere Liebe Frau von Banneux; offene Bruchsteinkonstruktion unter überstehendem halben Schilddach. Umzäunter ausgedehnter rechteckiger Gemüsegarten umgeben von Wiesen, gelegen im Osten neben dem Schlosspark; erreichbar über eine erneuerte Brücke über den östlichen Schlossgraben mit eisernem Zugangstor an entsprechenden Pfeilern. Mittig gegen die nördliche Gartenmauer: angebautes kleines Backsteingebäude (Stall?) unter Pfanne Dach.

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Source: Duchêne, Helena & Verbeeck, Mieke (1999)

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