Datenquelle: GroeneHartstocht
Ursprünglich war das Anwesen Oldengaerde eines der achtzehn Havezaten in Drenthe, von denen heute nur noch sieben bestehen. Oldengaerde gehört zu den schönsten und am besten erhaltenen Havezaten. Oldengaerde ist eines der fünf Havezaten, die in oder in der Nähe von Dwingeloo und dem früheren Dieverderdingspel standen.
Etwas versteckt im Grünen liegt gleich außerhalb von Dwingeloo die Havezate Oldengaerde. Ein stattliches Haus mit einem Graben darum herum. Gemauerte Säulen betonen die ehrwürdige Fassade mit der Jahreszahl 1717. In jenem Jahr ließ Cornelis van Dongen jr. Oldengaerde nach dem neuesten Trend der damaligen Zeit umbauen. Es war derselbe Stil, in dem die Amsterdamer Kaufleute ihre Häuser entlang des Grachtengürtels bauten. Drei Jahrhunderte später illustriert dieses prachtvolle ‘Grachtenhaus’ am Westeinde in Dwingeloo den Wohlstand des früheren Drentser Adels. Dieses Gebiet um die Havezate hat eine kleinteilige, historische Struktur von landwirtschaftlichen Höfen, abwechselnd mit vornehmen Häusern, wobei die Havezate Oldengaerde buchstäblich und im übertragenen Sinne das Zentrum ist.
Oldengaerde existierte bereits im Mittelalter. Soweit wir wissen, ließ ein gewisser Reynolt van Echten kurz nach dem Jahr 1400 das erste Haus an diesem Ort erbauen. Laut Bauhistorikern muss es ein schlichtes rechteckiges Steinhaus gewesen sein. Das ganze Leben spielte sich in einem großen Raum ab, der gleichzeitig als Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Büro diente.
Die Van Echtens gehörten zum ältesten Drentser Adel. Während im Mittelalter anderswo der Adel einen festen Einfluss hatte, hatten die Ritter in der Verwaltung des Landschap Drenthe ebenso viel zu sagen wie die Bauern aus dem Dorf, die eigenes Land besaßen. Jeder ‘eigenerfde’ Bauer hatte eine Stimme auf dem Drentser Landtag. Tatsächlich waren die Ritter aber auch einfach Bauern, die von den Erträgen ihres Landes leben mussten. Oldengaerde wurde 240 Jahre lang von Mitgliedern dieser Familie bewohnt. Aufgrund ihrer Abstammung und ihres Besitzes wurden Nicolaas van Echten 1598 und Johan van Echten 1647 in den Drentser Ritterstand aufgenommen.
Etwas versteckt im Grünen liegt gleich außerhalb von Dwingeloo die Havezate Oldengaerde. Ein stattliches Haus mit einem Graben darum herum. Gemauerte Säulen betonen die ehrwürdige Fassade mit der Jahreszahl 1717. In jenem Jahr ließ Cornelis van Dongen jr. Oldengaerde nach dem neuesten Trend der damaligen Zeit umbauen. Es war derselbe Stil, in dem die Amsterdamer Kaufleute ihre Häuser entlang des Grachtengürtels bauten. Drei Jahrhunderte später illustriert dieses prachtvolle ‘Grachtenhaus’ am Westeinde in Dwingeloo den Wohlstand des früheren Drentser Adels.
Oldengaerde existierte bereits im Mittelalter. Soweit wir wissen, ließ ein gewisser Reynolt van Echten kurz nach dem Jahr 1400 das erste Haus an diesem Ort erbauen. Laut Bauhistorikern muss es ein schlichtes rechteckiges Steinhaus gewesen sein. Das ganze Leben spielte sich in einem großen Raum ab, der gleichzeitig als Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Büro diente.
Die Van Echtens gehörten zum ältesten Drentser Adel. Während im Mittelalter anderswo der Adel einen festen Einfluss hatte, hatten die Ritter in der Verwaltung des Landschap Drenthe ebenso viel zu sagen wie die Bauern aus dem Dorf, die eigenes Land besaßen. Jeder ‘eigenerfde’ Bauer hatte eine Stimme auf dem Drentser Landtag. Tatsächlich waren die Ritter aber auch einfach Bauern, die von den Erträgen ihres Landes leben mussten...
Während des Achtzigjährigen Krieges nutzte der Drentser Landadel die Gelegenheit, sich als eigene ‘Stand’ zu verhalten. 1603 erhielt der Ritterstand auf dem Landtag zum ersten Mal eine Stimme im Verhältnis zu zwei Stimmen der Eigenerfden.
Wer gehörte zum Drentser Ritterstand? Es ging um „diejenigen, die von Anbeginn dazu qualifiziert gehalten werden“, aber damit wurde die Sache nicht unbedingt klarer. Auf der Suche nach einem klaren Kriterium beschloss der Landtag, nur jemanden, der im Besitz einer ‘adligen Havezate’ war, in den Ritterstand aufzunehmen. Man gehörte also zum Ritterstand, wenn man tatsächlich in einem alten adligen Haus wohnte.
Nach jahrelangen Diskussionen gab es erst 1646 eine offizielle Liste mit achtzehn Havezaten. Eine davon war Oldengaerde. Von den alten Havezaten sind nur noch sechs übrig. Dass es in Drenthe mehr als achtzehn Havezaten gibt, liegt daran, dass man ein solches ‘Recht auf Havezate’ verkaufen konnte, wonach der neue Eigentümer dieses Recht auf sein eigenes Haus übertragen durfte.
Im Jahr 1660 übertrug der letzte Van Echten das Haus Oldengaerde an seinen Schwiegersohn Cornelis van Dongen. Die Van Dongens waren eine wohlhabende Familie. Bei dem Tod von Cornelis waren seine drei Söhne alle Eigentümer einer eigenen Havezate. Cornelis van Dongen jr. erhielt Oldengaerde. Es war dieser Cornelis van Dongen, der das Haus in großem Umfang in der sogenannten ‘Vingboons-Stil’ umgestalten ließ, nach dem Amsterdamer Architekten Philips Vingboons. Der sorgfältig angelegte Garten erhielt ein Grand Canal, wie der französische König Ludwig XIV. es bei seinem Schloss in Versailles hatte. Trotz aller Pracht und Pracht galt auch für einen Mann wie Van Dongen, dass er Bauer unter den Bauern geblieben ist. Das große Bauhaus neben der Havezate war das Zentrum des eigenen Landwirtschaftsbetriebes, wo auch der Holzbau eine wichtige Rolle spielte.
Damit sind wir bei einem anderen bemerkenswerten Bewohner der Havezate angelangt: Aalt Willem van Holthe, der durch den Holzhandel der reichste Mann von Drenthe wurde. Van Holthe kaufte Oldengaerde 1808 für einen Betrag von 20.000 Gulden. Van Holthe war einer der einflussreichsten Drentser seiner Zeit. Sage und schreibe vierzig Jahre war er Bürgermeister von Dwingeloo und saß dreißig Jahre in den Provinzständen. Neben Oldengaerde besaß Van Holthe die Havezaten Batinge und Rheebruggen in der Nähe. Eine bemerkenswerte Geschichte: Er ließ beide Häuser abreißen, als ihm auffiel, dass sie als Baumaterial mehr einbrachten als in der Vermietung. Über zwei Jahrhunderte blieb Oldengaerde von den Nachkommen von Aalt Willem van Holthe bewohnt.
Das Anwesen Oldengaerde wurde 2013 von den damaligen Eigentümern, der Familie Willinge, an Het Drentse Landschap übertragen, um das Anwesen für die Zukunft zu sichern. Het Drentse Landschap hat anschließend Pläne zur Restaurierung des Anwesens gemacht und gleichzeitig neues Leben einzuhauchen.
Das Anwesen Oldengaerde besteht aus einem Ensemble von denkmalgeschützten Gebäuden, Gärten, Gartenobjekten und Wald. Die Havezate bildet das Herzstück des Anwesens. Das Landhaus wurde bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts erwähnt. Das heutige klassizistische Erscheinungsbild erhielt das Haus um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Der auffällige Eingangsbereich im Rokoko-Stil stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Oldengaerde gehört zu den achtzehn ursprünglichen Havezaten in Drenthe, von denen heute nur noch sieben übrig sind. Das Haus ist gut erhalten geblieben, auch im Hinblick auf das Interieur.
Im Jahr 2017 wurde mit der Durchführung eines umfangreichen Projekts zur Restaurierung und Umnutzung begonnen. In der Havezate wurden unter anderem zwei Ferienwohnungen von Buitenleven Vakanties eingerichtet. Ein Teil der Havezate ist bei den ursprünglichen Eigentümern geblieben. Das Wagenhaus wurde in eine Wohnung umgebaut und auch im Bauhaus wurde eine Wohnung realisiert, neben einer Kantine für Freiwillige, Lagerräumen und einer Behindertentoilette. Der Garten des Anwesens wird von einer Gruppe Gartenfreiwilliger verwaltet. In Zukunft werden auch Führungen über das Anwesen organisiert. Neben dem Garten des Anwesens werden dann auch Teile der Havezate und des Bauhauses für die Teilnehmer der Führung besichtigt.
Datenquelle: diverse bronnen
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