Ruiterskuilen Geschichte

Source: Onroerend Erfgoed

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Ruiterskuilen

Ruiterskuilen ist ein besonderer Ort für Archäologie. Im Jahr 1971 entdeckte die Universität Leuven hier zufällig eine erste mesolithische Stätte bei geo­logischen Untersuchungen. 1985 folgte ein zweiter Fundort. Systematische Bohrungen im Jahr 2002 zeigten, dass es auf den Sandrücken rund um den Weiher noch verschiedene archäologisch interessante Stellen gibt. Das ist nicht verwunderlich, denn die sandigen Höhenterrains in der Nähe des Wassers waren ideale Aufenthaltsorte für die Jäger und Sammler, die von 9500 bis 4000 vor Christus lebten. Die Lagerstätten waren nur kurzzeitig besetzt. Die Bewohner nutzten es als Basis für die Jagd und zogen danach weiter. Archäologen versuchen anhand der Funde verschiedene Aktivitätenzonen zu rekonstruieren. Zonen, in denen Jagdausrüstung hergestellt und repariert wurde, Zonen für die Lederbearbeitung, Zonen zur Bearbeitung von Knochen, Geweih oder Holz. In Flandern wurden hauptsächlich Aktivitäten der Jagd- und Lederbearbeitung nachgewiesen.

Bild: Die Ruiterskuilen. Copyright Kris Thijs

Mehr wissen über die archäologischen Ausgrabungen an den Stätten Ruiterskuilen 1 und 2? 

 

Ausgrabungsplan Ruiterskuil 2. Quelle: ROBINSON E.N., CREEMERS G. und VERMEERSCH P.M. 2008: Opglabeek-Ruiterskuil 2 Late mesolithische Siedlungskomplexität auf dem Kempen-Plateau, Notae Praehistoricae 28, S. 66, Fig.2.

In Ruiterskuilen wurden bisher zwei Stätten ausgegraben: Ruiterskuilen 1 im Jahr 1971 und Ruiterskuilen 2 im Jahr 1985. Die mesolithischen Stätten sind erkennbar durch kleine Konzentrationen von ca. 25 m² bis 50 m² lithischem Material, darunter Feuersteine, Quarzite und Quarz. Manchmal ist ein Herd vorhanden, erkennbar an verbrannten Artefakten, Holzkohle, verbrannten Samen und Nüssen.

Steinzeitgrabungen geschehen noch manuell in Arbeitsgruben von 1 m². In Flandern geschieht dies meist über die Quadrantenmethode. Forscher teilen so eine solche Arbeitsgrube in vier Quadranten auf. Jedes Quadrat wird pro Bodenhorizont (geologischer Einheit) oder auf einem willkürlichen Niveau von einigen Zentimetern ausgegraben. Sie sieben das ausgehobene Sediment, um lithische Artefakte, Holzkohle und eventuelle verkohlte Samen und Früchte zu sammeln.

Die Stätte Ruiterskuilen 1 bestand aus verstreutem Material ohne große Konzentrationen. Das zeigt, dass es sich um verschiedene, aufeinanderfolgende Lagerstätten am selben Standort handelt. Forscher konnten verschiedene Herdstellen erkennen, angelegt mit großen Quarzsteinen. Sie sammelten bei der Ausgrabung 2102 Artefakte: 116 Werkzeuge, 85 Kerb­reste, 17 Kerne, 640 Abschläge und Klingen sowie 1243 Chips. Es wurden hauptsächlich Werkzeuge aus Feuerstein und ein kleiner Teil aus Wommersomquarzit (12%) hergestellt. Die homogene Beschaffenheit der Werkzeuge lässt vermuten, dass es immer dieselbe Gruppe von Jägern und Sammlern war, die den Ort regelmäßig besuchte.

Bei der Ausgrabung von Ruiterskuil 2 befand sich das lithische Material in einer ovalen Konzentration von etwa 15 m². Herde waren nirgendwo zu erkennen. Forscher fanden hier 1805 Artefakte. Das Material war sehr homogen und bestand hauptsächlich aus Feuerstein aus der Maasregion (86%) und aus Wommersomquarzit (14%). Der Feuerstein aus der Maasregion ist von geringerer Qualität und hielt nicht so lange. Im Gegensatz zu Ruiterskuil 1 scheint dieses Lager nur einmalig im Mesolithikum genutzt worden zu sein. Scherben aus Keramik aus der Eisenzeit beweisen, dass die Stätte in einer späteren Periode erneut besucht wurde.

Bild: Ausgrabungsplan Ruiterskuil 2. Quelle: ROBINSON E.N., CREEMERS G. und VERMEERSCH P.M. 2008: Opglabeek-Ruiterskuil 2 Late mesolithische Siedlungskomplexität auf dem Kempen-Plateau, Notae Praehistoricae 28, S. 66, Fig.2.

 

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