Kasteel von Moerzeke, heute Bildungszentrum Brüder der Liebe

Bron: https://inventaris.onroerenderfgoed.be/dibe/relict/84829

Beschrijving

Das Schloss von Moerzeke oder Schloss Nieulant, später Rückzugsort O.-L.-Vrouw Middelares und nun Weiterbildungszentrum der Brüder der Liebe.

Das Schlossgelände liegt in unmittelbarer Nähe des Dorfplatzes von Moerzeke mit der alten Pfarrkirche und nicht weit entfernt von der Schelde. Das Schloss trägt seinen Namen von der Familie de Nieulant, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert Eigentümer des Schlosses war.

Das Gelände geht auf die Anlage mit Wassergräben eines feudalen Hofs zurück, der Wohnsitz des lokalen Herren der Herrschaft Moerzeke war. Über die ursprünglichen Burgherren von Moerzeke und ihren Wohnsitz ist sehr wenig bekannt. Im 13. Jahrhundert findet sich der erste Besitzer der Herrschaft mit dem Titel "Herr von Moerzeke", ein Ritter von Grimbergen-Assche, der eine Dame des adligen Geschlechts de Murceka heiratete. Im 14. Jahrhundert besaß Gerard von Grimbergen einen Wohnsitz in Moerzeke, der als Schloss beschrieben wird. Die Familie Grimbergen wurde von der Familie von Maldegem abgelöst, deren letzter bis 1484 Herr von Moerzeke war. Es gibt Hinweise darauf, dass einige von Maldegem ebenfalls in Moerzeke verweilten. Im Jahr 1488, während der Unruhen unter Maximilian von Österreich, soll auch das Schloss von Moerzeke nicht von den damaligen Zerstörungen verschont geblieben sein und blieb danach lange Zeit verlassen. Erwähnung findet ein Schloss mit Wassergräben unweit der Schelde. Auf der Karte von Moerzeke aus dem Jahr 1571 von P. de Buck und F. Horenbault ist in der Umgebung des heutigen Schlossgeländes nur ein bescheidenes Gebäude mit einer kleineren Konstruktion ohne Wasserflächen eingezeichnet. In einer Urkunde von 1608 wird jedoch erwähnt: "Het audt casteel mette edificien daerop staende, metten bogaerden ende cyngelen daermede gaende, commende aenAubrouck ende Aubrouckstraete te Moesicke". Laut Lindanus (1612) waren die Gebäude zu dieser Zeit noch in Ruinen. Laut A. Sanderus ließ Karel van der Borch, Herr von Moerzeke (1625-1648), auf den Trümmern des verwüsteten Schlosses der Herren von Moerzeke ein neues Schloss errichten. Von diesem Schloss sind Abbildungen in Gravuren und in A. Sanderus' Flandria Illustrata erhalten. Laut einer Karte von Moerzeke aus dem 17. Jahrhundert stimmt die Lage des damaligen umgraben Schlosses an der Aubroeckstraße mit dem Standort des heutigen Schlossgeländes überein.

Am 16. Juli 1755 wurde der Junker Emmanuel Augustijn Van den Meersche (°1714-†1791), Herr von Berlare und Bareldonk, Eigentümer der Herrschaft Moerzeke und somit auch des herrschaftlichen Schlosses. 1757 wird es beschrieben als "ein großes Schloss mit Schuppen und Stallungen,remiesen poorten duyven keette ende ....alsoock de hovinghen ende boomgaerden singels wallen dreven..." Die Darstellung des Schlossgeländes im Landbuch von Moerzeke von 1772-1782 zeigt eine von der Situation des 17. Jahrhunderts etwas veränderte Anlage von Gebäuden und Grabenmuster. Es handelt sich um ein Schloss "entre cour et jardin" mit Nebengebäuden und Gärten, gelegen innerhalb einer großzügigen rechteckigen Umgräbung. Der Vorhof wies Nebengebäude im Norden auf der Seite der Zugangsbrücke und im Osten neben dem Obstgarten auf, sowie eine Zufahrtsallee, die schräg vom Eingang zum Dorfplatz führt. Die Ferraris-Karte (1771-1778) gibt eine ähnliche Schlossanlage wieder mit teilweise formal angelegtem Garten hinter den Schlossgebäuden.

Im Jahr 1796 erbt Karel-Francois, Graf de Lichtervelde, das Schloss. Durch die Heiratsverbindung seiner Tochter mit Burggraf Karel de Nieulant gelangt es in den Besitz der Familie de Nieulant. Laut dem Katasterplan von 1828 hatte die Anlage des Vorhofs inzwischen eine Änderung erfahren: auf Höhe des Eingangs zeigt die Umgräbung seitdem einen Auswuchs; die damalige U-förmige Anlage bestehend aus zwei parallelen rechteckigen Dienstgebäuden und dahinter dem eigentlichen Schloss mit einem kleinen Anbau an der Vorderseite ist im heutigen Gebäudebestand erkennbar erhalten geblieben. Vermutlich wurden auch am Wohngebäude des Schlosses im Verlauf des 19. Jahrhunderts mehrfach Änderungen vorgenommen. Ab 1907 bewohnt von einem Neffen der Familie de Nieulant, Baron Gontran de Crombrugghe de Looringhe - de Neve de Rode, während die Familie de Nieulant weiterhin Eigentümer blieb. Laut Katasterdaten von 1907 und 1910 und alten Ansichtskarten veränderte sich das Wohngebäude in dieser Zeit geringfügig durch kleine Anbauten (hinten und links).

Bei der öffentlichen Versteigerung des Geländes im Jahr 1935 wurde das Schlossgelände Eigentum der Schwestern von St.-Vincentius a Paulo mit Kloster in Wichelen und Moerzeke, dies unter dem Impuls des Priester Poppe Komitees, mit dem Ziel, dort ein Rückzugs- und Erholungsheim unterzubringen. Der verfallene Zustand und die neue Bestimmung führten zu umfassenden Anpassungs- und Erweiterungsarbeiten am Gebäude nach Bauplänen des Architekten F. Van Severen (Dendermonde). 1936 wurde das ehemalige Orangarium an der Westseite des Vorhofs in ein Rückzugsheim umgewandelt, das am 03.07.1936 geweiht wurde. Der Pendantflügel an der Ostseite des Vorhofs, das frühere Gärtnerhaus mit Bäckerei, Waschküche, Ställen, Lagerräumen und angrenzendem Gewächshaus, unterzog sich zunächst einer Reihe von inneren Veränderungen für eine neue Funktion als Mädchenlager (1942) und später als Wäscherei (1945). Im Jahr 1950 wurde dieser Flügel grundlegend umgebaut als Erweiterung des Rückzugsheims. Dieser Flügel erhielt dann an der Vorderseite eine Ansicht, die der zuvor angepassten westlichen Dienstvitoria entsprach und wurde später auch an der Rückseite vergrößert. Am Schloss wurde 1937 an der östlichen Seitenwand eine neue Klosterkapelle angebaut (geweiht am 08.06.1938). Außerdem erhielt das Schloss danach laut Plänen von 1938, auch von Architekt F. Van Severen, an der Rückseite mehrere neue Anbauten mit Diensträumen für den Schwesternaufenthalt. Am Inneren des Schlosses wurden mehrfach Änderungen vorgenommen.

Im Jahr 1954 wurde der nördliche Teil des Schlossgeländes außerhalb der Umgräbung und einschließlich der Einfahrt an das Priester Poppe Komitee verkauft, um dort eine Grabkapelle für Priester E. Poppe zu errichten (siehe Kasteellaan Nr. 3). Seit 2001 ist das Schlossgelände im Besitz der "De Broeders van Liefde vzw" und beherbergt ein Scholastikat, ein Bildungs- und Besinnungszentrum.

Das Schlossgelände bewahrt eindeutig mehrere Elemente, die auf die Schlossanlage aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückgehen, darunter: die weite rechteckige Umgräbung (mit der Westseite zur Straßenseite), innerhalb der die Gebäude und ein Teil des Schlossparks liegen, mit einer Zugangsbrücke über den nördlichen Wassergraben, von wo die Zufahrtsallee schräg zur Straße führt. Der Eingang zur Straße ist durch ein eisernes Zugangstor mit hohen, quadratischen Backsteinsäulen abgeschlossen, laut alter Ansichtskarte früher mit einer Verputzbehandlung versehen und mit auffälligen stilisierten Vasen gekrönt. Über den nördlichen Wassergraben gelegen Zugang über eine Backsteinzugangsbrücke mit gleichen Geländer und ausgestattet mit einem flach gepflasterten Weg.

Das heutige Schloss besitzt einen komplexen Grundriss und ein hybrides Erscheinungsbild, insbesondere aufgrund der Erweiterungen, die 1937-38 durchgeführt wurden. Alle Fassaden sind weiß oder beige gestrichen auf einem grauen Sockel und das Dach ist mit Schiefer bedeckt. Das alte, L-förmige Volumen aus zwei einhalb Baugeschossen, bekannt aus Ansichtskarten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ist jedoch noch deutlich erkennbar. Es umfasst einen Hauptteil mit einer Fassade von vier Achsen, die von einem Satteldach gedeckt ist, und rechts einen vortretenden Querflügel von sechs Achsen Länge unter einem niedrigeren, rechtwinkligem Satteldach. In der Kern steigt das beschriebene Volumen, aufgrund limitierter Bauträgerspuren im Inneren, wahrscheinlich noch bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts: das zeugen die gewölbte Keller unter dem Querflügel und zudem im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss die Anwesenheit von Hauptbalken und Kehlleisten in den verputzten Decken. Das niedrigere zweite Obergeschoss wurde später hinzugefügt, wahrscheinlich noch im 19. Jahrhundert. Die flach verputzten Listenfassaden des Schlosses bewahren vorwiegend rechteckige Maueröffnungen, zuvor mit Fensterläden; drei bogenförmige Fenster in der Hauptfassade, von denen das mittlere auf die frühere Zugangstür zurückgeht. Der Anbau in der Achsel mit dem heutigen Zugang wurde von den Schwestern hinzugefügt. Die große Eingangshalle besitzt noch einen bunten neogotischen keramischen Fliesenboden (in Rot, Gelb, Schwarz und Weiß) und gegen die Konsolen der Hauptbalken Darstellungen in Relief von mittelalterlich anmutenden Personen.
Die Kapelle wurde als niedriger Pendant des alten Querflügels angebaut. Die Chorfassade an der Vorderseite des Schlosses ist kompositorisch verwandt mit dem Mittelrisalit der Dienstgebäude im Vorhof. Der Giebel bildet ein dreieckiges Frontal auf vier Säulen. Zentral versehen mit einer umrahmten Rundbogen-Nische mit der Darstellung von O.-L.-Vrouw mit Kind durch den Bildhauer Sinia (Gent). Darunter der 1937 datierte Gründungstein und Auftrag an Maria Middelares in einer lateinischen Inschrift. Die eclecticisch gefärbte Kapelle ist zudem schlicht gehalten mit neoromanischen Reminiszenzen in den angewandten Rundbögen.
Laut Archivfotos und alten Ansichtskarten besaßen beide einander gegenüber gelegene ehemalige Dienstgebäude (Orangerie und Bauernhof) an der Vorhofseite eine entsprechende Hauptfassade mit monumentaler Anmutung und symmetrischem Aufstand. Relativ große rechteckige Gebäude von neun Achsen Länge, die möglicherweise beide noch bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufstiegen, mit einem Mittelrisalit von drei Achsen, gegliedert durch Säulen und gekrönt von einem breiten dreieckigen Giebel. Beide Flügel behielten nach den Umbauten zum Rückzugsheim (jeweils 1936 und 1950) mehr oder weniger ihr ursprüngliches Volumen und Risalit, jedoch mit Weglassung der hohen Rundbogenfenster der Orangerie und der Pforten der Remisen. Eine Reihe ursprünglicher rechteckiger Maueröffnungen im Erdgeschoss in Einfassungen mit Ohren blieben erhalten. Hinzu kamen kleine rechteckige Fensteröffnungen, darunter ein Register von Oberfenstern. Die südliche Seitenwand der Orangerie war zuvor ein Treppenhaus mit einem hohen Rundbogenfenster, wurde umgeändert zu einem Giebel mit einem Anbau. Die heutigen Fassaden aus rot gefärbtem Backsteinbau mit weiß gestrichenen Bändern und Säulen; Satteldächer mit schwarzen Ziegeln. In der nördlichen Seitenwand der Orangerie befindet sich ein Wappenstein, datiert 1881; es könnte sich um einen Gedenkstein für Feierlichkeiten zur Rückkehr der Kinder de Nieulant nach einer Hochzeitsreise handeln.
Innerhalb der Umgräbung liegt ein Landschaftspark mit weitläufigen Rasenflächen, einem Teich und einem kleinen offenen sechseckigen Pavillon aus dekorativem Eisenwerk.

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Adres: kasteellaan 1, Moerzeke

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