Oudenaarde wurde an der linken Seite der Schelde gegründet, die lange Zeit die Grenze zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich bildete. Im Jahr 1030 ließ Graf Boudewijn IV. von Flandern dort eine Burg bauen. Der Turm von Oudenaarde (turris Aldenardensis) sollte als Gegenstück zu der Festung dienen, die der deutsche Kaiser auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses in Ename hatte errichten lassen. Im dreizehnten Jahrhundert wurde der Bergfried durch ein größeres Schloss ersetzt.
Graf Philipp von Elsass gab der Stadt 1150 ein Stadtrecht. Nach und nach entstanden zwei städtische Festungen; Oudenaarde auf der linken und Pamele auf der rechten Seite der Schelde. Erst im Jahr 1558 verschmolzen beide Stadtkerne. Oudenaarde verlor seine Befestigungen nach der Schlacht bei Bouvines im Jahr 1214 und wurde 1383 von Gent eingenommen.
Die Stadt ist auch in die Geschichte als Geburtsort von Margaretha von Parma eingegangen. Kaiser Karl V. zeugte in Oudenaarde ein Kind mit der Weberstochter Johanna von der Gheynst. Ihr Kind sollte von 1559 bis 1567 als Statthalterin der Niederlande regieren.
Im Jahr 1555 trat Kaiser Karl als Herr der Niederlande zurück. Er wurde von seinem Sohn Philipp II. abgelöst. Unter dessen Terrorregime kam die Oudenaarder Teppichindustrie nahezu zum Erliegen. Dies war zu jener Zeit die wichtigste Einkommensquelle für Oudenaarde, und folglich gab es 1556 mehr als achttausend Arbeitslose in der Stadt. Mit dem Kommen von Alva emigrierten zahlreiche Städter in die nördlichen Niederlande. Dieser Zustand dauerte an, bis Alexander Farnese die Stadt Oudenaarde am 6. Juli 1582[2] einnahm. Inzwischen war die Bevölkerung von Oudenaarde jedoch halbiert worden.
Im Ersten Weltkrieg wurde während der Schlacht an der Schelde am 1. November 1918 unter anderem die Sint-Walburgakerk stark beschädigt. Darüber hinaus wurden auch die Kirchen von Bevere, Eine und Heurne bei dieser Schlacht zerstört. Nachdem sich die Alliierten im November 1918 neu formiert hatten, wurde Oudenaarde von den Deutschen mit Giftgas angegriffen. Dabei gab es viele zivile Opfer.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Oudenaarde erneut beschossen. Die Schäden waren damals jedoch begrenzt. Dennoch dauerte es bis zum Jahr 1949, bis auch dieser Schaden vollständig behoben war.
Bis ins neunzehnte Jahrhundert war die Stadt von Stadtmauern umgeben. Im zwanzigsten Jahrhundert wurde die Innenstadt aufgebrochen. Auf dem Stadtplatz wurden einige alte Giebelhäuser abgerissen. Dadurch entstand der breite Zugang zum Markt. Erst im Jahr 2006 wurde das „Loch im Markt“ wieder geschlossen.
Einst schlängelte sich noch ein Seitenarm der Schelde durch das Zentrum der Stadt. In den fünfziger Jahren wurde dieser jedoch weitgehend zugeschüttet. Bis heute sind noch Überreste dahinter der Stadtbibliothek und im Stadtpark zu sehen.
Quelle: Wikipedia
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