Hof Herrlichkeit von Marrem

Description

Historischer Hof mit dem Namen "Herrlichkeit von Marrem", Zentrum der gleichnamigen Herrlichkeit und Hinterlehen der Herrlichkeit ten Eeckhoutte von Geluwe. Torbau, Scheune und Stalltrakt sind seit dem 3. Juni 2005 als Denkmal geschützt. Die ältesten Erwähnungen reichen bis 1402 zurück, als das Gut von der Familie Van der Gracht gekauft wurde. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts bestand das Gut aus Hofgebäuden, Land, Wald und Wiesen, die sich bis zur Stierebeek erstreckten. Von 1758 bis 1796 war der Hof im Besitz der Guldenbergabdij. Vermutlich wurde der Hof 1767 im Auftrag von Äbtissin Augustina Peutermans umgebaut, siehe Giebelfeld des Torbaus. Der Hof ist auf der Ferrariskarte (1770-1778) als Hof mit losen Bestandteilen und kreisförmiger Umwallung verzeichnet. Auf dem Atlas der Nachbarschaftswege (1841) als "Gut Marrem" angegeben, mit doppelter Umwallung, einer runden für das Wohnhaus, das vermutlich auf einem Mote lag, und einer rechteckigen Umwallung um den Nebenerwerbsbau, wo sich die Nutzgebäude befinden. Diese Anordnung wird ebenfalls auf einem primitiven Katasterplan dargestellt. Der Hof hat eine semi-geschlossene Anordnung mit im Norden stark umgebautem und mit Neubauten erweiterten Wohnhaus, im Westen die Scheune, vermutlich von 1929 (siehe katasterliche Daten), mit integriertem Wagenhaus und im Osten die doppelte Querschure aus dem 18. Jahrhundert sowie im Süden das 18. Jahrhundert Zugangstor mit angrenzendem Stalltrakt. Im Norden ist die Umwallung teilweise erhalten, bezeichnet durch Kopfweiden. 1943 verschwindet ein Teil der Umwallung. Nördlich des Hofes fließt die Stierebeek. Verankerte Ziegelbestandteile unter überstehenden Pfannen von Satteldächern. Gut erhaltene doppelte Querschure mit Giebeln, Flechtwerken und Uilengat. Rundbogige Toröffnungen sind durch Naturstein-Eckblöcke gekennzeichnet. An der Straße gelegener Stalltrakt und Torbau. Höher aufragender Torbau gekrönt von einem dreieckigen Giebelfeld mit dem Wappen von Äbtissin Augustina Peuterman aus Naturstein (siehe Giebelfeld des Westtores der Guldenbergabdij); Seitenteile mit Giebeln und Flechtwerken. Rundbogiges Tor mit Kieselstein. Flankierende Stalltrakte ebenfalls mit Giebeln und Flechtwerken. Linke Seitenwand mit verwittertem Natursteindatumstein. Überwölbung durch Tonnengewölbe. Die Slieten wurden jüngst entfernt.

Source

Source: De Gunsch, Ann & De Leeuw, Sofie (2005)

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Address: Marremstraat 1, Wevelgem

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