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Wir machen eine Verbindung von drei Trails. Nach unten über den South Kaibab Trail, durch das Tal über den Tonto Trail und zurück nach oben über den Bright Angel Trail. Insgesamt gut für mehr als zwanzig Kilometer und einen Höhenunterschied von 1.350 Metern in der brütenden Hitze. Dieser Höhenunterschied, für die Guten verständlich, ist derselbe wie von der Küste zum höchsten Punkt Belgiens. Mal zwei!
Gestern Abend haben wir bereits im Visitor Center nachgefragt, inwiefern der Plan für diese ehrgeizige Wanderung realistisch ist. Wir haben gehört, dass unsere geplante Wanderung nicht alltäglich und sehr ehrgeizig ist. Aber für 'virile junge Männer' sollte es mit der richtigen Vorbereitung klappen.
Noch schnell drei goldene Tipps für unser Überleben:
Wir müssen mindestens fünf Liter Wasser pro Person mitnehmen, um unterwegs nicht zu dehydrieren;
Wir sollten die Wanderung unbedingt am South Kaibab Trail starten. Der Bright Angel Trail hat an drei Stellen Rastpunkte mit Wasserbrunnen, um leere Wasserflaschen wieder aufzufüllen. Die Wanderung in umgekehrter Richtung bedeutet also, dass man das Risiko eingeht, ohne Wasser dazustehen;
Wir müssen vor Sonnenaufgang aufbrechen. Die Wanderung dauert schließlich einen ganzen Tag, und man muss vor Sonnenuntergang aus dem Canyon sein.
Bewaffnet mit diesen Tipps und zwei überfüllten Rucksäcken steigen wir kurz vor Sonnenaufgang in den ersten Shuttlebus. Dieser bringt uns zum Start des South Kaibab Trails.
Die Sonne steigt langsam über den Horizont. Sie erfüllt die gesamte Landschaft mit wunderschönen Farben und wirft ein wunderschönes Schattenspiel in der Grand Canyon. Der Abstieg über den South Kaibab Trail ist gut zu bewältigen. Die aufkommende Sonne vertreibt das frische Morgengefühl. Auf dem Weg nach unten können wir uns an wunderschönen Ausblicken über den Grand Canyon Nationalpark erfreuen.
Nach etwa fünf Kilometern erreichen wir Skeleton Point, einen schönen Aussichtspunkt, der zu ein paar Fotos einlädt. Wir machen eine Pause in Gesellschaft von unglaublich niedlichen Präriehunden.
Wir steigen weiter in den Canyon hinab, bis wir kurz vor Mittag den Endpunkt des South Kaibab Trails erreichen.
Laut unserer Informationen sollten wir hier auf den Tonto Trail umsteigen können. Wir sehen nur noch eine Wüstenlandschaft am Boden des Grand Canyon. Von einem Wanderweg ist nicht mehr die Rede. Wir finden irgendwo ein Holzschild mit der Aufschrift Tonto West. Ein freundlicher Wanderer holt kurz seine topografische Karte hervor und bestätigt es. Es muss dort 'irgendwo' sein ... der 'berühmte' Tonto Trail.
Wir machen uns also auf, das Abenteuer zu erleben. Wir schreiten unerschrocken in die Wüste. Auf dem Papier sieht alles sehr brav aus. Etwa sieben Kilometer am Boden des Canyons ohne nennenswerten Höhenunterschied. Was kann schon passieren?
Hier ist jedoch keine lebende Seele zu sehen. Am Boden des Grand Canyon stellt sich heraus, dass es unglaublich heiß ist. Die Sonne reflektiert auf den Wänden der Schlucht und hier wächst so gut wie nichts. Uns wird kein Stückchen Schatten gegönnt. Die Temperatur steigt um die Mittagszeit schnell auf über 50°C! Wir stellen fest, dass fünf Liter Wasser pro Person absolut nicht übertrieben sind. Unser Wasservorrat schrumpft schnell.
Inzwischen vergeht die Zeit und wir wandern schon seit etwa zwei Stunden in dieser brütenden Hitze. Doch ganz schön lange für sieben Kilometer? Aus zwei Stunden werden drei. Wir haben inzwischen auch einen Fluss überquert. War das so geplant?
Es gibt keine GSM-Verbindung, also sind wir auf uns selbst gestellt. Unser Wasservorrat ist mittlerweile fast vollständig erschöpft.
Wie durch ein Wunder erreichen wir kurz darauf doch die Verbindung zum Bright Angel Trail. Wieder ein normaler Wanderweg. Diesmal sogar mit einer Bank unter einem Dach, sodass wir endlich auch mal wieder Schatten haben.
Das Thermometer zeigt eine Temperatur an, die so heiß ist, dass sie außerhalb des Messbereichs liegt. Hier gibt es einen Wasserhahn, an dem wir unsere leeren Wasserflaschen nachfüllen können. Puh! Hier kommen auch wieder Wanderer vorbei, also sind wir gerettet!
Es hat geklappt, wir haben den Grand Canyon Nationalpark überlebt!
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