Datenquelle: Jan Rymenams
Wir stehen hier bei den Gebäuden der neuen Krankenhäuser aus dem Jahr 1703. Das Krankenhaus bestand erstmals aus zwei benachbarten Sälen, nämlich für Männer und Frauen: ein Novum in einer Zeit, in der die städtischen Hospitäler insgesamt wenig in Neubauten investierten.
Dieser Bau muss jedoch im Kontext der damaligen politischen Situation betrachtet werden. Die Truppen Ludwigs XIV. besetzten die südlichen Niederlande. In unserer Region wurde eine Verteidigungslinie errichtet – die sogenannte französische Linie – in der Aarschot eine zentrale Rolle spielte. Philipp V. ordnete an, dass die städtischen Hospitalen für die kranken Soldaten sorgen sollten. Für ein kleines Krankenhaus wie Aarschot waren die Einrichtungen unzureichend. Jean Anthoine Josier, Trésaurier Générale de l’extraordinaire des guerres, und seine Frau Françoise Rabaud sorgten für die notwendigen Mittel. Dies wurde in einem großen Gedenkstein verewigt, der an der Mauer angebracht wurde.
Erst in dieser Zeit wurde ein Arzt engagiert, um den Schwestern zur Seite zu stehen. Zuvor war das im besten Fall ein Chirurg.
Von nun an sprechen wir vom St. Elisabeth-Hospital. Diese Namensänderung war nicht zufällig. Zahlreiche Krankenhäuser tragen diesen Namen, der Elisabeth von Thüringen gewidmet ist.
Soldaten brachten Krankheiten mit. Bereits beim Bau dieses Krankenhauses war ein separater Friedhof erforderlich. Eine gefürchtete Krankheit, die mit den Truppen reiste, war die ‘rote Lauf’ oder Dysenterie, auch ‘soldatensiecte’ genannt.
Eine extrem schwere Epidemie trat 1783 auf. Durch den Ausbruch des Vulkans Laki in Island wurde es ein kalter Winter, monatelang war eine Schwefelwolke zu beobachten und die Ernte war schlecht. Es gab wenig Trinkwasser… Ideale Bedingungen für einen Ausbruch von Dysenterie im Herbst.
Am 5. September wurde in Aarschot das erste Opfer beerdigt und am 11. Dezember das letzte. In einem kurzen Zeitraum von sieben Tagen starben sage und schreibe 78 Gemeindemitglieder.
Die Stadtverwaltung von Aarschot lobte in einem Schreiben vom 14. November 1783 an die zentrale Autorität in Brüssel den selbstlosen und effizienten Einsatz der Grauen Schwestern. Laut diesem Schreiben war die Krankheit eingedämmt, seit die Stadtverwaltung beschlossen hatte, die Kranken ins Krankenhaus zu schicken.
Und das könnte stimmen: Die Isolierung der Kranken in einer Umgebung, in der sie gut versorgt wurden, insbesondere gewaschen und ausreichend zu essen und zu trinken bekamen, war entscheidend für die Heilung.
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