Der Fluss entspringt als Beuthenbach an der Grenze der Gemarkungen Grüna und Beutha im Mittleren Erzgebirge auf etwa 518 m ü.NHN. Ursprünglich entsprang der Bach etwa 600 m östlich auf etwa 550 m ü.NN. Dieser Teil liegt unter der ehemaligen Bahnstrecke Zwönitz–Chemnitz Süd und ist heute verrohrt. Ab Neuwürschnitz wird er dann als Würschnitz bezeichnet. In den Steegenwiesen vereinigt er sich mit dem Gablenzbach, der auch Stollberger Wasser genannt wird. Diese beiden Hauptquellarme haben ein etwa gleich großes Einzugsgebiet von je 40 km² und entwässern die Stollberg-Beuthaer Hochfläche.
Von den Steegenwiesen bis Klaffenbach durchfließt die Würschnitz eine Kleinlandschaft des Erzgebirgischen Beckens, das Pfaffenhainer Würschnitztal. Mit seinen sanften Hängen ist es kaum mehr als 20–40 m eingetieft. Selbst die weithin von Löss bedeckten, gebirgsseitigen Hänge steigen fast unmerklich bis zum Fuß der Gebirgsrandstufe hin an. Dazwischen aber dehnt sich eine mit 400–600 m ungewöhnlich breite Aue aus. Nur der Porphyrtuff des Neukirchener Waldes engt diese kurzstreckig auf etwa 200 m ein. Hingegen weitet sie sich bei den Steegenwiesen bis auf 1000 m. Damit bildet dieser Talabschnitt ein sehr flaches Muldensohltal, wie es in dieser Form selbst im Hügelland selten vorkommt.
Offensichtlich fehlen der parallel zur Gebirgsabdachung verlaufenden Würschnitz die Erosionsimpulse, beträgt doch das durchschnittliche Längsgefälle des Tales nur 5 Meter pro Kilometer. Daraus erklärt sich das einst stetige Pendeln des Flusslaufes und die damit verbundene breite und mit überwiegend schluffigen Sedimenten belegte Aue. Sie ist weithin stau- und grundvernässt. Mäßig bis stark stauvernässt sind auch große Teile der flachen Talhänge, besonders die südlichen, auf denen der Ackerbau erst seit der Dränage erfolgversprechend ist. So wurde dieses 10 km lange, flache und nasse Tal lange Zeit kaum besiedelt und blieb bis ins 19. Jahrhundert hinein auch verkehrsfeindlich. Mit Ausnahme des am Nordhang gegründeten Hagenhufendorfes Pfaffenhain bestanden einst nur wenige Mühlen und die Neukirchener Wasserburg.
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