Die Plaggenhütte und eine Außentoilette erinnern an frühere Zeiten und das Leben auf dem Land in Drenthe, voller Armut und Einfachheit.
Die ärmsten Arbeiter auf dem Land hatten Ende des 19. Jahrhunderts manchmal kein Geld für eine richtige Wohnung. Daher wandten sie sich an selbstgemachte Plaggenhütten oder Spitketen. Diese kleinen Unterkünfte, deren Dächer meist auf Bodenniveau begannen, waren unter anderem häufig bei Torfstechern in Drenthe anzutreffen, aber auch in armen Gegenden in Friesland, Overijssel und Teilen von Groningen. Auch in Dörfern auf der Veluwe in Gelderland waren die Hütten zu finden.
Der Name Plaggenhütte bezieht sich auf die Torf- oder Heideplaggen, die verwendet wurden, um das Dach dieser kleinen Unterkünfte zu bilden. Die Plaggen wurden in der Umgebung gestochen. Wenn sie eine Weile auf dem Dach lagen, wuchsen sie manchmal zusammen, wodurch eine relativ feste Unterschicht entstand, die die Bewohner vor Wind und Regen schützte. Manchmal passierte es jedoch, dass bei Unwetter Teile des Daches wegrutschten und somit erneut Plaggen platziert werden mussten, um den Schutz wiederherzustellen. Neben Plaggen wurden auch Materialien wie Karton und Lumpen regelmäßig verwendet, um Löcher zu stopfen.
Für den Bau einer Plaggenhütte wurde meist zuerst eine kleine Grube gegraben, die etwa fünfzig Zentimeter tief war. Der Boden wurde dann kräftig gestampft. Die Wände der Grube bildeten anschließend kleine Mauern. Die Bewohner lebten also teilweise unter der Erde und wurden daher spöttisch auch „Höhlenbewohner“ genannt. In der Grube wurde mit Holzpfählen ein Skelett aufgebaut, das dann mit den Torf- oder Heideplaggen bedeckt wurde. Das Dach der Hütten begann meist auf Bodenniveau.
Die Lebensbedingungen in Plaggenhütten waren erbärmlich. Oft lebten dort Familien mit sechs bis neun Personen, manchmal zusammen mit einem Schaf, einer Ziege oder einigen Hühnern. Es war kalt, rauchig und feucht, und die Hütten waren schwer zu heizen. Eine gefährliche Lungenentzündung lauerte daher ständig. Zudem stellte es sich meist als unmöglich heraus, Schädlinge fernzuhalten, mit allen Folgen, die das mit sich brachte. Nur die ärmsten Menschen wohnten in vollständigen Plaggenhütten. Wer es etwas besser hatte, versorgte den Wohnbereich der Hütte mit kleinen Steinmauern und deckte die Seiten mit Dachziegeln ab. Manchmal entwickelten sich die Plaggenhütten im Laufe der Zeit zu stabileren Wohnhäusern.
Dass besonders viele Plaggenhütten in den Torfgebieten zu finden waren, hatte alles mit dem wachsenden Bedarf an Brennstoff im 19. Jahrhundert zu tun. Der Torf, der in diesen Gebieten gestochen werden konnte, wurde damals auch als "das braune Gold" bezeichnet. Der enorme Zustrom von Torfstechern aus verschiedenen Teilen des Landes führte zu einer großen Wohnungsnot. Die ärmsten Arbeiter blieben ohne Wohnung und wandten sich den Plaggenhütten zu, die oft über Nacht gebaut wurden. Möbel waren kaum vorhanden. Die Bewohner mussten oft mit einem Tisch und einem einzelnen Stuhl auskommen. Und als Bett diente ein Strohsack, mit alten Lappen als Decke.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Politik klar, dass etwas unternommen werden musste, um die Wohnverhältnisse vieler Bürger zu verbessern. 1901 wurde ein Wohnungsgesetz verabschiedet, das im Jahr darauf in Kraft trat. Dank der Einführung dieses ersten Gesetzes zur Wohnraumversorgung in den Niederlanden mussten neue Wohnungen künftig Qualitätsanforderungen entsprechen. Schlechte Wohnungen, wie Plaggenhütten und Spitketen, konnten darüber hinaus als unbewohnbar erklärt werden. Trotz dieses Gesetzes waren Anfang der 1920er Jahre in den Torfgebieten jedoch immer noch viele Plaggenhütten zu finden. Dank des Landarbeitersgesetzes (1918) gab es allmählich jedoch einige Verbesserungen. Dieses Gesetz bot Landbewohnern die Möglichkeit, mit staatlicher Unterstützung selbst Steinhäuschen zu bauen und Grundstücke für eigene Kartoffeln und Gemüse zu pachten. Langsam aber sicher verschwanden die Plaggenhütten in den folgenden Jahrzehnten vom Land.
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