Source: Groenehartstocht
Während der Bronzezeit müssen bereits Menschen in Nieuwerbrug gelebt haben. Der Beweis dafür ist ein Speerspitze aus dieser Zeit, die beim Graben der Put von Broekhoven gefunden wurde. Diese Speerspitze ist jetzt im Rijksmuseum für Altertümer in Leiden zu bewundern.
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Speerspitze aus der Bronzezeit.
Sammlung: Rijksmuseum für Altertümer Leiden
Römische Zeit
Die Nordgrenze des Römischen Reiches verlief entlang des Rheins. Also durch Nieuwerbrug. Reste der Grenzstraße oder Limes wurden bei Untersuchungen wiedergefunden.
Beim Graben der Put von Broekhoven wurde ein wunderschönes Reiterhelm entdeckt. Dieser ist ebenfalls im Rijksmuseum für Altertümer in Leiden zu bewundern. Aber auch inoffizielle Funde wie eine Sammlung von Amphoren sind bekannt.
Zwischen den beiden Castellen (Festungen) von Woerden und Zwammerdam standen Wachtürme. Davon standen in unserem Dorf mehrere.

Römische Reiterhelm.
Sammlung: Rijksmuseum für Altertümer Leiden
Mittelalter
Ab dem 10. Jahrhundert wurde der Ton von Bekenes abgebaut und ab dem 11. Jahrhundert auch die Torfmoore, die später eingedeicht wurden.
Ein Teil dieses eingedeichten Landes in Nieuwerbrug wurde der Johanniter-Ordens geschenkt. Sie verwalten dies vom Hof zu Waarder.
Der Rhein war von großer Bedeutung für den Transport von Menschen und Gütern, insbesondere nachdem um 1365 die beiden Wierickes gegraben wurden und eine Verbindung mit der holländischen IJssel hergestellt wurde. Wo die Dubbele Wiericke in den Rhein mündet, könnte eine Ansiedlung entstanden sein. Möglicherweise wurde damals eine Brücke gegründet, eine alte Brücke, die später durch eine „neuere Brücke“ ersetzt wurde? Es gab eine Kapelle, wahrscheinlich aus privatem Initiativ gebaut, deren Grund nach dem Abbruch von nicht-geistlichen, reformierten Kapellmeistern verwaltet wurde.

Hof zu Waarder auf einer Karte aus 1670.
Sammlung: RHC Rijnstreek und Lopikerwaard
Jahrhundertkrieg
Während des achtzigjährigen Krieges war die Stadt Woerden im Aufstand gegen den spanischen König. Die Spanier wollten Woerden belagern, kamen jedoch nicht in die Nähe, da die Polder um die Stadt unter Wasser gesetzt worden waren.
Die Spanier errichteten dann eine Reihe von Schanzen entlang der Straßen und Flüsse, um zu verhindern, dass die Woerdenaren an Nahrungsmittel gelangen konnten. Eine dieser spanischen Schanzen kam in Nieuwerbrug, wo die Dubbele Wiericke in den Rhein fließt.
Schließlich zogen sich die Spanier zurück. Die Nieuwerbrugsche Schanze sollte 100 Jahre später wieder von Nutzen sein.

Nieuwerbrugsche Schanze auf einem Detail von 'Die Belagerung von Woerden.'
Sammlung: Michiel van de Burgt
Ein Dorf unter vier Gemeinden
Nieuwerbrug entstand um eine Brücke über den Rhein, an der Ecke der vier Schoutambachten Bodegraven, Waarder, Barwoutswaarder und Rietveld. Da das Dorf weit von den vier Hauptkernen entfernt lag, verwaltete die Dorfgemeinschaft viele Dinge selbst. Die Schule aus dem Jahr 1610, die Brücke, die Feuerwehr, und noch vieles mehr. Das Gebiet, in dem die Gemeinde diese Angelegenheiten regelte, war die Brandschouwerij Nieuwerbrug. In diesem Gebiet wurde Feuer bekämpft, aber auch durch das 'Brandschouwen' verhindert.
Wenn die Steinbrücke in sehr schlechtem Zustand ist, müssen die Nieuwerbruggers sie ersetzen oder abbauen. Sie ersetzen sie durch eine Holzklappbrücke. Um diese zu finanzieren, durften sie ab 1651 Zoll erheben. Es kam also gut gelegen, dass 1664 das Jaagpad angelegt wurde.
Dadurch kam Handel und Gewerbe ins Dorf: eine Herberge 'Het Witte Paard', (später Het Grauwe Paard), Handwerker, Kaufleute, Müller und Bäcker.

Die hölzerne Zollbrücke im Jahr 1902.
Sammlung: Gijs Boer
Im Jahr 1672 wurde die Niederländische Republik von Frankreich, England, Köln und Münster angegriffen. Um die französischen Truppen zu stoppen, ließ man die Holländische Wasserlinie überfluten. In Nieuwerbrug wurde die alte spanische Schanze renoviert. Prinz Willem III selbst hielt hier Rast und hatte sein Militärlager an der Stelle des heutigen Fort Wierickerschans.
An der Schanze und im Lager trafen sich Führungspersönlichkeiten aus dem Krieg.
Leider fror die Wasserlinie, sodass die Franzosen um Nieuwerbrug herum ziehen konnten. Als sie bei Zwammerdam nicht weiter konnten, zogen sie sich zurück. Dabei wurden alle Gebäude in Zwammerdam, Bodegraven und Nieuwerbrug verbrannt.
Um zu verhindern, dass dies jemals wieder geschieht, wurde das heutige Fort Wierickerschans an der Einfachen Wiericke gebaut. An der Dubbele Wiericke entstand Fort Nieuwerbrug, mit Fort Pain et Vin auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins.

Fort Pain et Vin (links) und Fort Nieuwerbrug (rechts) entlang des Alten Rheins, der Dubbele Wiericke. 1673
Sammlung: Michiel van de Burgt
Neuzeit
Durch die gute Verbindung über das Wasser siedelten sich im 19. Jahrhundert eine Ziegelfabrik, Holzändler und Sägewerke in und um das Dorf an. Der Transport erfolgte nicht mehr nur über Wasser, sondern auch per Bahn. Eine Bahnhaltestelle an der Strecke Leiden-Utrecht trug zwar den Namen Waarder, lag jedoch am Molendijk in Nieuwerbrug.
Bei der Eisenbahnbrücke ereignete sich 1902 ein schweres Zugunglück. Fotos davon wurden damals oft als Ansichtskarten verkauft.

Zugunglück bei Wierickerbrug. 1902
Sammlung: Eisenbahnmuseum
Erster Weltkrieg
Während des Ersten Weltkriegs wurden im Fort Wierickerschans Engländer, Franzosen und Deutsche interniert.
Sie lebten in den Lagerhäusern und wurden von nicht weniger als 180 Mann bewacht.
Zu Beginn herrschte ein strenges Regime, aber später wurden die Regeln gelockert. Das Pulverhaus wurde als Kirche und für Freizeitaktivitäten genutzt. Es wurde auf dem Platz Fußball gespielt, im Graben geschwommen, es gab zwei Tennisplätze und man konnte Vorträge, Theater- und Musikaufführungen besuchen.

Gefangene Offiziere in einem Fluchttunnel unter Fort Wierickerschans.
Neue Attraktionen
Um zu feiern, dass unser Land hundert Jahre frei ist, ließ der Nieuwerbrugse Eislaufverein 1914 den Unabhängigkeitsturm bauen. Dieser gehört den Dorfbewohnern und wird von den Bruggemeistern, den Verwaltern der Zollbrücke, verwaltet.
1917 ließen die Nieuwerbrugse Reformierten die Brücke-Kirche bauen. Die erste richtige Kirche in unserem Dorf.
Für den Bau der A12 wurde in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts Sand aus der Put von Broekhoven entnommen. Dadurch entstand ein klarer (Schwimm-)Teich.

Unabhängigkeitsturm ohne Brücke-Kirche. Sammlung: RHC Rijnstreek und Lopikerwaard
Während des Zweiten Weltkriegs waren die Deutschen in der Schule und im Fort Wierickerschans. Der Widerstand druckte Zeitungen im Dachboden des Feuerwehrhauses und kam in Feuergefechte mit der SS.
Schiffe auf dem Rhein und Wachhäuschen entlang der Bahnlinie wurden beschossen oder aus der Luft bombardiert.
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Pier Kool mit zwei deutschen Soldaten.
Sammlung: Arie van den Berg Mzn
Das „neue“ Dorf
Nach 1945 wurde im Dorf kräftig gebaut und es erhielt einen echten Kern. Zunächst vor allem für Nieuwerbruggers und die Einwohner von Rietveld, Barwoutswaarder und Waarder. Aber ab den 1970er Jahren kamen auch Menschen von außerhalb der unmittelbaren Umgebung hinzu. Nach der kommunalen Neugliederung von 1964 fiel fast die gesamte Brandschouwerij Nieuwerbrug unter die Gemeinde Bodegraven. Ein Teil kam nach Woerden, jetzt sogar in einer anderen Provinz. Die Einwohner bleiben zusammen aktiv mit einem eigenen Dorfgemeinschaftshaus, Dorfblick, Schule, Kirchen und Vereinen. Auch die Dorfbewohner, die in einer anderen Provinz gelandet sind.
Source: Nieuwerbrug.net
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