Datenquelle: Van Harte Eijsden Margraten
Sint-Barbarakirche, Scheulder
Eingleisige Kirche mit einem Schiff von drei Jochen, einem viergliedrigen Turm mit verjüngtem Spitzdach auf der Nordseite und einem halbrunden Altarraum auf der Ostseite. Die Längsachse der Kirche verläuft in Nord-Süd-Richtung. An den Altarraum ist eine Sakristei angebaut, die auf der Ostseite einen jüngeren Anbau hat.
Baugeschichte
Das Kirchdorf Scheulder verdankt seinen Namen dem Gasthaus für die sogenannten H. Geestarmen, bedürftige Fremde, die nicht zur Gemeinde gehörten. Der erste Hinweis auf ein Gasthaus, wo die Armen "sjölen", d.h. einen Zufluchtsort fanden, stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. 1631 muss das Gasthaus bereits gestanden haben, und im Register der Deliberationen steht unter dem Jahr 1879 der Vermerk: "Die alte Kapelle scheint von der graflichen Familie De Merey von Argenteau errichtet worden zu sein". Das Gasthaus stand gegenüber der heutigen Kirche. Am Gasthaus war eine Kapelle angeschlossen, die erstmals 1645 erwähnt wurde. Diese Kapelle war St. Barbara geweiht. Ihr Abbild, eine aus der Kapelle stammende spätmittelalterliche Holzskulptur, hat noch immer einen Ehrenplatz am dem Heiligen gewidmeten Seitenaltar. Die Kapelle hatte verschiedene Benefizien mit dem Ziel, dass an Sonn- und Feiertagen die Messe gelesen werden konnte. Dies geschah von Wittem aus. 1803 wurde die alte Kapelle zur Rektoratskapelle erhoben. 1850 wurde Grund für den Bau einer neuen Kapelle gestiftet. An der Stelle des alten Gasthauses mit Kapelle steht jetzt ein modernes Wohnhaus. Am 15. April 1850 schenkten das Ehepaar Theodoor Ploumen und Birgitta Jacobs ihre an der Scheulderdorpsstraat gelegene Obstplantage, die "sechs Ruten und 15 Ellen im Quadrat" groß war, für den Bau einer neuen Kapelle und eines dabei anzulegenden Friedhofes an das Kirchensubrecht von Wijlre, dem Scheulder angehörte. Eine entscheidende Bedingung war, dass das Grundstück "nicht zur Kirchenfabrik von Wijlre, sondern zur eventuell zur Kirchenfabrik des genannten Scheulder gehören" sollte. Man wollte sich also von Wijlre lösen, was natürlich zu Widerstand von Gemeinde und Pfarrei führte. 1850 wurde während des Rektorats von Joh. Peter Keesmeker von der Fa. Lemmens aus Beek eine neue Kapelle auf genanntem Gelände erbaut. Durch königlichen Beschluss vom 19. Juli 1865 wurde König Willem III. das Recht verliehen, eine eigene Kirchenverwaltung zu bilden, die am 23. Januar 1866 installiert wurde. Am 28. Januar 1869 erhob Bischof Paredis Scheulder zur selbständigen Pfarrei. Die heutige Kirche datiert in ihrer Hauptform aus 1850, aber mit dem Bau des Turms und des Sängerchores in 1903-'04 wurden Änderungen vorgenommen. So wurden damals beispielsweise die Rundbogenfenster durch die heutigen neo-gotischen Fenster ersetzt. Die Kirche erlitt in der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 1944 Kriegsschäden.
Äußeres
Die Kirche ist aus sawed Mergelsteinen (Sibberstein) erbaut und hat ein mit Schiefer gedecktes Satteldach. Zwischen den gotischen Fenstern stehen Strebepfeiler mit einem kleinen Satteldach. Der Turm, ebenfalls mit Schiefer gedeckt, besteht aus vier Gliedern, in denen der Eingangsbereich und der Gesangschor auf der Straßenseite mit schräg angeordneten Strebepfeilern ausgestattet sind. Als horizontale Gliederung sind Codronleisten im flachen Mauerwerk angebracht. Das Fenster über dem Haupteingang ist spitzbögig und mit sechsmaliger Tracierung gefüllt. Die Klanglöcher sind rechteckig ausgeschnittene Lanzetten. Es gibt zwei auf jeder Seite. Das Kirchenschiff wird durch gotische Fenster mit Mittelsteg und drei- oder vierpassförmiger Kopftracierung beleuchtet. Diese Fenster wurden wahrscheinlich erst 1903-'04 anstelle von Rundbogenfenstern eingesetzt, die mehr zum Innenraum von 1850 passen. Der Priesterchor wird nur durch ein Fenster im geraden Chorrechtei beleuchtet. Der halbrunde Abschluss ist blind. Schiff und Chor werden bis knapp über die Fenster von Strebepfeilern mit einer Satteldachform abgedeckt.
Inneres
Das Innere wird durch ein verputztes Tonnengewölbe mit flachen Rippen gedeckt, die eine Fortsetzung der flachen Wandpilaster sind, die als Jocheinheiten dienen. Die Wände sind verputzt. Der Chorbereich hinter dem rundbögigen Triumphbogen besitzt ein Tonnengewölbe und einen Kalot. Auf dem Boden des Schiffs und des Chors, der eine Stufe höher liegt, liegen hell- und dunkelgraue Hartsteinefliesen. Der Raum über dem Gesangschor wird durch ein steinernes Kreuzrippengewölbe gedeckt und durch ein breites gotisches Fenster beleuchtet.
Quelle: Die niederländischen Denkmäler der Geschichte und Kunst. Die Provinz Limburg / Südlimburg - Rijksdienst für die Monumentenzorg, Zeist und Waanders Uitgevers, Zwolle, 1991. ISBN 90-6630-248-8 geb.
Datenquelle: Van Harte Eijsden Margraten
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Adresse: Scheulderdorpsstraat 70, Scheulder, Limburg, Niederlande
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