Kanal Bossuit-Kortrijk

Beschreibung

Der Kanal Bossuit-Kortrijk ist ein Kanal im Süden der belgischen Provinz Westflandern. Er verbindet die Schelde in Bossuit mit der Leie in Kortrijk.

Von Bossuit bis zur Grenze mit Kortrijk hat er ein Format von 1350 Tonnen (Klasse IV). Dieses Stück umfasst drei Schleusen, nämlich in Bossuit, in Moen und in Zwevegem. Der Durchgang von Kortrijk beinhaltet drei Schleusen, die als industriedenkmal eingestuft sind, mit einem Format von 300 Tonnen. Dadurch ist die Verbindung zur Leie für größere Schiffe als Klasse I (Spitz) unmöglich.

Vor der Aufwertung auf 1350 Tonnen beinhaltete der Kanal auch einen Tunnel (Souterrain) auf dem Gebiet von Moen. Wegen Einsturzgefahr war dieser Tunnel seit Jahren außer Betrieb.

Der Kanal wird nahezu ausschließlich mit Scheldewasser über Pumpstationen in Bossuit und Moen gespeist. Über diesen Kanal wird auch Scheldewasser zum Trinkwasserproduktionszentrum in Harelbeke geleitet, wobei das Provinzgebiet De Gavers als Puffer- und Belüftungsbecken fungiert.

1857 wurde eine Gesellschaft gegründet, um den Kanal zu graben und ihn für 90 Jahre zu betreiben. So konnten Rohstoffe aus Ecaussines, Zinnik und Doornik über das Wasser transportiert werden, ohne einen Umweg von 138 Kilometern nach Gent machen zu müssen. Am 3. Oktober 1857 erhielt der Auftragnehmer den Auftrag, 15,4 Kilometer zu graben und 11 Wacht-Schleusen zu bauen. Es mussten auch 18 Brücken, eine Pumpstation und 15 Wohnhäuser für Schleusenwärter gebaut werden. Das Schwierigste war vielleicht ein 611 Meter langer Tunnel in Moen.

Zu Beginn des Baus arbeiteten etwa hundert Bergleute aus der Borinage, etwa 1.200 Menschen arbeiteten täglich am Kanal, zusammen mit einer vierzig Pferde. Nach drei Jahren war der Bau abgeschlossen.

Am 7. Februar 1861 wurde der Kanal für die Schifffahrt eröffnet. Es wurde ein Fest im Wintergarten des Schlosses von Bossuit organisiert. Unter anderem war König Leopold I. zu Gast.

Trotz all dieser Bemühungen stellte sich heraus, dass der Betrieb des Kanals defizitär war, unter dem Druck der Aktionäre wurde er am 3. Juni 1890 von dem belgischen Staat übernommen.

1971 wurde der Kanal vertieft und verbreitert. Der Tunnel in Moen wurde ausgegraben. Das Dorf Bossuit war durch diese Arbeiten für eine gewisse Zeit komplett trocken, weshalb der Zivilschutz Trinkwasser verteilen musste. Trotz dieser Arbeiten schlossen trotzdem viele Fabriken in Moen und Zwevegem.

1998 wurde im alten Pumpenhaus von Bossuit ein regionales Besucherzentrum eingerichtet. Man kann das restaurierte Gebäude und die Pumpen besichtigen.

Übersetzt von OpenAI

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Adresse: Moen

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