FOTO: Bahnlinie 27B und die allerletzte übriggebliebene Fußgängerbrücke über die Zenne zwischen Weerde und Hofstade.
Auf der anderen Seite der Bahnlinie (Südwesten, in Richtung Schumanlaan) gab es noch einen zweiten Übergang über die Zenne (Wassertransport), der 2010 abgebrochen wurde.
Zwischen Zemst - Weerde und Hofstade - Elewijt liegen zwei nah beieinanderliegende und schwer zu überwindende natürliche Barrieren: Zenne und Barebeek (=Dijlebekken).
Im Laufe der Zeit hat man diese natürlichen Barrieren zu 'überbrücken' gewusst: Die online Ferraris-Karten von 1778 (http://www.kbr.be/collections/cart_plan/ferraris/ferraris_nl.html) zeigen dies an:
Verbindung Weerde Elewijt:
-->Der Übergang über die Zenne von Weerde verlief in Verlängerung der Dorpstraat über die Zenne zur Hauwlandweg;
-->danach rechts stromaufwärts entlang der Zenne in Richtung Eppegem und Elewijt;
-->und vor Elewijt ging man etwas weiter links bis zum Rubenskasteel (Brücke über den damaligen Barebeek); dann links die Steendreef bis Elewijt (nun E19-Tunnelrohr).
Verbindung Zemst Hofstade oder Weerde Hofstade:
-->Der Übergang über die Zenne für die Weerdenaars verlief weiter nördlich, entlang der Heidestraat zur alten Brüsseler Straße;
-->auch die Zemstenaars benutzten diese Zennebrücke in Richtung Mechelen (abgebrochenes Viertel 'de Brug');
-->danach rechts stromaufwärts die Zenne (aktuelle E19), mit etwas weiter eine Abzweigung links nordwärts zur und über die Barebeek (Zemstseweg, aktueller Barebeekwanderweg).
Bahnlinie 27 (Vilvoorde Mechelen) wurde 1907 entlastet durch die neue Linie 27B (Weerde-Muizen-Mechelen-St.-Kat.-Waver, siehe http://nl.wikipedia.org/wiki/Spoorlijn_27B).
Hierfür wurden nicht nur die Teiche in Hofstade ausgehoben, sondern es wurden auch neue langsame Straßen entlang der neuen Linie angelegt, um die Zenne und Barebeek besser zu überbrücken.
Diese neue langsame Straße verkürzte die Strecke erheblich und wurde Generationen lang genutzt: Bessere Zugverbindung von Weerde, einfache und
äußerst kurze Anbindung zu den angrenzenden Dorfkernen,... Während der Hochzeiten von 'Hofstade-Bad' war diese langsame Straße der kürzeste Weg zum Strand und nach Oud-België.
Fortschritt, Komfort und Sicherheit: Hand in Hand!
In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die E10 (aktuelle E19) angelegt. Die unmittelbaren nachteiligen Auswirkungen waren z.B.:
für Zemst-Hofstade: der Abriss des Viertels 'de Brug', die Sperrung der Zemstsebaan (langsame Straße) nach Hofstade;
für Weerde-Hofstade: die Schnellstraße Schumanlaan zerschneidet den Dorfkern Weerde und die langsame Straße entlang der Linie 27B wurde gesperrt.
21. Jahrhundert: Nahegelegene Wohnkerne, Natur- und Erholungsgebiete sind abgeschnitten; neue Mobilitätsbedarfe auf übergemeindlicher Ebene drängen sich auf.
Fortschritt, Komfort und Sicherheit: Hand in Hand?
Über die Anlage der E19, die alle langsamen Straßen zwischen den benachbarten Gemeinden Weerde und Hofstade abschnitt, siehe: http://wegen-routes.be/doss/A1n.html
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