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Nach der Gründung des Collegium Pro America Latina kam eine Bewegung belgischer Priester von Leuven nach Lateinamerika in Gang. Doch neben einem Abfahrtsort war es auch ein wichtiger Ankunftsort: Die zweisprachige Universität übte eine große Anziehungskraft auf lateinamerikanische Intellektuelle und Geistliche aus. Einer von ihnen war der Kolumbianer Camilo Torres. Er arbeitete in der Hauptstadt Kolumbiens, Bogotá, als Studentenpriester und gründete die Fakultät für Soziologie. Er wurde jedoch auf Nachfrage des Kardinals aufgrund von kommunistischen Sympathien aus dieser Position entfernt. Er schloss sich der bewaffneten Guerilla an und wurde am 15. Februar 1966 von einer Patrouilleneinheit des kolumbianischen Militärs erschossen.
Als Ehrung nannte die Universität Leuven 1970 die neue Studentenresidenz im brutalistischen Stil nach ihm.
Es war lange die einzige gemischte Studentenresidenz in Leuven, eine Form der Koexistenz, die damals noch mit viel Argwohn und nur unter bestimmten Bedingungen geduldet wurde. Sie hatte lange Zeit ein progressives und sogar revolutionäres Image. Quelle: KU Leuven Walking Tours
Camilo Torres Restrepo (Bogotá, 3. Februar 1929 – Santander (Departement), 15. Februar 1966) war ein kolumbianischer Priester und Vorreiter der Befreiungstheologie.
Camilo Torres Restrepo wurde 1929 in Bogotá als jüngstes Kind in eine wohlhabende Diplomatenfamilie geboren. Und obwohl der begabte junge Mann über viele zukünftige Möglichkeiten verfügt, entscheidet er sich doch, sein Leben Gott und dem Nächsten zu widmen. Als Seminarist wird er bereits bald mit der drückenden Armut und den vielen sozialen Ungerechtigkeiten (Großgrundbesitz, Analphabetismus) in seinem Land konfrontiert. Zudem ächzt Kolumbien unter der legalisierten Ausbeutung durch Multinationale (insbesondere im Bergbau und auf Plantagen) aus den USA. Quelle: Wikipedia
Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1954 geht er auf Anregung von Kardinal Luque zur Katholischen Universität Leuven, um dort politische und soziale Wissenschaften zu studieren. Besonders die Universität Leuven öffnete damals ihre Türen weit für die zukünftige lateinamerikanische Intelligenz. In Leuven herrschte damals eine Atmosphäre des christlich inspirierten Arbeiterkampfes und des theologischen Erneuerungsdrangs. Dieser frische Wind wird einige Jahre später auch beim Zweiten Vaticanum zu spüren sein, zu dem Torres ebenfalls konsultiert werden wird. Als Student gerät er unter den Einfluss wichtiger Persönlichkeiten der späteren Befreiungstheologie. So freundet er sich mit François Houtart und Gustavo Gutierrez an. Als Vize-Rektor des Lateinamerikakollegs, wo auch der Flamen Frans Wuytack und Bischof Óscar Romero studierten, knüpft er Kontakte zu verschiedenen sozial engagierten lateinamerikanischen Studenten und bildet eine Studiengruppe zu sozialökonomischen Problemen. Neben seinem Studium tritt er auch als engagierter Priester auf, so wie bei Abbé Pierre in Paris, wo er auch mit dem algerischen Widerstand in Kontakt kommt und auch
Address: Brusselsestraat 159, 3000 Leuven, Vlaanderen, Belgium
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