Wer Liebhaber industrieller Archäologie ist, findet ein Juwel in Pollare: eine eiserne Fußgängerbrücke über die Dender. Diese wurde durch Ministerbeschluss vom 16. Juli 1987 wegen ihres industriell-archäologischen Wertes unter Schutz gestellt.
Historisch gab es eine Brücke ungefähr an der Stelle der heutigen Brücke. Bis zu den Kanalisierungsarbeiten von 1863-1867 bildete die Dender jedoch eine große s-förmige Schleife, sodass die Brücke, vermutlich eine hölzerne Bogenbrücke, in Verlängerung der Schuitstraat lag. Daneben, innerhalb einer der Mäander, stand die Burg, die erstmals 1267 erwähnt wurde und im 16. Jahrhundert bereits zu einer Ruine verfallen war. Möglicherweise verschwand auch die Brücke zu dieser Zeit.
Im Mittelalter gab es also sicherlich einen Stein- oder Holzüberquerungsplatz, der Pollare mit Appelterre und Eichem verband. 1443 gab der Unterhalt der Brücke sogar Anlass zu einem Streit zwischen dem Herrn von Pollare und Jan de Coninck, dem Besitzer des Lehens Molenmeersch. Auch 1612 und 1674 wurde von der früheren Brücke in Pollare berichtet. Sowohl auf der Sanderus-Karte des Landes Aelst (1644) als auch auf der Ferraris-Karte (1771) kommt nur noch die Schuitstraat vor, und es gibt keine Spur mehr von dem Weg Pollare - Eichem.
Sicher ist, dass es im 18. Jahrhundert eine Fähre gab. Im Kartenbuch von Pollare aus 1762 findet man davon eine schöne Abbildung. Bei dieser Fähre lag eine Gaststätte mit dem Namen "'t Schuyt". Mitte des 19. Jahrhunderts gab es unter anderem für Pollare große Veränderungen sowohl im Landschafts- als auch im sozialökonomischen Bereich. 1855 wurde die Bahnlinie Aalst-Geraardsbergen, mit Haltestelle in Eichem, Realität, und in der Zeit von 1863-1867 wurden die Kanalierungsarbeiten an der Dender durchgeführt. Die mittelalterliche Burgmotte wurde abgetragen und die zwei Mäander an der Schuitstraat begradigt. Die Schuitstraat selbst wurde verlängert, und die Gaststätte 't Schuyt lag nicht mehr am Wasser. Die Gaststätte wurde in "'t Oud Schuyt" umbenannt und bestand bis zum Zweiten Weltkrieg weiter. Es kam jedoch eine neue Einkehr am Wasser: "In der Zwarte Flesch". Die Gaststätte diente als Übernachtungsort für Schiffer und Schiffe ziehende Leute, und es gab Stallungen für die Zugpferde. Auch die Fähre erlebte dank der Pendelarbeit über die Haltestelle Eichem einen neuen Aufschwung.
1905 gab es Pläne für eine feste Uferverbindung, aber erst Anfang 1913 wurde die Brücke in Gebrauch genommen. Nicht zuletzt wegen des guten Rufs der Dender als Fischwasser wurde die Brücke während der Zwischenkriegszeit zu einem Anziehungspunkt für viele Touristen. Im Mai 1940 wurde die Brücke von zurückziehenden englischen Soldaten gesprengt und brach in zwei Teile. Nach einer teilweise Renovierung im Jahr 1941 wurde die Brücke 1948 vollständig restauriert. Ab den 50er Jahren verloren die Brücke und die Gaststätte an Bedeutung: Die Fischer blieben wegen der zunehmenden Verschmutzung der Dender weg, der Treidelweg kam in Verfall, und die Brücke ließ man langsam verkommen. 1977, bei der Fusion der Gemeinden, wurde sie Eigentum der Stadt Ninove. Am 16. Juli 1987 wurde die Brücke schließlich wegen ihres Wertes im Bereich der Eisenarchitektur und der industriellen Archäologie klassifiziert. Inzwischen wurde der Treidelweg renoviert, die Brücke selbst restauriert und an der Stelle, wo früher "De Zwarte Flesch" stand, wurde jetzt das Heim 'Schoonderhaege' für erwachsene Menschen mit Behinderung erbaut. Schoonderhaege wollte diesen historischen Ort in seiner Funktion als Treffpunkt aufwerten, indem ein Café entlang des nun stark frequentierten Treidelweges betrieben wird. Dies bot auch eine direkte Form der Integration für seine Bewohner.
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