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Graffiti sprühen ist illegal und die Strafen, die dafür verhängt werden, sind nicht gering. Wenn du während des Sprühens erwischt wirst, riskierst du acht Tage bis zu einem Jahr Gefängnis und eine Geldstrafe, die zwischen 130 € und 10.000 € variiert. Und doch scheint das alles andere als abschreckend zu wirken. Viele Fassaden wurden im Laufe der Jahre mit einer farbenfroheren Hülle versehen, die eine schöner als die andere ist. Um das ‘wild Sprühen’ innerhalb von Grenzen zu halten, beschloss die Stadtverwaltung von Gent - auf Initiative des Schepen Rudy Van Quaquebeke - 1996 eine Reihe von Duldungszonen für Graffiti einzurichten. Das Werregarenstraatje ist eine davon. Herr Van Quaquebeke konnte seine Mit-Schepen so für seine Pläne begeistern, dass die Stadtverwaltung nicht nur 2 Straßen und eine Reihe von Urinalen den Graffitischreibern zur Verfügung stellte, sondern diesen Menschen auch umgehend ein paar Töpfe Farbe kostenlos beisteuerte. Natürlich konnten die Künstler damit nichts anfangen, denn Graffiti muss gesprüht werden.
Graffiti mag dir vielleicht wie eine zeitgenössische Plage erscheinen, aber zu Beginn unserer Zeitrechnung war man bereits mit dem Phänomen vertraut. Ja, ja, unsere römischen Vorfahren hatten die Angewohnheit, die Wände mit allerlei zu beschmieren. Natürlich verwendeten sie dafür keine Farbe, sie kratzten fröhlich ihren Namen (‘Julius war hier’), ihren Beruf, politische Kommentare, Fluchworte oder Empfehlungen für irgendeine Prostituierte in die Wände. Das Wort ‘Graffiti’ ist daher vom italienischen ‘graffiari’ abgeleitet, was so viel bedeutet wie ‘einritzen’.
Die schrillen Zeichnungen, die jetzt unser Straßenbild schmücken, stammen jedoch nicht aus der römischen Zeit. Diese Form von Graffiti ist aus dem New York der 1960er Jahre herübergeschwappt. Die dortigen Straßenbanden bekämpften die Langeweile, indem sie mit dem Filzstift die Wände der U-Bahn vollschrieben (in der Tat eine perfekte Möglichkeit, dein Territorium abzustecken). Bald mussten auch die U-Bahn-Wagen daran glauben. Aber weil ein Filzstift nun einmal nicht beeindruckend genug war, wechselte man zu Farbsprühdosen. Es wurde munter gesprüht, als wäre es nichts. Nach und nach begannen die Graffitischreiber, sich selbst als Künstler zu profilieren. Und wie es sich für jeden guten Künstler gehört, wollten sie natürlich ihre Werke signieren. Aber da Graffiti nun einmal in der kriminellen, weil illegalen, Atmosphäre angesiedelt ist, war es ziemlich riskant, seinen eigenen Namen unter sein Kunstwerk zu setzen. Deshalb entschied man sich für eine Art Unterschrift, die man innerhalb des Jargons TAG nennt. Der erste, der mit dieser Idee aufkam, war ein junger Grieche, der seine Werke stets mit seinem Codenamen TAKI 183 signierte. Daher das Wort ‘taggen’.
Solltest du in ein oder zwei Wochen wieder durch diese Gasse laufen, wird sie ganz anders aussehen. Beinahe jeden Tag sind hier Graffitischreiber am Werk, die fleißig eine Farbschicht über die andere aufbringen. Spürst du das Kribbeln selbst? Lass dich dann voll und ganz gehen, denn hier ist es erlaubt!
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