Blankaart Schloss

Datenquelle: Pauwels, Oswald, 01-01-1970, ©Vlaamse Gemeenschap

Urheberrechte: All rights reserved

Beschreibung

Iepersteenweg Nr. 54-58. So genannt "Blankaart Schloss", siehe aktuelle Karte, gelegen in einem großzügigen umgebenden etwa 10 ha großen Schlosspark. Der Zugang zum Anwesen wird durch eine gepflasterte, hufeisenförmige Allee bis vor das Schloss gebildet, die auf der linken Seite von roten Buchen gesäumt wird. Der heutige Park ist Teil des Naturschutzgebietes "De Blankaart", das neben dem Park auch den sogenannten Blankaartsee (ca. 67 ha) und eine Reihe von Wiesen umfasst. Ca. 1561-1571: Auf der Großen Karte des Brugse Vrije von Pieter Pourbus ist in diesem Gebiet ein länglicher, unregelmäßiger blauer Fleck zu sehen. Dieser Fleck deutet möglicherweise auf einen Teich oder zumindest ein überflutbares Gebiet hin, das das Ergebnis jahrzehntelanger Torfabbauarbeiten ist, die mindestens bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. 1860-1870: Baron Gustaaf de Coninck de Merckem lässt auf seinem neu erworbenen Anwesen Blankaart ein besonders reiches, ökologisches Schloss im Auftrag des Architekten Joseph Schadde (Antwerpen) erbauen. Es handelt sich um einen L-förmigen Baukörper mit fünf Achsen und zwei Etagen mit zwei halbrunden Türmen an den Ecken und im Hinterhaus einen Anbau mit einer neogotischen Kapelle und einem höher aufragenden polygonalen Turm. Gleichzeitig mit dem Bau des Schlosses wird auch ein eher hermetischer Schlosspark im englischen Landschaftsstil angelegt, mit u.a. an der Straßenseite Pferdeställen, einem Kutschenhaus, einem Gärtnerhaus, einem ummauerten Gemüsegarten und Gewächshäusern. Am Ende des 19. Jahrhunderts werden der Blankaartsee, zusammen mit dem weiteren Ausbau des Parkwaldes, ausgebaggert und mit einer künstlichen Insel sowie einem Entenhaus versehen. Im Schlosspark werden ebenfalls ein Fischteich angelegt und ein Eiskeller gebaut. In diesem Gut wurden Sichtachsen entwickelt, unter anderem über den Vorteich mit einer Bogenbrücke. Bereits um 1900 war die Umgebung des Blankaart als ein herausragendes Naturschutzgebiet mit hohem botanischen und ornithologischen Wert bekannt, aufgrund der ausgedehnten Schilfgürtel und Schwimmzonen. 1914-1918: Durch die enge Lage zur Frontlinie wird das Schloss im Ersten Weltkrieg so stark beschädigt, dass nur noch die Fassade steht. Auch der Parkwald wird stark in Mitleidenschaft gezogen. 1925-1929: Das Schloss wird in einer kleineren und schlichteren Version wiederaufgebaut im Auftrag des Architekten J. Gunst (Ostende). Der Gesamteindruck des Schlosses mit seinen beiden runden Eckhäusern, dem Kapellenvolumen und dem polygonalen Turm wird jedoch respektiert. Der Park selbst wird nicht mehr in seinem ursprünglichen Zustand neu angelegt, wodurch einige Sichtachsen verschwinden. 1940-1944: Während des Zweiten Weltkriegs wird das Dach des Schlosses beschädigt. Die kegelförmigen Turmspitzen der beiden runden Türme werden nicht mehr wiederhergestellt. 1978: Das Blankaart-Gut wird Naturschutzgebiet. Eclectisches Schloss aus den 1920er Jahren auf etwa rechteckigem Grundriss. Volumen aus drei breiten Achsen und zwei Etagen auf Kelleretage unter einem Schieferdach mit eisernem First und hoch aufragenden Schornsteinen. An beiden Seiten flankiert von halbrunden Eckhäusern mit überkragenden Dachüberständen auf Konsolen, jedoch ohne kegelförmige Turmspitzen (vgl. oben). Rote Backsteinarchitektur in Kombination mit dem Einsatz von weißem Naturstein, u.a. für das Sockelgeschoss, die vertikale Rhythmisierung durch durchgezogene Natursteinrisalite mit krönenden Dachgauben, die durchgehende Gesims und dekorative Elemente. Ausgeprägtes Mittelrisalit mit vorgelagerter fächerförmiger Treppe aus blauer Hartstein. Zentrale Rundbogen-Tür am äußersten Ende vertikal gerhythmiert durch die Superposition von zwei gerundeten und zusammengesetzten Dreiviertelsäulen aus blauer Hartstein und darüber zwei gekannelierten Pilastern mit dazwischen einer Rundbogen-Nische. Gekoppelte Dachfenster in einem zusammengesetzten Natursteingiebel mit dem Wappen von Coninck de Merckem. Die übrigen Achsen werden durch Naturstein-Drei-Lichtfenster rhythmisiert und von gekannelierten Pilastern mit zusammengesetzten Kapitellen, sowie auf den Brüstungen mit geschnitzten Emblemen der Landwirtschaft (Ernte) und Fischerei verziert. Das gleiche gilt für die schlichtere, asymmetrische Rückfassade mit einer Rundbogen-Tür in einem durchgezogenen Natursteinrisalit mit gekoppelten Pilastern und krönendem Giebel. Im Nordwesten, polygonaler offenen Treppenturm mit auskragendem Oberbau auf Natursteinkonsolen mit rundbogenförmigen Glockenöffnungen und achteckigem Turm. Im Südwesten, verkürzter Winkel mit rechterckiger Anordnung einer niedrigeren Kapelle unter einem schiefergedeckten Satteldach mit dreiseitigem Chorschluss und geschnittenen Stützpfeilern. Mehr oder weniger symmetrisch angeordneter Innenraum: zentrale Vestibül mit durchgehender Halle rechts mit Gedenktafel zur Gründung des ersten Schlosses und links ein Treppenhaus mit Eichenholztreppe. Weitere Räume mit weitgehend erhaltenem Interieur: u.a. Eichenholzvertäfelungen, Paneeltüren, Parkett, Kamine und Stuckdecken. Kapelle mit schlichtem Innenraum mit hölzernen Spitztonnengewölbe und drei abstrakten Glasfenstern von 1959 im Auftrag von Michel Martens (Brügge), vgl. signiert. Darüber hinaus im Park: schmiedeeiserne Bogenbrücke, erhaltener Eiskeller sowie Reste ehemaliger Sichtachsen, u.a. in Höhe der sogenannten Schlosswiesen. Im Westen, angrenzend an den Blankaartsee: außergewöhnliches Entenhaus, früher verwendet zum Fangen von Enten. Mit Hilfe eines Hundes wurden die Enten in ein immer schmaler werdendes Fangrohr getrieben, das oben mit Hühnerdraht abgedeckt war. HOUWEN P., De Blankaart und seine Geschichte, in De Belgische Natuur- und Vogelreservaten, 25ste Bulletin, 1977, S. 32-34. KESTELOOT E., Geologie und Geografie von De Blankaart, in De Belgische Natuur- und Vogelreservaten, 25ste Bulletin, 1977, S. 35-40. MEUL V., Joseph Schadde, Akademiker und historisierender Baumeister in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in Monumenten und Landschaften, Jg. 13, Nr. 6, 1994, S. 8-61. PRIEM V., Schlösser und Landhäuser in der Westhoek, Zweiter Teil, Ieper, 1998, S. 26-33. VANDENBUSSCHE M., De Blankaart ein naturhistorisches Denkmal in unserer Polderlandschaft, Diksmuide, 1991. (Abschlussarbeit Touristenführer).

Datenquelle

Datenquelle: Missiaen, Halewijn & Vanneste, Pol

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Adresse: Iepersteenweg 54, Diksmuide

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