Pauwelviering Galmaarden
> Die jährliche Pauwelviering ist eines der authentischsten, ältesten und originellsten Feste in Flandern! Das Fest ist vielleicht nicht sehr bekannt und zieht nur einige Hundert Zuschauer an, aber gerade das lokale Landleben macht es so spannend. Keine Pensenkermissen und kommerziellen Zustände, die Pauwelbande muss im Gegenteil selbst auf Betteltour gehen, um die nötigen Mittel für die Feier zusammenzubekommen. Dies ist eine wahre uralte Volksfeier mit Respekt vor den Traditionen oder wie sie in Galmaarden sagen, 'den Geplogenheiten'. Wenn du die Gelegenheit hast, das Ereignis während deines Wanderausflugs zu besuchen, verpasse es auf keinen Fall. Die Pauwelviering findet jedes Jahr am 25. Januar statt, dem Tag, an dem der Apostel Paulus sich bekehrte. Fällt dieser Tag nicht auf einen Sonntag, dann ist es am ersten Sonntag nach dem 25. Januar. Für den interessantesten Teil der 'Geplogenheiten' musst du am Sonntagnachmittag auf dem Anwesen der Pauwelhoeve im galmaardeschen Weiler St-Paulus sein, gefolgt von den Brötchenwürfen rund um die nahegelegene Pauluskapelle.
> Für die Entstehungsgeschichte der Pauwelviering müssen wir wohl ins 14. Jahrhundert zurückgehen. Es gibt mehrere Legenden, die mit der Entstehung der Tradition verbunden sind. Der Galmaardeser Heimatforscher Michel Matthijs findet eine Erklärung zur Pauwelviering, die aus einem Buch von 1843 stammt, als die plausibelste Legende, aus der dieses Stück Folklore entstanden ist. Alles beginnt mit der Plünderung der nahegelegenen Stadt Geraardsbergen im Jahr 1382. Geraardsbergen entschied sich damals, ganz gegen den Willen des Grafen von Flandern, Walter IV. von Edingen, auf die Seite der aufständischen Stadt Gent in ihrem Machtkampf zu treten. Walter IV. rächte sich, indem er Geraardsbergen niederbrannte und viele Einwohner tötete. Die gefürchtete Krankheit Pest verbreitete sich schnell durch die zurückgelassenen Leichen, auch bis nach Galmaarden. Eines Tages erschien über die Felder ein Ritter in weißem Gewand auf einem Schimmel. Er verteilte Roggenbrötchen unter der verzweifelten Bevölkerung in Galmaarden und wie durch ein Wunder verschwand die Krankheit. Der magische Ritter verschwand ebenso schnell, wie er gekommen war. Ein Hirte meinte, in dem Ritter den Apostel Paulus selbst zu erkennen. Seitdem findet jedes Jahr eine Evokation statt, die an dieses wunderbare Erscheinungsbild erinnert. Dafür wird also jedes Jahr ein Paulus gewählt, oder wie sie in Galmaarden sagen, 'ein Pauwel'. Das Essen der Pauwelbrötchen, die von ihm verteilt werden, schützen vor Krankheiten des Menschen und Unglück bei der Ernte.
> Dass die Tradition der Pauwelviering so viele Jahrhunderte überlebt hat, ist vielleicht dem tiefen katholischen Glauben zu verdanken, der hier auf dem Land immer sehr stark gewesen ist. Laut dem Heimatforscher Matthijs erlebte die Pauwelviering in den 60er Jahren einen Rückgang, eine Zeit, in der wachsenden Wohlstand und weniger Interesse an Folklore das Zeitbild bestimmten. Die Pauwelviering ist inzwischen wieder springlebendig. Es wurden zwar ein paar Kleinigkeiten hinzugefügt, wie die Wahl eines Kinderpawels und das Werfen eines goldenen Roggenbrötchens, aber von den alten 'Geplogenheiten' wird immer noch fast alles respektiert. Schön ist auch, dass die Pauwelbande aus jungen Menschen besteht, wodurch der Tradition immer frisches Blut eingepumpt wird. So wurde 2010 bereits der 628ste Pauwel gewählt!
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Address: Galmaarden
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