Parochialkirche Sint-Audomarus An der Kreuzung von Dorpstraat und Stationsstraat, in der Nähe des Meester G. Vlaeminckplatz, gelegenes Gotteshaus mit umgebendem Friedhof, an der Stationsstraat durch eine Mauer mit Tor begrenzt, im Norden durch den Heldenweg, der zum Belgischen Militärfriedhof (Erster Weltkrieg) führt. Neugotische Hallenkirche nach dem Entwurf des Architekten P. Buyck (Brügge) von 1855 mit teils romanischem (ca. 1100), teils gotischem Turm (ursprünglich Kreuzung-) und Querhaus. Letztere blieben verschont, als französische Truppen 1793 die Kirche niederbrannten; sie wurden in den Neubau integriert. Taufkapelle (1954) und Heizungsraum (1974) nach dem Entwurf des Architekten B. Hendryckx (De Panne). Restaurierung des Turms unter der Leitung des Architekten W. Ingelaere (Poperinge) im Jahr 1970. Verankerte gelbe Backsteinbauweise; Vorhandensein von Eisenstein im Querhaus. Schieferbedeckungen. Der Grundriss zeigt einen vorgestellten Westturm mit angrenzenden Kreuznischen, ein dreischiffiges Langhaus von fünf Joche mit gerader Schließung der Seitenschiffe und einem Hauptchor mit gerader Kammer und dreiseitiger Schließung. Angrenzende Sakristei und Heizungsraum jeweils im Süd- und Nordzweig des Letzteren. Quadratischer Westturm mit zwei ungleichen Geschossen unter Zeltdach. Westfassade verstärkt durch Stützpfeiler. Tudorbogenartige Eingangstür, vertieft in breiten, profilierten Spitzbogen. Rundbogenfenster (vermauert in der Westfassade) und Spuren des Ansatzes des Satteldaches an der West- und Nordfassade, deutlich hinweisend auf frühere Lage an der Kreuzung. Profilierte spitzbogenförmige Schallöffnungen an der Ecke, mit durchgehender Tropfkante und Laibung auf der Höhe der zweiten (jüngeren) Geschoss. Markierte Brüstung mit einem geschmiedeten Eisenzaun. Angrenzende Nordquerbasilika unter gebogenem, mankem Satteldach. Westfassade mit blindem, profiliertem Spitzbogenfenster an der Ecke. Spuren des Baufugen links von links. Angebautes XX-Taufkapelle unter Satteldach (parallel zum Schiff) mit Westgiebelfassade ausgestattet mit auffälligen Wangen, Mauerflechtungen, Giebel- und Schulterstücken und zwei Spitzbogenfenstern an der Ecke. Ähnliches Fenster in der Nordfassade. Nordfassade der Querbasilika markiert durch Stützpfeiler mit Fasen. Profilierte Stufenbogenfenster an der Ecke. Spuren der Baufugen rechts, vermauertes Stufenbogenportal unter Letzterem. Angrenzende Südquerbasilika unter demselben Dach. Westfassade gestützt durch Südstützpfeiler mit Fasen und rhythmisch durch profilierten Spitzbogen an Halbsäulen mit Kapitellen. Holzene Kalvarienberg unter Vordach gegen das Bogenfeld. Suscitanische Grabsteine (XIX) links und rechts von Letzterem. Südfassade markiert durch Stützpfeiler mit Fasen. Reste von profiliertem Rahmen rechts vom getäfelten Fenster an der Ecke. Spuren der Baufugen links, vermauertes Stufenbogenportal unter Letzterem. Joche von Schiff und Chor markiert durch Lisenen und verziert durch Spitzbogenfenster (Dreiflügel) mit Laibung und Tropfkante. Blinde Ostfassade mit dreiseitiger Hauptchoreschließung mit Jahresstein 1856. Flache Turmzelt bestehend aus hölzernen Kinderbalken. Schlicht, verputztes und weiß gestrichenes Interieur. Spitztonnengewölbe, ebenfalls verputzt und gestrichen. Spitzbogenartige Scheibogenstützen ruhen auf rechteckigen Pfeilern. Mobiliar: Ludwig XIV.-Seitenaltäre, Holz, 1702, aus dem Kapuzinerkloster von Veurne, im Nord- und Südchor. Chorgestühl, Eiche, Anfang XVIII, im Hauptchor. Neugotische Kanzel, Holz, 1862 laut Inschrift, im Schiff.
Source: Delepiere, Anne Marie
Copyright: All rights reserved
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Address: Dorpsstraat, De Panne
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