Bahnhof Leopoldsburg

Source: Schlusmans, Frieda, 01-09-1977, ©Vlaamse Gemeenschap

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Description

Das Bahnhofsgebäude von Leopoldsburg wurde 1878 zum Nutzen des Lagerplatzes von Beverlo errichtet und 1929 erweitert. Geschichte des Lagers von Beverlo Nach dem belgischen Aufstand und der niederländischen Invasion in Belgien im August 1831 blieben beide Länder in einem Zustand des Krieges, bis die Niederlande 1838 die Bedingungen der Londoner Konvention akzeptierten. Dieser langwierige Konflikt mit den Niederlanden erforderte eine permanente Überwachung unserer Grenzen. König Leopold I. musste die Armee reorganisieren und in einen Kriegszustand versetzen. Um eine hohe Einsatzbereitschaft zu erreichen, war ein großes Übungslager, nicht weit von der niederländischen Grenze entfernt, notwendig. Im Jahr 1835 wurde der Bau des Lagers von Beverlo vom Parlament genehmigt, und in kürzester Zeit wurde ein permanentes Lager für 20.000 Soldaten errichtet. Bereits ab August 1835 fanden die ersten Manöver statt. Beobachter aus allen Kontinenten gratulierten König Leopold I. zum größten, modernsten und komfortabelsten Lager der Welt. Zeitgleich mit den Soldaten kamen auch die Zivilisten ins Lager. Direkt hinter dem Infanterielager bauten sie ihre Hütten. Sie kamen aus allen Teilen Belgiens, aber auch aus dem Ausland. Obwohl sie verschiedenen Berufen nachgingen, hatten sie doch alle etwas mit dem Gastgewerbe zu tun und waren abends alle Wirt. Ab 1845 wurden keine neuen Genehmigungen für Unterkünfte im militärischen Bereich erteilt, aber die Bürger konnten sehr günstiges Bauland in einer Siedlung westlich des Lagers kaufen. Diese neue Ansiedlung wurde am 1. Juli 1850 zur unabhängigen Gemeinde 'Bourg-Léopold'. Die sehr breiten Straßen, die gerade Struktur und die Gehwege tragen die Merkmale eines typischen Militärdorfes. Bahnhof Im Jahr 1835 fuhr in unserem Land von Brüssel nach Mechelen zum ersten Mal ein Personenzug eine feste Verbindung auf dem europäischen Festland. Bereits im Oktober 1839 traten die Eisenbahnen in Limburg ein. Zuerst war die Strecke von Landen nach Sint-Truiden an der Reihe, und ab 1850 fuhr man bis Hasselt. Von dort marschierten die Truppen zu Fuß nach Leopoldsburg. Am 9. Januar 1888 wurde dann der erste Abschnitt des Straßenbahnprojekts der Provinz Limburg eröffnet. Es war die Straßenbahn von Leopoldsburg nach Bree. Diese Eröffnung fand feierlich statt und ging mit großen Festlichkeiten einher. Dass dies in Leopoldsburg geschah, hatte unbestreitbar mit der strategischen Bedeutung des Lagers von Beverlo zu tun. Diese Straßenbahnlinie wurde nach Bree angelegt und später nach Maaseik erweitert. Dadurch bekam Leopoldsburg eine privilegierte Position. Das Bahnhofsgebäude von Leopoldsburg wurde am 27. Mai 1878 von Bürgermeister Jozef Leonard in Anwesenheit des Ministers für öffentliche Arbeiten eingeweiht. Beschreibung Der Bahnhof ist ein breites Gebäude mit fünf Achsen und zwei Stockwerken unter einem Satteldach, flankiert von zwei Nebengebäuden mit einem Stockwerk und jeweils elf linken Achsen und zwei rechten Achsen, ebenfalls unter einem Satteldach. Das Mauerwerk ist gestrichen und lokal verputzt. Die rundbogenförmigen Wandöffnungen im Erdgeschoss sind mit untereinander verbundenen Tropfkanten versehen. Die gewölbten Fenster im Obergeschoss haben dieselbe Ausführung. Die Fassade wird durch ein Gesims auf hölzernen Konsolen abgegrenzt. Ursprünglich war das Gebäude ungestrichen und erstreckte sich nur über zwei Achsen auf der linken Seite. Im Jahr 1929 wurde dieser Teil auf die heutigen elf Achsen erweitert, unter anderem durch eine wachsende T.T.-Funktion. Später, wahrscheinlich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde das Innere angepasst.

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Adresse: Nicolaylaan 40-42, Leopoldsburg

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