In den Feldern von Opdorp
Ein Riesenkalifornischer Mohn (poppy), als Erinnerung an das Grauen des Ersten Weltkriegs, wurde am Sonntag, den 23. Juni 2019, von der lokalen Handelsorganisation, der M.O.L., der Gemeinde Opdorp geschenkt.
Der Schöpfer der Statue ist Arjen Moerzeke. Der Dorfpoet Leonard Segers hat hierbei eine freie Übersetzung des berühmten Gedichts des kanadischen Soldaten John McCrae gemacht. Dieser verfasste am 8. Dezember 1915 eine eindringliche Beschreibung der sinnlosen Kriegsgreuel an der Yser-Front.
2018 wurde in Opdorp, wie in vielen flämischen Gemeinden, daran erinnert, dass der Große Krieg vor 100 Jahren beendet wurde. Auch in Opdorp wurde gekämpft. In den letzten Septembertagen 1914 wurde der deutsche Einmarsch durch das belgische Militär, das sich hinter die Antwerpener Festungslinie zurückgezogen hatte, aufgehalten.
Durch den Widerstand in den umliegenden Dörfern hatte das belgische Heer die Möglichkeit erhalten, Antwerpen zu verlassen und sich über das Waasland bis in die Westhoek zurückzuziehen. Bei den Kämpfen in unserer Region während dieses unruhigen Septembermonats fielen Hunderte belgische und deutsche Soldaten.
Am 26. und 27. September 1914 fand die Schlacht von Buggenhout statt, hauptsächlich in dem Gebiet zwischen Buggenhoutwald, Opstal und der Hohen Linde. Von belgischer Seite wurde diese Schlacht aus dem Schloss und dem Kloster in Opdorp koordiniert, wo sich zu diesem Zeitpunkt der Generalstab des belgischen Heeres aufhielt. Die Mädchenschule wurde in ein Krankenhaus umgebaut, als vorgeschobene Sanitätsstelle des Krankenhauses von Sint-Amands. In Opdorp steht die Dries voller Kriegsgerät. Das Dorf sieht aus wie eine Garnisonsstadt!
Am 29. September beginnt das deutsche Heer mit vorbereitenden Artilleriefeuern. Daraufhin greift die 13te Ersatz-Kompanie, verstärkt durch Pioniere, über Malderen – Bockxheide in Richtung Holstraat und Opdorp an. Bei den Kämpfen fallen 18 Deutsche. Es fielen 8 belgische Grenadiere, 19 wurden verletzt. So gibt es nicht nur Tote an der Grenze mit Malderen (am Kapelleken), sondern auch in der Vekenstraat, im Feldweg ‚Manhouten‘ und in der Damstraat.
Die Deutschen geraten dann unter Artilleriebeschuss des Forts von Liezele. Opdorp fällt gegen Mittag in deutsche Hände. Am Abend ist Sint-Amands erobert. Nach den Belgern nutzen die Deutschen nun die Dries als Lagerstätte für schweres Kriegsgerät. Und wie bei den Belgen nimmt die deutsche Militärführung im Schloss Quartier.
Die Beschießungen der Opdorp Kirche und des Dorfzentrums vom Fort Liezele aus sollten bis zur Kapitulation am 10. Oktober 1914 andauern.
In den ersten Kriegstagen im Oktober wurden der Glockenturm und die Westfassade der Kirche getroffen, wobei die Glasfenster zerbrachen.
Unser Dorfpoet, Leonard Segers, ließ sich von ‚In Flanders Fields‘, dem berühmten Gedicht von John McCrae, inspirieren.
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Adresse: Dries 41, 9255 Buggenhout, Vlaanderen
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