Aarschot und Architektur. Ein Belle-Époque-Haus mit seltener Fliesenkeramik

Source: Jan Rymenams

Description

(Statiestraat 51)

Nach dem Gedenkstein wurde dieses Haus im Jahr 1904 erbaut und hat die alliierte Bombardierung im Mai 1944 gut überstanden. Am 2. Februar 1924 wird die Wohnung von Brigittes Großvater Joannes Amandus Raskin gekauft. Die Familie hat 10 Kinder und nach dem Tod von Vater Raskin wird die Wohnung zu Beginn des Krieges, nämlich am 11. Oktober 1940, im Erbe Anna Maria Gerardina Mathildis Raskin (°Stevoort 11/2/1896), Lehrerin in Aarschot, zugeteilt.

Den Architekten kennen wir nicht.

Was fällt hier auf?

Die Wohnung ist ein schönes Beispiel für Häuser, die am Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg erbaut wurden. Was den asymmetrischen Fassadenplan betrifft, steht hier ein scheinbar freistehendes Haus mit drei Achsen und der Eingangstür im Vordergrund. Daneben sehen wir eine etwas nach hinten versetzte vierte Achse.

Das Ganze hat mit dem Treppengiebel einen leicht „mittelalterlichen“ Eindruck. Die Inspiration kommt natürlich aus unseren mittelalterlichen Häusern, aber weiter gibt es eigentlich keine Ähnlichkeit. Hinter diesem Giebel befindet sich jedoch ein fast vollwertiger Raum, wie die drei Fenster belegen. Dies im Gegensatz zu dem benachbarten Haus, dessen Treppengiebel nahezu rein dekorativ ist. Es gibt sowohl Pinakel als auch Mauerleisten.

Die mittelalterlichen Speklagen sind hier durch Schichten aus bunten Backsteinen, nämlich gelb und blau, ersetzt worden. Besonders das Blau fällt auf und akzentuiert nicht nur die Schichten, sondern vor allem die Formen um die Bögen rund um die Fenster.

Es gibt einen schwer unterstützten Balkon mit Schmiedeeisen. Da es aus Schmiedeeisen ist und somit von Hand gefertigt, ist es relativ einfach. Aber es kann auch komplizierter sein, wie der Balkon des Hauses nebenan.

Die Fassade besteht hauptsächlich aus roten Backsteinen in einem regulären Kreuzverband. Es gibt eine schwere Sandsteinsohle, die aus „Blöcken“ besteht, die auf verschiedene Weise bearbeitet sind. Es gibt sandsteinene Wasserlisten.

Es gibt ein Kellergeschoss, wahrscheinlich über das gesamte Haus, wie die Kellerfenster belegen, aber hier gibt es keinen bel-etage. Dennoch gibt es eine Stufe zu den Erdgeschossräumen.

Die Wandöffnungen sind verhältnismäßig hoch. Die Fenster sind rundbogig. Über der Tür haben wir ein Oberlicht in Form eines Hufeisens, das stark an den Einfluss des Art Nouveau erinnert.

Außerdem fallen uns die sehr bewussten Aussparungen auf, in denen Kacheltableaus mit einer figürlichen Darstellung, schwer umrahmt, untergebracht sind.

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts gab es Architekten, die für mehr Farbe in der Fassade plädierten. Um dies zu realisieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zunächst einmal geht es um die Verwendung von bunten Backsteinen. Die Backsteinindustrie hatte in dieser Zeit einen hohen Aufschwung, sowohl in Bezug auf Automatisierung als auch auf Techniken. Wir haben bereits gesehen, dass gelbe und braune Backsteine während des Interbellums oft für die Fassade von Reihenhäusern oder sogar für den gesamten Bau von freistehenden Wohnhäusern verwendet wurden. Wir haben gerade Beispiele für gelbe und weiße Steine für die gesamte Art-Nouveau-Fassade gesehen. In den - mehr oder weniger eklektischen - Häusern der Belle Époque wurden ebenfalls oft bunte Backsteine verwendet, nicht selten in Mustern oder größeren Farbflächen. Gelb scheint favorisiert zu werden, aber es werden auch Akzente mit blauen und grünen Backsteinen gesetzt. Diese Backsteine konnten nicht nur „unbehandelt“ matt sein, sondern auch glasiert.

Darüber hinaus entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Keramikindustrie, die ebenfalls Produkte für den Bau lieferte. Unter anderem entwickelten sie die Kacheltableaus mit figürlichen Darstellungen, die in eine Fassade integriert werden konnten. Hier sehen wir mehrere solcher Tableaus, zweifellos produziert von der Manufacture de Céramiques – Majoliques de Hasselt. Auf einem der Abbildungen sehen wir den Orleans-Turm. Übrigens ähnelt das gesamte Bild den zahlreichen Postkarten, die von diesem Ort gemacht wurden. Es ist daher wahrscheinlich, dass dieses Tableau maßgefertigt wurde. Das war in dieser Zeit keine Seltenheit.

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