Eisvogel-Weg OS 14

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9,96 km
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Zuletzt überprüft: 19 Januar 2025

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Das Glanzlicht dieses Rundwanderweges ist die Ökostation, die man unbedingt vor oder nach der Wanderung, möglichst mit einer Führung, erleben muss. Deshalb soll hier ein kurzer Überblick genügen: Das 9 ha große Biotop gehört der Kreisgruppe Hof im Landesbund für Vogelschutz. Unter dem ehemaligen MdL Klaus Wolfrum entwickelte sich die Anlage zu einem Anziehungspunkt für die gesamte Region. Hauptaufgabe des LBV sind der Arten- und Biotopschutz. Außerdem gehören dem Verein noch 40 ha Grund, und weitere 30 ha Fläche werden gepflegt.

Wir gehen vom Parkplatz an der Öko-Station zur Straße Helmbrechts-Ottengrün. Der Rundweg führt rechts hinab, vorbei an der ehemaligen Brauerei, dann nach links in das Gelände (ehemalige Brauereiteiche für die Eisgewinnung, Schafstall, Gelände für Bodenbrüter, Beobachtungsturm). Wir queren den Eierbach und folgen seinem renaturierten Lauf mit den ausgeprägten Mäandern. In dem Wasser tummeln sich noch Forellen. Wir laufen am Rande der Ottengrüner Heide weiter durch eine schöne Landschaft mit reicher Flora.

Wir folgen der Markierung am Eisplatz rechts in den Fliegerweg und auf diesem befestigten Weg vorbei am Sonderflugplatz Ottengrüner Heide (Segelflugzentrum, Rundfüge) und weiter zur neuen Staatsstraße Helmbrechts-Münchberg. Wer die Abkürzung wählt, läuft hier auf dem Geh- und Radweg nach rechts bis zur Geigersmühle.

Wir aber wandern nach links und wenden uns dann an einer Unterführung nach rechts und folgen dem Feldweg zu den ersten Häusern der Straßensiedlung Haide und weiter zur Hauptstraße. Der Ort, erstmals 1801 als „Heyd“ genannt, entstand einst „uf der Heide“ mit den großen Heidekrautflächen.

Eine vormalige Siedlung Dürrengrün (auch Neuengrün) östlich der Straße, ging wahrscheinlich, wie andere Ansiedlungen auch, in den Fehden der Kulmbacher Markgrafen mit den Vögten von Weida zu Beginn des 15. Jahrhunderts unter. Die Straße führt uns abwärts zu der von Sagen umwobenen Zimmermühle (im Hof eine alte Linde) an der Selbitz, wo wir nach der historischen Selbitzbrücke nach rechts auf einen Feldweg, vorbei am ehemaligen Mühlteich, zum Wald abbiegen. Die alte Brücke ist überbaut und noch sichtbar. Auf einem Waldweg wandern wir weiter zu den Mäandern der Selbitz.

Ein wahrer Höhepunkt der Wanderung ist der alte Steinbruch, ein Biotop. Danach erreichen wir das Quarkloch (mit Sagentafel, Holz-Gänsen und Querkela-Skulptur am Ende eines ausgewiesenen, kurzen Bergpfades), ein überwucherter Stolleneingang, und zwar dort, wo uns das Rinnsal von links entgegenfließt. Hier und im nahen Steinbruch finden sich nach Otto Knopf Eisenglanz, Kupfer- und Schwefelkies, Spuren von giftiggrünem Malachit und Manganmulm (Mulm = verwittertes Gestein) mit Nestern von Bergkristallen.

Wir folgen der, uns schon eine Weile begleitenden, Markierung des Querkela-Weges, bis sie nach links abzweigt. Querkel sind Waldgeister und Zwerge, die einst ahnungslose Holzsammler und Schwammasucher mit ihrem Schabernack neckten. Wir laufen im Wald auf einem Pfad weiter bis zu einer Wegegabelung. Dort wenden wir uns nach rechts und überqueren die Selbitz auf einer Metallbrücke und gehen auf einem Wiesenpfad zum Waldrand.

Wir wandern links am Waldrand hinauf zum Weg, folgen ihm nach links und kommen nach dem "Zwergenwald" genannten Wald auf einen Wirtschaftsweg hinüber zur Staatstraße und geradeaus weiter zur Geigersmühle auf der anderen Straßenseite am Rande des Industriegeländes. Hier mündet am Geh- und Radweg die Abkürzung ein.

Die Mühle war bis 1373 sparneckisch, danach markgräflich. Nach Otto Knopf stand früher dort Keferngrün, das vermutlich am Anfang des 15. Jahrhunderts zerstört wurde. 1562 kaufte sie Fritz Geyer. Heute ist die stillgelegte Mühle mit den Naturdenkmalen (2 Eichen, 2 Ahorn, 1 Kastanie) wieder in Privatbesitz und wird als Gaststätte bewirtschaftet.

Wir laufen den Wirtschaftsweg zwischen Geigersmühle und dem Gewerbegebiet A 9 Mitte, dem Mühlbach folgend, geradeaus weiter durch das herrliche Selbitztal. Danach führt unsere Wanderroute auf einem Pfad durch den Wald, am Waldrand rechts hoch, dann links auf einem Wirtschaftsweg zur Ortsverbindungsstraße. Dieser folgen wir nach Ottengrün und freuen uns dabei über die Ausblicke auf Helmbrechts, auf das „Tor zum Frankenwald“ mit dem 678 m hohen Kirchberg und dem Turm.

Wir verlassen den Ort in der Dorfmitte nach rechts und gehen nach ca. 50 Metern links auf dem Gemeindeverbindungsweg in Richtung Wald. Weiter laufen wir auf einem Fahrweg, wenn wir dem Bahnkörper folgen, haben wir bald den Rand der Ökostation des Landesbundes für Vogelschutz erreicht. Wir kommen am Eierbach entlang durch dieses Naturparadies bis zur Unterwasserstation, gehen dort über die Brücke links hinauf und wieder zurück zum Parkplatz an der Ökostation, am Rande der zwischen 600 und 700 m hoch am NW-Rand der Münchberger Gneismasse gelegenen Stadt Helmbrechts.


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