Sankt-Peter und Paul Kirche

Description

* Sint-Petrus- und -Paulusplatz z.Nr. Pfarrkirche Sint-Petrus und -Paulus. Geschützt als Denkmal durch K.B. vom 30.12.1960. Westlich orientiertes neogotisches Gotteshaus des basilikalischen Typs mit zwei großen Türmen im Osten und Westen sowie einer Prunkkapelle, sogenannter Königinnenkapelle, errichtet zur Erinnerung an Louise-Marie von Orléans (1812-1850), erste belgische Königin und Mutter von Leopold II. gelegen an der Westseite des Platzes und östlich des *Sint-Pieterturms. Errichtet als Ersatz für die frühere gleichnamige Kirche (15. Jahrhundert - 18. Jahrhundert), die bei dem Brand von 1896 zerstört wurde und westlich der heutigen Kirche lag. Als prestigieuse "Kathedrale" erbaut im Auftrag von König Leopold II. und nach dem Entwurf des Architekten L. Delacenserie (Brügge) von 1901 bis 1905. Hier reduzierte Maßstäbe einer klassischen Hochgotikkathedrale, unter anderem durch die Osttürme, die im ursprünglichen Entwurf 84 m hoch waren, aber später - vermutlich aus finanziellen Gründen - auf 72 m reduziert wurden. Entwurf inspiriert unter anderem von dem "Idealplan" für eine Kathedrale von E. Violet-le-Duc, der neogotischen Votivkirche in Wien (1856-1879, nach dem Entwurf von Architekt Ferstel) hinsichtlich der westlichen Orientierung und gedrängten Proportion (unter anderem Türme); ebenfalls beeinflusst von der neogotischen Unsere-Liebe-Frauen-Kirche in Laken (1854-1872, unter der Leitung von J. Poelaert) in Bezug auf die Königinnenkapelle für Königin Louise-Marie. Historie. 1901: symbolischer erster Stein durch Leopold II., obwohl das Gebäude bereits 4 m über dem Boden stand. 1904: Genehmigung des Entwurfs von Statuen der Transeptpfeiler nach dem Entwurf von P. Braecke (Nieuwpoort) und der Fassade nach dem Entwurf von J.B. Van Wint (Antwerpen), sowie des Entwurfs der Königinnenkapelle. Änderung des Entwurfs der Triforiumtracierung. 1905: feierliche Einweihung der Kirche am 4. September; Genehmigung des Entwurfs von Beichtstühlen und Glasfenstern, unter anderem von J. Dobbelaere (Brügge) und A. Ladon (Gent). 1907: Fertigstellung der Türme und der umliegenden Grünanlagen. 1908: Genehmigung des Entwurfs des Hochaltars und der Orgel. 1909: Tod des Architekten L. Delacenserie. 1910: Genehmigung von Glasfenstern für die Königinnenkapelle nach dem Entwurf von A. Ladon. 1914-1918: Schäden an der Kirche, unter anderem an den Glasfenstern, dem Nordportal und der schmiedeeisernen Abschrankung der Kapelle. 1936: Einbau eines neuen schmiedeeisernen Zauns an der Eingang der Königinnenkapelle durch L. Lenoir (Brügge). 1940-1945: abermalige Kriegsschäden an der Kirche, unter anderem an den Glasfenstern und der Orgel. 1954: Erneuerung der Orgel unter der Leitung von J. und P. Loncke (Esen). 1960-1975: Einbau neuer Glasfenster durch M. Martens (Brügge). 1973: Beschluss zur schrittweisen Restaurierung unter der Leitung des Architekten Ing. P. Felix (Oostende), 1981 fortgesetzt unter der Leitung des Architekturbüros Felix-Glorieux (Oostende). 1976-1980: Restaurierung des Chors, der Königinnenkapelle, der Sakristei und des Querhauses. 1983-1991: Restaurierungsarbeiten unter anderem an den Türmen im Osten, dem Rosenfenster, dem Dachreiter, dem Vorplatz und der Orgel; Brandschutzmaßnahmen. Ab 1999 Restaurierung der Luftbogen, Dächer und Fenster im Hauptschiff und Querhaus. Der Grundriss entwickelt eine basilikale Kreuzkirche mit monumental breiter östlicher Fassade, die aus einem Joch und drei Ostportalen besteht. Zwei eingebaute quadratische Türme im Osten, Norden und Süden flankiert von achteckigen Treppentürmen. Dreischiffiges Kirchenschiff von vier Jochen mit oktogonalem Taufkapelle im Süden des ersten Jochs. Wenig vorspringendes Querhaus mit gleichen Armen von zwei Jochen; Portale im nördlichen und südlichen Querhausarm. Chor aus zwei geraden Jochen und einem Joch mit fünfseitigem Abschluss. Lagerräume im Norden und Süden, mit im Süden über Eck anschließender Sakristei, in der sich an der Nordseite ein eingebaute achteckige Türmchen befindet. Im Westen sechseckige Königinnenkapelle, angrenzend an den Chor und durch einen Gang aus drei halben Jochen verbunden. Baumaterialien: Verblendung aus blauer Hartstein von Moha und Vinalmont abwechselnd mit rosa Sandstein von Andennes. Schieferdach; rautenförmiges Muster im Dach des Hauptschiffs und der Taufkapelle im Südosten. Hauptschiff, Querhaus und Chor unter leicht geknickten Satteldächern, mit auf der Kreuzung oktogonalem Dachreiter mit offengearbeitetem Spitz; Seitenschiffe unter einem Flachdach. Im Süden Sakristei unter einem Walm-Dach. Exterieur. Treppenförmiger Vorplatz vor der Ostfassade abgegrenzt durch eine steinerne Balustrade zwischen Postamenten auf Höhe der Eingänge; im Norden, Osten und Süden dienen die jeweiligen Balustraden als Sockel für schmiedeeiserne Laternen. Östlicher Block: 3 Joche markiert durch mehr oder weniger über einander angeordnete Stützmauern mit Fenstern; zwei fassadenbreite Geschosse, umrandet von Balustraden und Kordons, zentrales Punktportal flankiert von durchgehenden Eckstürmen mit zusätzlichem Glockengeschoss, Laterne und offengearbeitetem Steinspitz, bereichert mit Hogels und Kreuzblumen an der Spitze. Zentrale Ostzugang flankiert von zwei Säulen auf Postamenten, auf denen ursprünglich zwei Statuen in neogotischer Kapelle (H. Livinus und H. Stefanus) standen. Hauptportal: gekoppelte Korbbogen-Türen in profiliertem Rahmen, zwischen denen auf Kolonnette ein Bild von Madonna mit Kind steht. Dreipaß- und Rosettenverzierung in einfach spitzbogenförmigen Portaaltimpänen, deren Archivolten mit Kreuzblumen versehen sind. Flankierende Stützmauern mit in Nischen links H. Petrus und rechts H. Paulus. Seitenportale wie das Hauptportal, jedoch einfacher und mit drei Lichtern im Portaaltimpan. Gedenksteine links und rechts des Haupteingangs verweisen auf die erste Steinlegung, mit Inschrift: "UNTER DEM PONTIFIKAT VON LEO XIII., DEM KÖNIGREICH VON LEOPOLD II., ALS G. WAFFELAERT DER 22. BISCHOF VON BRUGGE WAR, GRAF DE SMET DE NAEYER ERSTER MINISTER DES KÖNIGS, VON DEN HEUVEL MINISTER DER JUSTIZ, GRAF D'URSEL GOUVERNEUR VON WEST-VLAANDERN, UNTER PASTOR-DEKAN DECANNIÈRE, BÜRGERMEISTER A. PIETERS, WURDE DIESE STEIN GELEGT VON DEM KÖNIG UND DER KÖNIGIN AM 5. AUGUST 1901...". Zweite Geschoss markiert durch zentraler großer Spitzbogennische mit Archivolten; großes Rosenfenster über Spitzbogenfenstern mit Dreipaßverzierung. Seitenjoch mit blinden Fenstern; eingetragene Steintracierungen in Spitzbogennischen unter einfachen Wimpergen. Mittel- und Seitenschiffe. Typische Kombination von tragenden und abschließenden Elementen cf. Gotik in neogotischer Ausführung. Rhythmus durch Stützmauern verbunden durch Balustrade und ausschließende Luftbogen. Spitzbogige zwei-, drei- und vierlichtige Fenster mit nahezu einheitlicher Tracierung; differenziertere Sechslichte in Querhausgiebel. Unter dem Spitz gekrönte Taufkapelle im Südosten. Akzentuierte Nord- und Südportale mit Spitzbogentür in profiliertem Rahmen und einfacher Tracierung im Bogenfeld unter Wimperg mit Kreuzblume. Südliche Sakristei durchgebrochen durch Giebelwände, zwischen denen steinerne Spitzen besetzt mit Hogels und Kreuzblumen; Zugang mit Tudorbogen-Tür in profiliertem Rahmen, worüber sich eine Nische mit einem Bild von Madonna und Kind befindet. Verbunden mit dem südlichen Querhaus und dem Chor durch Lagerräume mit flacher Abdeckung, die mit Zinnen abgeschlossen sind; rechteckige Fensteröffnungen mit Dreipaßtracierung. Mit steinerner Spitze gekrönte Treppentürmchen. Königinnenkapelle Verbunden mit dem Chor durch eine Tudorbogen-Brücke, worüber sich eine überdachte Spitzbogen-Galerie unter Satteldach erhebt. Sockel mit glatter Steinfläche an der Westseite, ursprünglich vorgesehen zur Ausstattung mit Basrelief mit Inschrift. Zwischen durchbrochenen Stützmauern reiche Dekoration unter anderem mit offengearbeiteten Wimpergen, Wasserspeiern, Bildnischen und Pinnakeln; dreilichtige und fünfpassartige Tracierung. Statuen von J.B. Van Wint, mit Darstellungen heiliggesprochener Königinnen. Steinkuppel mit Laterne unter offengearbeitetem Spitz, in dem eine bronzene Königskrone sitzt. Interieur. Durchgedrungene neogotische Gestaltung mit Integration moderner Techniken, unter anderem Stahlträger in Haupt- und Seitenschiff verbunden durch einen Teller. Eher dunkles Kircheninterieur unter anderem durch dunkel gefärbte Glasfenster. Verputzte Innenausstattung mit Imitation von Naturstein. Schiff und Querhaus mit dreigliedriger Aufstand; spitzbogige Arkade mit Bündelpfeilern auf achteckigem Natursteinsockel. Triforium mit Zweilichtern unter Dreipaßarkade, wo oben Lichtraum mit vier Lichtern anschließt. Anschließende Schalken mit Kohlblattkapitell (im Portal mit Tierfiguren), die Ziegelkreuzgewölbe abfangen; Natursteineichen versehen mit blumenförmigen Schlusssteinen. Chor mit zweigeteiltem Aufstand; unten und oben spitzbogige Zweilichter; zentral oben ein Licht mit fünfpassiger Tracierung. An den Chor anschließend Zugang zur Königinnenkapelle mit doppelter Treppenstufenform; Gang überwölbt durch ein Holzspitztonnengewölbe. Kapelle: marmorierte Kolonnette mit Kohlblattkapitell unterstützen sternförmiges Kreuzrippengewölbe auf Pendentiven. Ursprünglich vorgesehene, jedoch nicht ausgeführte Ausgestaltung mit Mosaikverkleidung und Engelmotiven. Boden in Mosaikmarmor; rohrförmige Heizung hinter kupferner Gitterkonstruktion. Mobiliar. Bildhauerkunst. Natursteinfiguren der Evangelisten (1901-1905) an den Kreuzungspfeilern nach dem Entwurf von P. Braecke. Polychromierte Steinfiguren von HH. Petrus und Paulus über dem Zugang zur Königinnenkapelle (ca. 1936). Weißsteiner Kreuzweg in Basrelief nach dem Entwurf von J. Gerrits (Antwerpen). Frei schlichte neogotische Kirchenmöbel nach dem Entwurf von L. Delacenserie. Ursprüngliches Dienstaltar, dessen Tabernakelschrank (1913) nach dem Entwurf des Architekten J. Viérin (Brügge) ausgestaltet, mit kupfernen Ornamenten von J. Wilmotte (Lüttich); weitere Fertigstellung durch P. Peeters (Antwerpen). Späterer Dienstaltar aus Eichenholz aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts, Teil des früheren Kommunionbank aus der Kapuzinerkirche, jetzt aufgestellt im ersten linken Joch des Schiffs. Seitenaltäre nach dem Entwurf von Baeys (und P. Peeters?). Eichen-Kirchenvorsteherstuhl nach dem Entwurf von Baeys. Kommunionbänke aus Stein und Marmor von Echaillon nach dem Entwurf von J. Gerrits (Antwerpen) (1905). Kanzel ausgeführt von P. Peeters, signiert am Fuß der Kanzel, aus Marmor von Ancy und blauer Hartstein. Eichenholzbänke (1904) ausgeführt von P. Dewispelaere (Brügge). Orgel von 1907 nach dem Entwurf von P. Schijven (Brüssel); im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1954 unter der Leitung von J. und P. Loncke (Esen) erneuert. Gedenktafel im Unterbau erwähnt den Musiker Léandre Vilain, Organist von 1890 bis 1940. Kupferner Taufstein aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Kupferne Leuchter von J. Wilmotte. Im nördlichen Querhausarm: große gravierte Kupfertafel (1925) in weißsteinerem Rahmen mit Reliefdekoration nach dem Entwurf von P. Dewispelaere zur Erinnerung an Kriegstote. Glasfenster nach dem Entwurf von Michel Martens; figurativ-abstrakte Ausarbeitung mit Darstellungen von Aposteln, historischen Figuren und regionalen Heiligen, Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie aus der Vergangenheit von Oostende. Im südlichen Querhaus unter anderem die Darstellung der belgischen Fürsten und Königin Louise-Marie. Königinnenkapelle. Schmiedeeiserne Abschrankung von 1936 nach dem Entwurf von L. Lenoir. Praalgraf (1855-1859) aus der alten Sint-Pieterskerk signiert nach dem Entwurf von Charles-August Fraikin (Schaarbeek) aus weißem Carrara-Marmor auf einem Sockel aus grün marmoriertem Marmor. Dreieckige Komposition mit Königin, die den Psalm und die Krone der Unsterblichkeit aus den Händen eines Engels empfängt, und sitzende Frau als Symbol der trauernden Stadt Oostende. Glasfenster mit dem Thema Königreich und Darstellung von Christus. DEPARTEMENT ROHM WEST-VLAANDEREN, Abteilung Denkmäler und Landschaften, Archiv-Nr. DW000227 und W/00477. ARCHIV A.M.L.-VIOE IN BRÜSSEL, Planfonds der Königlichen Kommission für Denkmäler und Landschaften, Provinz West-Vlaanderen, Oostende, Sint-Petrus und -Paulus Kirche. DE MAEYER J. (Hrsg.), Die Sint-Lucasscholen und die Neugotik. 1862-1914, Leuven, 1988, S. 51-52. DUFLOU V., Die Sint-Petrus und Paulus Kirche, in De Gidsenkring, 30, 1992, 3, S. 2-16. ROOSE-MEIER B.; VERSCHRAEGEN H., Fotorepertorium des Mobiliars der belgischen Gottesdienststätten, Kanton Oostende I, Brüssel, 1977, S. 26-30. VAN CLEVEN J.-VAN TYGHEM F., Neugotik in Belgien, Tielt, 1994, S. 140-141.

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Source: Callaert, Gonda; Delepiere, Anne Marie; Hooft, Elise & Kerrinckx, Hans

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