Schloss Rooiveld

Description

Rooiveldstraße Nr. 107-109A. Schloss "Rooiveld". Schlossgelände, bestehend aus einem ehemaligen Jagdhaus mit einem zugehörigen Hof und Nebengebäuden. Das historische Anwesen, umgeben von Wäldern, liegt zwischen der Kortrijksestraat und der Waterstraat, an der südlichen Grenze von Oostkamp und wird im Norden durch den mäandrierenden Waardammebeek begrenzt. Der Name "Rooiveld" leitet sich von den gemeinschaftlichen Ländereien ab, sogenannten "velt", die im Mittelalter nach der Rodung der ausgedehnten Wälder entstanden (vgl. Einleitung). Der Name bezieht sich heute sowohl auf das Schloss als auch auf das Weiler. Geschichte. 16.–17. Jahrhundert. Der Ursprung des Schlosses "Rooiveld" geht auf das Jahr 1507 zurück, als Jagdpavillon mit den dazugehörigen Wäldern im Besitz der Familie Melgar de Sporkinshove, vgl. Inschrift an den Pfeilern des Zugangs zum Anwesen. Auf der Großen Karte des Brugse Vrije von Pieter Pourbus (1561-1571), kopiert von Pieter Claeissens (1601), ist das Gelände mit drei Gebäuden dargestellt. 18. Jahrhundert. Auf der Kabinetskarte der Österreichischen Niederlande, erstellt auf Initiative von Graf de Ferraris (1770-1778), wird ein umwalltes Gelände mit vier Gebäuden dargestellt, deren Anordnung jedoch schwer zu identifizieren ist. 19. Jahrhundert. In einer Karte von 1829 aus dem Familienarchiv von Moentack-de Melgar, die im Stadtarchiv von Brugge aufbewahrt wird, wird im Zusammenhang mit der Begradigung eines Weges im Süden des Geländes, der zur heutigen Waterstraat führt, als "Weg von Brugge auf Wyngene" beschrieben. Dieser Weg fungierte als Verbindung durch die Wälder zwischen dem Schloss und der heutigen Waterstraat. Die "P. de Melgar Hofstätte" ist auf einem rechteckigen Grundstück dargestellt, das im Westen durch einen Rest eines Grabens eingegrenzt wird. Im Norden befindet sich das Jagdpavillon, zentraler in zwei freistehenden Landgebäuden, darunter ein Landgebäude in einem kreuzförmigen Grundriss und in Verlängerung davon ein langgestrecktes Scheunengebäude. In der südwestlichen Ecke des Grundstücks steht ein quergeladenes, langgestrecktes Landgebäude. Das Backhaus wird noch nicht dargestellt. Das Jagdpavillon ist bereits in zwei getrennte Wohnteile aufgeteilt: die Wohnung der adeligen Familie im Westen und die Wohnung des Pächters im Osten. Eine ähnliche Situation findet sich im primitiven Katasterplan (ca. 1835) mit den einzigen Unterschieden, dass die südwestliche Traufe des zentralen Landgebäudes verschwunden ist und dass das Backhaus jetzt abgebildet wird. Die heutige Wohnung ist laut der beschreibenden Tabelle bei der Mutationsskizze in das Haus von Pieter de Melgar (Westen) sowie ein Haus und Gebäude (Osten) aufgeteilt; letzteres wird vom Pächter Joachim Snauwaert bewohnt. Nördlich befindet sich ein Garten. Die Landgebäude (vgl. Nr. 109) liegen in einem Obstgarten. Auf dem Atlas der Nachbarwege (ca. 1843) wird das Gelände als "Ferme Verhaeghe" bezeichnet, trotz der Tatsache, dass das Kataster in dieser Periode weiterhin die Melgar als Eigentümer angibt; die Konfiguration des Gebäudeensembles bleibt unverändert. Laut den Daten des Kataster erbt Guido Arents de Beerteghem 1859 das Schlossgelände. Eine figurative Karte aus dem Rijksarchief von Brugge gibt die Situation um 1850 an. Ca. 1885 wird laut der Mutationsskizze des Kataster das ehemalige Jagdpavillon nach Osten hin erweitert (Wohnhaus des Pächters); auch das zentrale Landgebäude erfährt eine (nicht weiter spezifizierte) Erweiterung, und im Osten des Geländes wird ein langgestrecktes Gebäude errichtet (das gegenwärtige Nr. 109B (6), ein stark umgebauter Hof). 1888 geht das Anwesen durch Erbschaft an Aquilin Arents de Beerteghem-de Thibault de Boesinghe über. Die Familie Arents de Beerteghem ist eine prominente Brugse Familie, die zu diesem Zeitpunkt das Arentshaus in Brugge (Dijver Nr. 16) bewohnt. Auf einem Gemälde von 1895, veröffentlicht 1981 von Bouljon, erscheint das Jagdhaus als Herrenhaus mit vier Achsen und zwei Geschossen unter einem relativ hohen Sattel- dach, im Osten flankiert von dem Wohnhaus des Pächters, das aus einem einstöckigen Flügel besteht. 20. Jahrhundert. Im Jahr 1903 wird eine weitere Umbaumaßnahme am ehemaligen Jagdpavillon registriert: Sowohl in westlicher als auch in östlicher Richtung wird das bestehende Gebäude erweitert; der östliche Teil erhält einen L-förmigen Grundriss. Auch das Scheunengebäude östlich des zentralen Landgebäudes wird erweitert. 1906 werden beide Landgebäude durch einen Kutscheneingang verbunden, und an das Wohnhaus des Jagdaufsehers wird ein Turmvolumen gebaut. Eine weitere Erweiterung des ehemaligen Jagdhauses findet 1948 statt: Die westliche Hälfte des Wohnhauses wird nach Norden hin vergrößert. Nach dem Tod von Fräulein Marguerite Arents de Beerteghem im Jahr 1958 geht das Schloss an ihre Neffen Ides und Ferdinand Janssens de Bisthoven über. Ides Janssens de Bisthoven (geb. 1921), ehemaliger Bürgermeister von Waardamme, bewohnt bis heute das Grundstück. Der neue Eigentümer lässt zu Beginn der 1960er Jahre das ehemalige Jagdpavillon in ein großzügiges Wohnhaus umbauen. Ein Teil der ehemaligen Nebengebäude (wie das Wohnhaus des Jagdaufsehers) wird abgerissen, mit Ausnahme des malerischen Turms. Beschreibung. An der Zufahrtsallee zum Schlossgelände stehen zwei Schampfosten, und am Zugang des Anwesens selbst stehen zwei Natursteinsäulen mit folgenden Inschriften: links "WAERDAMME / ROYVELD / FAMILIA / DE / MELGAR / DE / SPORKINSHOVE / ANNO / 1507" und rechts "FAMILIA / ARENTS / DE / BEERTEGHEM / ANNO / 1858"; dazwischen ein kunstvolles, schmiedeeisernes Tor. Ehemaliges Jagdpavillon (1) mit zwei Geschossen und sechs Achsen unter einem Satteldach mit grauen, flämischen Ziegeln. Erneuerung des überstehenden Satteldaches mit mehreren erhaltenen Dachgauben. Nach der Renovierung in den 1960er Jahren verschwindet der Glockenstuhl mit Schieferturmspitze und krönendem Wetterfahne vom First. Weiß gestrichene Fassaden mit rechteckigen, vergitterten Fenstern. In den 1960er Jahren wird das Holzwerk erneuert, und die Tür in der Rückfassade verschwindet. Ähnliche Seitenfassade mit vier Achsen und Zugangstür. Hauptzugang an der Nordseite. Östlich davon niedrig, angrenzendes Volumen, ehemals das Wohnhaus des Pachtbetriebes beim Jagdpavillon und heute in das Wohnhaus der adeligen Familie integriert. Backsteinbau mit sieben Achsen und einem Geschoss unter einem erneuerten Ziegelsatteldach, ausgestattet mit erneuerten Dachgauben. Angebautes niedriges Volumen unter einem Flachdach an der Seitenfassade mit einem runden Fenster darüber. An der Nordseite ähnliches, quergebautes Volumen mit vier Achsen unter einem gebrochenen Satteldach. Ebenfalls weiß gestrichene Fassaden. Bis zur Renovierung in den 1960er Jahren Fenster à terres und zwei Türen in der Rückfassade, heute vergitterte Fenster mit erneuertem Holzwerk und einem erhaltenen Türenöffnung. Turm (2), erbaut 1906, bei einem älteren, seit den 1960er Jahren verschwundenen Jagdaufseherhaus. Südlich des Schlosses gelegen, gleichsam in der Verlängerung der Nebengebäude des ehemaligen Hofes. Achtseitiges Turmbauwerk unter Schiefereindeckung, endend auf einer birnenförmigen Turmspitze und ausgestattet mit einer schmiedeeisernen Bekrönung. Traufe auf kleinen Konsolen. Fassaden mit schmalen, rechteckigen Fenstern; Zugangstür in der Ostfassade. Oben befindet sich auf jeder Seite ein Oculi. Zentral gelegenes Landgebäude (3), möglicherweise mit älterem Kern, jedoch die aktuelle Konstellation und das Aussehen stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Ehemals freistehender Stall mit im Osten einem freistehenden Scheunengebäude, im Anfang des 20. Jahrhunderts untereinander durch einen Kutscheneingang verbunden. Westlicher Teil mit fünf Achsen und einem Geschoss unter einem überstehenden Satteldach mit Ziegeln. Vorderfassade mit leicht gewölbten Öffnungen (zwei Tore, Haustür und zwei Fenster) mit darüber zwei Dachfenstern mit Giebel. Erneuertes Holzwerk wechselnd grün und weiß gestrichen. Seitenfassade mit Efeubewuchs. Angrenzendes Scheunengebäude unter einem überstehenden Satteldach mit Ziegeln. Fassaden ausgestattet mit Lüftungsöffnungen. Zentrale monumentale Durchfahrt und links Tor. Backhäuschen (4) aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts mit drei Achsen und einer zentralen Haustür unter einem Satteldach mit Ziegeln. Weiß gestrichene Fassaden mit vergitterten Fenstern und erhaltenen Holzwerkstücken sowie Belastungsdörfer aus gesintertem Ziegel. Östlich angrenzender Backofen, ebenfalls unter Ziegelsatteldach und mit einem Ladefenster in der Seitenfassade. Westlich angebautes Hundehäuschen mit eiserner Umfriedung. Im Park liegt ein langgestrecktes Stallvolumen (5), teilweise aus ungestrichenem Ziegel und teilweise mit einer Holzverkleidung versehen. Abgedeckt mit Satteldach mit flämischen Ziegeln. Park. Parkgestaltung mit verbleibenden Merkmalen einer jungen Heide-Abbau-Struktur mit Eichen- und Buchenalleen, durchbrochen von einer spät 19. Jahrhundert landschaftlichen Gestaltung, vgl. erhaltene mehrteilige Teichlandschaft, Parkbäume (u.a. Buche, Rotbuche und Schwarze Kiefer), Strauchgruppen und schlängelnden Wegen im Süden des Landhauses. Zentrale und nördliche Parkanlage wurde um 1960 geändert durch den bekannten Brüsseler Gartenarchitekten René Pechère (1908-2002), mit gebogener Zugangsstraße mit Sandsteinsäulen im Westen, endend auf einem halbkreisförmigen Platz aus Dolomit im Norden des Landhauses, umrandet von einer Heckeneibe; Perspektive über den Tallandschaft des Waardammebeek mit Weideflächen, Kopfweiden und Bachwald. Die südliche Hofseite im Rasen, flankiert von Rhododendren- und Hortensienhaufen und einigen verbleibenden Parkbäumen, darunter Buche, Robinie und Ahorn. Besonders, mehrfarbiges Gartenbild auf Ziegelsteinsockel mit der Darstellung eines Eisenzüchters mit Hund und Kind und Lichtbake; Perspektiven über großzügige Baumwiese mit Sommer-Eichen im Westen; Schwimmbecken in der östlichen Ecke des Grundstücks, abgeschottet durch Eibenhecken. Im Süden hinter dem Hof verborgen Tennisplatz. Westlich des Landhauses gelegener kleiner ummauerter Ziergarten und Terrassenanlagen ebenfalls n.o.v. Gartenarchitekt R. Pechère; eng sternförmiger Grundriss mit wechselnden Dolomitwegen und umhegten Blumenbeeten (u.a. Rose, Astern, Fuchsien, Lavendel) um einen zentralen runden Brunnen; zahlreiche hohe säulenförmige und niedrige kugelförmige Buchsbaumornamenten; einige Garten-Skulpturen, Zugänge via ein breites eingearbeitetes Tor im Norden und ein niedriges schmiedeeisernes Zaunwerk an der Hofseite; niedrige Umrandung mit Kletterpflanzen und Leihfrüchten (u.a. Kletter-Hortensie, Traube und Quitte). Östlich des Landhauses ehemalige Gemüsegartenfläche mit einem erhaltenen schmiedeeisernen Schlusstor, nun ausgefüllt mit halbstamm-fruchttragenden Bäumen; einige verbleibende Buchsbaumornamente. Westlich des ehemaligen Jagdhauses befindet sich ein überdachter Lagerraum mit Ziegeltonnengewölbe und einer niedrigen, einzelnen Zugangstür; der Keller ist hinten von einer imposanten Linde überwuchert. KATASTERARCHIV WEST-VLAANDEREN IN BRUGGE, 207: Mutationsskizzen, Waardamme, 1885/17, 1903/2, 1906/4, 1948/6. KATASTERARCHIV WEST-VLAANDEREN IN BRUGGE, 212: Katasterregister, Waardamme, Artikel 45 und 264. RIJKSARCHIEF BRUGGE, Karten und Pläne Mestdagh, Nr. 1120: Figurative Karte von Eigentümern (Sektion A, E und F), 19. Jahrhundert. STADSARCHIV BRUGGE, Archiv Moentack de Melgar, Nr. 486: Karten, Dokumente und Notizen bezüglich der Begradigung eines Landweges in Waardamme, Rooiveld, Eigentum von P. de Melgar, 1829. STADSARCHIV BRUGGE, Archiv Moentack de Melgar, Nr. 2147: Figurative Karten und Pläne, Plan des Eigentums in Waardamme und Papenvijvers, Eigentum von P. de Melgar, s.d. BOULJON B., Het Oostkamp, Ruddervoorde, Hertsberge und Waardamme von damals, Brugge, 1984, S. 140-141. BOULJON B., Oostkamp, Hertsberge, Ruddervoorde und Waardamme in alten Ansichtskarten, Zaltbommel, 1981, Nr. 77. DE FLOU K., Wörterbuch der Toponymie von Westflandern, Flandrisches Artesië, das Land der Ecke, die Grafschaften Guines und Boulogne und ein Teil der Grafschaft Ponthieu, Teil XIII, Brugge, 1932, Spalte 778. KÖNIGLICHES INSTITUT FÜR DAS KUNSTVERMÖGEN, Fotothek. STROBBE L., DENOLF J., Waardamme: ein Modellgemeinde auf dem Land, Waardamme, 1971.

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Source: Vanwalleghem, Aagje

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Address: Rooiveldstraat 107, Oostkamp

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