Das U-Boot Wilhelm Bauer, ursprünglich mit der Bezeichnung U-2540, ist ein U-Boot der Klasse XXI, das kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, am 24. Februar 1945, fertiggestellt und am 4. Mai versenkt wurde, ohne je eine Patrouille durchgeführt zu haben. Es ist das einzige schwimmende Beispiel der Klasse XXI von U-Booten.
Im Jahr 1957, nachdem es über 10 Jahre auf dem Boden der Ostsee, nahe Flensburg, gelegen hatte, wurde es gehoben und anschließend in den Howaldtswerken in Kiel instand gesetzt, da die Verpflichtungen Deutschlands gegenüber der NATO kleine U-Boote zur Patrouille an den Küsten erforderten. Diese U-Boote sollten schwer bewaffnet, schwer zu entdecken und mit einer hohen Überlebensfähigkeit ausgestattet sein. Es mussten viele neue komplette Teilsysteme entwickelt und auf den Schiffen getestet werden, eine kolossale Aufgabe in der Zeit des Kalten Krieges.
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So wurde klar, dass eine Plattform benötigt wurde, um diese Systeme zu testen und eine gute Lösung zu finden, insbesondere zur Kostensenkung. So wurde das U-2540 zusammen mit zwei anderen U-Booten der Klasse XXIII gehoben und als Forschungsschiffe mit verschiedenen Konfigurationen in der Bundesmarine, der deutschen Marine, in Dienst gestellt. Zu diesem Zeitpunkt erhielt es den Namen Wilhelm Bauer, nach dem Designer des ersten U-Bootes Brandtaucher, das 1850 von August Howaldt in Kiel gebaut wurde.
Neue Systeme wie Motoren, Schnorchel, Kompressoren, Minen, Anker, Rettungsgeräte, Torpedos, akustische Sensorsysteme, Täuschkörper und vieles mehr wurden an Bord des alten U-2540 getestet, was zur späteren Inbetriebnahme der neuen U-Boot-Klassen 205, 206 und 209 führte. Die Tests und Forschungen an Bord des Wilhelm Bauer reduzierten erheblich die Entwicklungs- und Problemlösungszeit.
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1970 wurde der „Wilhelm Bauer“ zu einem zivilen Schiff umgebaut, das als Testbank diente und auch an Manövern als Zielobjekt teilnahm. Schließlich machte die Ermüdung der Zelle und der Schaden nach mehreren Kollisionen es unsicher, und man beschloss, seine Karriere 1982 zu beenden.
Die „Wilhelm Bauer“ war bei den Besatzungen sehr beliebt. Eine Gruppe von Enthusiasten rettete das Schiff vor dem Abwracken und gründete den gemeinnützigen Verein Technikmuseum Wilhelm Bauer, um es zu erhalten.
1983 wurde es in seine ursprüngliche Konfiguration aus dem Zweiten Weltkrieg restauriert und wurde zum Museumsboot im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven, Deutschland.
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