Der Geraer Mühlgraben ist rechter Seitenarm der Weißen Elster, welcher ausschließlich innerhalb der Stadtgrenzen von Gera verläuft.
Ursprünglich war der Mühlgraben ein natürlicher Seitenarm der Elster, der auch das Wasser vom Gessenbach mitsamt Zaufensgraben sowie vom Leumnitzer Bach und Bieblacher Bach aufnahm. Alternativ kann der ursprüngliche Mühlgraben auch als Unterlauf des Gessenbaches angesehen werden, in den ein Abzweig der Elster und die genannten Bäche mündeten. Sein Verlauf änderte sich ebenso wie bei der Elster des Öfteren, insbesondere nach Hochwassern in dem dortigen relativ breiten und flachen Elstertal. Begradigung und Kanalisierung im Zuge der Besiedlung des Tales waren weitere Faktoren, die den Verlauf des Mühlgrabens beeinflussten. Vor seiner Verrohrung Mitte der 1960er Jahre war der Mühlgraben als offenes Fließ 6350 m lang. Seinen Anfang nahm er wie heute oberhalb des großen Elsterwehres in Gera-Zwötzen, welches im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Er durchfloss die Stadt von Süd nach Nord und durchquerte das Zentrum nur wenige Meter westlich am Goethegymnasium und Museum vorbei. In Gera-Untermhaus mündete er mit zwei Armen um die Fasaneninsel wieder in die Elster. Die im 19. Jahrhundert errichtete Bahntrasse durch Gera kreuzt den Mühlgraben zweimal. Da der Gessenbach nach starken Regenfällen häufig Sedimente aus dem Gessental heranschwemmte und die Wasserqualität des Mühlgrabens beeinflusste, wurde dieser über den Mühlgraben in einer Trogbrücke hinweggeleitet und mündete danach direkt in die Elster. Mit dem Wiederaufbau und der Umgestaltung des zentralen Teils Geras ab Mitte der 1960er Jahre wurde der Mühlgraben zunehmend verrohrt und verschwand aus dem Stadtbild. Mit dem Bau der Südoststraßentangente wurde der Mühlgraben direkt Richtung Westen in die Elster eingeleitet. In Zusammenhang mit der Bundesgartenschau 2007 in Gera gab es Bemühungen, den Mühlgraben zu renaturieren und wieder als offenes Gewässer in das Stadt- und Landschaftsbild einzubeziehen, aber das Flussbett ist auch heute weitestgehend ausgetrocknet.
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Adresse: Gera, Deutschland
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