Burg Bürresheim

Beschreibung

Das Schloss Bürresheim (Deutsch: Schloss Bürresheim) befindet sich im Tal der Nette, nordwestlich der deutschen Stadt Mayen bei Sankt Johann (Rheinland-Pfalz). Dank der strategischen Lage der Burg im Grenzbereich zwischen Kurköln und Kurtrier bestimmten die Kurfürsten maßgeblich die Geschichte der Burg.

==Geschichte==
Die Burg taucht zusammen mit den Namen der damaligen Besitzer Eberhard und Mettfried erstmals in einem Dokument von 1157 auf. Eberhards Sohn Philipp verkaufte kurz vor 1189 seinen Anteil an den Erzbischof von Köln, Philipp I. von Heinsberg, um diesen dann als Lehen zurückzuerwerben. Auch das Erzbistum Trier sah zur Verteidigung seiner Interessen die Lage und erwarb unter Erzbischof Heinrich II. von Fistingen die andere Hälfte der damaligen Burg.

Zusammen mit den Burgen Eltz und Lissingen ist Bürresheim die einzige Burg in der Eifel, die niemals erobert oder zerstört wurde und alle Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die gesellschaftlichen Unruhen der Französischen Revolution unbeschadet überstand.

==Architektur==
Das heute als ein Gesamtbau erscheinende Komplex erhielt erst ab dem 15. Jahrhundert die heutige Hauptform. Davor waren es zwei vollständig getrennte Burgen, die nur den romanischen Bergfried aus dem 12. Jahrhundert miteinander teilten. Einst wurde die Burg mit Ringmauern und zwei Gräften verteidigt, doch die Gräften wurden geschleift und von den Ringmauern blieben nur einige Reste erhalten.

Bergfried
Der Bergfried ist der älteste Teil des Schlosskomplexes. Früher konnte der Bergfried nur durch eine hohe Öffnung in der Mauer betreten werden, doch im 17. Jahrhundert wurde von dem Innenhof aus eine feste barocke Treppe angelegt. Vermutlich wurde im 15. Jahrhundert der Bergfried um eine Etage erhöht, um dort im fünften Stock die Wohnung des Türmers einzurichten.

Kölner Burg
Der Namensgeber dieses Teils der Burg war der Initiator Erzbischof Philipp I. von Heinsberg, der das Gebäude 1339 im westlichen Teil des Komplexes errichten ließ. Es bestand aus einem großen Vorhof, von dem heute nur noch Reste der Ringmauer und der gotischen Hauptburg erhalten geblieben sind. Der Zugang erfolgte von Nordwesten über eine Zugbrücke. Die Hauptburg bestand aus dem Torbau mit doppelten Türmen, der gleichzeitig als Schildmauer diente. Dahinter befand sich ein Saalbau: ein großer Saal mit einer kleinen abgetrennten Kapelle und darunter einem Keller mit einem Tonnengewölbe.

Nach dem Ausbau der Trierer Burg ab 1659 wurde die Kölner Burg nur noch gewerblich genutzt und schließlich dem Verfall preisgegeben. Heute ist die Kölner Burg eine Ruine.

Trierer Burg
Die am ältesten erhaltenen Teile der Trierer Burg gehen auf die Landvögte von Leutesdorf zurück, die an der Grenze der Kölner Burg in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts Wohnverhältnisse errichten ließen. Alle anderen Gebäude sind in der heutigen Form unter den Herren von Breidbach entstanden. Gerhard und Johann von Breidbach ließen nach 1473 im Südosten einen dreigeschossigen Wohnsitz mit einem runden Turm bauen, der vier Meter dicke Mauern erhielt. Die oberste Turmgeschossebene aus Fachwerk wurde später hinzugefügt. Nachdem das Haus Breidbach 1659 das Eigentum über das gesamte Areal erwarb, wurde die Burg zu einem barocken Wohnschloss ausgebaut. Zwischen dem runden Turm und dem Vogthaus entstand ein großer südlicher Flügel, während in der Zeit von 1698–1700 durch Georg Rheinhard von Breibach die letzte Lücke zwischen dem Bergfried und den gotischen Wohnanlagen mit dem sogenannten Kapellenbau geschlossen wurde. Ungewöhnlich ist, dass der Erbauer im Gegensatz zur früheren Praxis die Kapelle nicht im Erdgeschoss, sondern im ersten Stock einrichten ließ.

An der südwestlichen Ecke der Burg wurde 1683 ein barocker Garten angelegt. 1952 wurde dieser Garten rekonstruiert.

Übersetzt von OpenAI

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Kontaktinformationen

Adresse: Mayen-Koblenz, Deutschland

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