Kamp Twilhaar

Datenquelle: GroeneHartstocht

Beschreibung

Kamp Twilhaar, gelegen zwischen Nijverdal und Haarle in Overijssel, wurde 1940 erbaut, um obdachlosen Männern Unterkunft zu bieten, die auf der Sallandse Heuvelrug arbeiten mussten. Zwei Jahre lang lebten in Twilhaar arbeitslose Fischer und Seeleute aus der Nähe von Katwijk und Scheveningen, bis sie Platz für jüdische Zwangsarbeiter machen mussten.

Am 10. Juli 1942 kamen die ersten jüdischen Männer mit dem Zug an. 'Es waren alles Menschen aus der Stadt Groningen. Noch voller Mut und Humor', notierte der Lagerverwalter Henner Hoijmann nach dem Krieg. Nach den Groningers kamen auch Männer aus Tilburg und Amsterdam. Twilhaar bot schließlich Platz für knapp hundert jüdische Zwangsarbeiter.

Das Lager bestand aus zwei langen Wohnbaracken mit insgesamt zwölf Wohneinheiten. Es gab auch eine Kantine, eine Küche mit Wohnraum für den Koch/Verwalter, einen Waschraum und einen Schillenraum. Maurits van Adelbergen schrieb nach einer Woche Zwangsaufenthalt im Lager: 'In jedem Zimmer liegen 8 Menschen, während es für jede Gruppe einen Aufenthaltsraum gibt (…) Das Essen ist annehmbar, es kann natürlich nicht wie zu Hause sein, aber es ist mit ein wenig Kunst und Geschick ganz gut machbar.'

Ein Arbeitstag dauerte von morgens 7.00 Uhr bis nachmittags 16.45 Uhr. Unter der Aufsicht von Mitarbeitern von Staatsbosbeheer mussten die jüdischen Zwangsarbeiter sandigen Boden mit Kieseln und Steinen abtragen, Heide entfernen, Bäume roden und Straßen anlegen. Die meisten Männer waren diese körperlich schwere Arbeit nicht gewohnt.

Im Laufe der Zeit verschärfte sich das Regime in den meisten Arbeitslagern. Die Freizeitabende wurden gestrichen und die Männer mussten sehen, wie sie sich selbst zurechtkamen. Izaak van Berg schrieb: 'Gestern Abend hatten wir zwei Gäste auf Teebesuch. Jeder bringt einen Stuhl und eine Kleinigkeit mit und wir hatten einen gemütlichen Abend. So verbringen wir unsere Freizeit und müssen das Beste daraus machen.'

Maurits van Adelsbergen schrieb: 'Wir bekommen hier schärfere Bestimmungen. Rauchen und Bewegungsfreiheit sind bereits verboten. Nächste Woche müssen wir, glaube ich, exerzieren und marschieren von und zur Arbeit, öfter Appell halten, vielleicht Zensur auf Post und Pakete.' Diese Zensur wussten die Lagerbewohner mit Hilfe von Kontaktpersonen in Nijverdal zu umgehen; mit ihnen wurde geregelt, wie Post und Pakete von zu Hause doch heimlich empfangen werden konnten.

Am Donnerstagabend, dem 1. Oktober 1942, herrschte eine äußerst nervöse Spannung im Lager, als Gerüchte umgingen, dass SS-Männer im Anmarsch seien. Am nächsten Tag mussten die Männer zu Fuß zum Bahnhof in Nijverdal gehen. Von dort aus wurden sie unter dem Vorwand der Familienzusammenführung ins Lager Westerbork geschickt.

Einige Zeit nach dem Abgang der jüdischen Zwangsarbeiter wurde das Lager gereinigt und aufgeräumt. Evakuierte füllten die freigewordenen Schlafplätze auf. Ende 1944 errichtete der deutsche Besatzer in der direkten Umgebung des Lagers eine Startbahn für VI-Raketen. Das Gebiet um die Abschussvorrichtung wurde zur 'Sperrzone' erklärt und das Lager Twilhaar musste geräumt werden. Anfang 1945 konnten die Bewohner zurückkehren.

Am 22. März 1945 wurde Nijverdal bombardiert. Viele Familien wurden obdachlos und für sie bot das Lager Twilhaar eine vorübergehende Lösung. Aber auch deutsche Soldaten, kanadische Befreier und zurückgekehrte Zwangsarbeiter sollten das Lager noch bevölkern.

Als die letzten Bewohner gegangen waren, verlor das Lager seine Funktion. Die Baracken wurden in Teilen abgebaut und an Käufer verkauft.

Datenquelle

Datenquelle: Werkkamp Twilhaar

Übersetzt von OpenAI

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