Hof von Ename

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Description

Doorniksesteenweg Nummer 388. Historischer Hof namens "Hof von Ename" oder "Hof von Bossuit", gelegen auf einem südwärts gerichteten Höhenzug in der Nähe der Schelde und der Moergracht. Der Höhenzug, auf dem der Hof entstanden ist, war bereits in römischer Zeit bewohnt, als Zentrum einer Villa. Während der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstanden die bedeutenden Besitztümer der Abtei von Ename auf dem Gebiet der Gemeinde. Eines davon war der Hof von Ename, die Stätte bildete das Zentrum einer Villa. Der größte Teil davon (2/3 eines Allodiums) lag in Bossuit und Outrijve und wurde von Diederik von Chièvres etwa 1128 an die Abtei verkauft. Der Verkauf fand in Anwesenheit des Grafen von Flandern, Diederik von den Elsass, statt, der ebenfalls Vormund der Abtei war und die Zunahme des Abteigutes überwachte und bei Streitigkeiten eingriff. Der Grund für den Verkauf ist sehr unklar, könnte jedoch in einer Zeit allgemeiner Verarmung des Adels situierbar sein. Der Kern, der zwischen 1128 und 1141 gebildet wurde, wurde später mit Gütern in Sint-Denijs und Moen erweitert. Der Name Ename ist auch mit einem Rechtsgebiet verbunden, der Abt der Abtei besaß dort das Rechtsvermögen, bei schweren Vergehen galt die Rechtsgewalt des Grafen. Die Verwaltung der Villa wurde von einem Meier ausgeübt, der erstmals in einem Archivdokument von 1150 erwähnt wird. Der Hof selbst wird bereits früh in verschiedenen Texten erwähnt, u.a. 1181 (als Teil des in Bossuit gelegenen Allodiums), weitere Erwähnungen in 1236 und 1335. Ab dem 13. Jahrhundert (1267) werden die Gebäude verpachtet. Im 15. Jahrhundert übt der Pächter auch das Amt des Bailli aus, zusammen mit seinen Schöffen übernimmt er die administrative und juristische Verwaltung und ist Vorsitzender des örtlichen Zinsgerichts. 1477 brennt der Hof infolge der Kriege in der Region ab. Ein Jahr später sind die Restaurierungsarbeiten am Hof noch im Gange. Die strategische Bedeutung des Scheldetals als militärischer Durchgangsort zeigt sich darin, dass der Hof in der Mitte des 17. Jahrhunderts mehrfach als Unterkunft für Soldaten diente. In dieser Zeit wird laut den Rechnungen der Abtei viel an den Hofgebäuden gearbeitet, unter anderem Umbau des Tores (1634), Bau einer neuen Scheune (1662) und Bau von Schafställen unter Verwendung von Blaustein (1664). 1662 bestand der Hof aus einem Pferdestall, einem Wohnhaus, einem Backofen und einem Wagenhaus (nördlich), einer imposanten Scheune (westlich) und einer Webkammer, Schweine-, Kuh- und Schafställen (östlich). Zentral im Hof befand sich ein Taubenturm. 1690 wird der Hof als einer der wichtigsten der Region genannt. Nach der Französischen Revolution, die das Fortbestehen der Abtei beendete, wird der Hof als Nationalgut verkauft. Im Zuschreibungsbericht wird er beschrieben als "une belle ferme nouvellement bâtie en briques, ..., situé sur le territoire de la commune de Bossut, provenante de l'abbaye d'Eenaeme". Aus diesem Text geht hervor, dass der Hof kurz vor 1792 vollständig auf den alten Fundamenten unter der Leitung von Dammien De Staercke wiederaufgebaut wurde. Rechnungen der Abtei erwähnen das Datum 1792-1793. Der Hof wird auf einem undatierten Plan mit den Besitztümern der Abtei in Bossuit abgebildet. Der Plan ist Teil des sogenannten "Topografischen historischen Atlas", aufbewahrt im Staatsarchiv in Ronse. Der Hof wird als "'t hof der Abdije van Eename tot Bossuyt" bezeichnet. Auch als "Ferme d'Eenaeme" auf der Ferrrariskarte (1770-1778) bezeichnet, zeigt die Karte einen Hof mit geschlossener Aufstellung, auch die Zugangsallee ist bereits angegeben. Der primitive Plan des Katasteramtes (1827), der Atlas der Nachbarwege (ca. 1843) und die P.C. Popp Karte (circa 1850) zeigen das Torgebäude mit angrenzenden Stallflügeln, das Wohnhaus, die Scheune und das frühere Wagenhaus. Untersuchungen im Archiv des Katasteramtes zeigen, dass Umbauarbeiten 1865 und 1885 durchgeführt wurden, vermutlich wird in dieser Zeit die Ast aufgebaut. 1946 wird der zweite Hofzugang überdacht, außerdem wird ein kleiner Anbau im Osten errichtet. Erweiterungen des Hofes mit neuen Hallen in 1980, 1988, 1990 und 1997. Aktueller Anblick des Hofes, mit Ausnahme des Cichoreastrausses, erlangt in 1792-1793. Unummauerter Hof mit geschlossener Aufstellung bestehend aus geweißten Backsteinelementen unter Pfannen-Ziegel- oder Satteldächern, gruppiert um einen befestigten Hof, erhaltene Pflastersteine. Auffällig ist die architektonische Einheitlichkeit der Gebäude. Erhaltener Pflasterweg, gelegen zwischen der Doornikseweg und den Hofgebäuden, gesäumt von Platänen, führt zum Hof. Südlicher Hofzugang durch monumentales Tortor, flankiert von Stallflügeln. Wohnhaus im Osten, doppelte Querscheune im Norden, Cichoreiast und ehemaliges offenes Wagenhaus im Westen. Zweiter, gepflasterter Hofzugang ebenfalls im Westen. Außerhalb des Hofes ein Nutzgebäude mit zwei Etagen und Ofenhaus im Osten, verfallene Kapelle im Norden und ummauerte Mistgrube im Südosten. Wohnhaus. Imposantes niedriges Volumen von vierzehn Achsen, unterkellertes Doppelhaus aus geweißtem Backstein mit gestuftem Fries. Ziegeldach mit Wolfsschnitt, durchbrochen von drei Dachgauben und einem Ladefenster, gekrönt von einem Glockentürmchen. Getäfelte Fenster mit erneuertem Rahmenwerk, erhaltene sandsteinene Fensterbänke. Rechteckige Türöffnung mit für die Region typischer Backsteinrahmung (weiß gestrichen), Nische mit Heiligenbild. Vorbau (nicht original) von vier Sandsteintreppen. Hinterfassade ebenso gearbeitet. Südliche Seitenpfeiffer mit Zopfmuster, vermutlich die Seitenwand einer älteren Konstruktion, die integriert wurde. Anpassung des Interieurs, gemäß Literatur mit erhaltenen Kellern mit Tonnengewölbe und erhaltener Dachkonstruktion. Kleines Volumen im Osten von 1946, angrenzend an das Wohnhaus. Toröffnung. Bildbestimmendes Volumen aus rotem Backstein (teilweise weiß gestrichen) mit integrierter Taubenturm, markiert durch zwei Reihen mit kleinen rechteckigen Fluglöchern in einem Sandsteinrahmen. Gesamt gekrönt von einem Satteldach, durchbrochen von einem mit Holzschindeln gedeckten Türmchen mit Wetterfahne. Wappen der Abtei von Ename aus weißem Naturstein über dem Hofzugang. Vor dem Torgebäude offenes Vorhaus unter einem Ziegeldach. Stallflügel. Niedrige Volumen aus geweißtem Backstein auf gestocktem Sockel, rhythmisiert durch Lisenen und verziert durch einen gestuften Fries. Ziegeldächer, durchbrochen von Ladefenstern. Rechteckige Wandöffnungen, an der Hinterfassade mit Diebesschutz versehen. Im Stall, auf beiden Seiten erhaltene sandsteinene Schlacken, auch ein erhaltenes Backsteinpfad. Gesamt übergewölbt von einem Backsteingewölbe mit Füllung im Fischgrätenmuster und unterstützt von bemalten sandsteinenen Säulen mit viereckigen Kapitellen. Treppe mit sandsteinerne Stufen zum Dachboden. Scheune. Imposantes Volumen mit zwei bogenförmigen Wandöffnungen mit sandsteinene Fensterbänken. Erhaltener Dachstuhl. Ast. Teilweise geweißtes Volumen aus rotem Backstein, sich in ein niedrigeres Volumen mit drei Rundbogen öffnend.

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Source: De Gunsch, Ann & De Leeuw, Sofie

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Address: Doorniksesteenweg 388, Avelgem

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