Datenquelle: Jan Rymenams
Ab Nummer 32 in der Charles Deberiotstraße sehen wir drei Häuser, die alle mit einem besonderen Professor und Wissenschaftler aus dem Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert an der Universität zu tun haben, nämlich Henry de Dorlodot (1855-1929). Und wenn wir hier schauen, was neben diesem Eingang steht: ‘MUSÉE HOUILLER’ und die Figurchen von Reptilien oben im Türrahmen, dann können wir vermuten, dass es sich um einen Wissenschaftler handelt, der etwas mit Fossilien, Kohlen und vor allem: Geologie zu tun hat.
Henri de Dorlodot, der aus der Region Charleroi stammt, hatte eine besondere Vorliebe für Geologie, wurde aber mit 30 Jahren Priester und unterrichtete am Seminar von Namur. Sein Wissen muss gut gewesen sein, denn bereits ab 1890 wurde er als Dozent für ‘Kosmologie’ am Höheren Institut für Philosophie der Katholischen Universität Löwen ernannt. Dieses Institut wurde von Kardinal Mercier gegründet und sollte eine Antwort auf den zunehmenden Glauben an die Wissenschaft und das damit einhergehende ‘Atheismus’ bieten. Offensichtlich standen de Dorlodot und Mercier nicht auf derselben Wellenlänge. De Dorlodot war ein bekannter Anhänger der Evolutionstheorie von Charles Darwin. Er hielt diese Theorie für vereinbar mit der katholischen Lehre). Er hielt Kontakt zum bekannten theistischen Evolutionisten Pierre Teilhard de Chardin, bekam jedoch aufgrund seiner Sichtweise einen Konflikt mit der Kirche.
De Dorlodot blieb stark an Geologie interessiert und veröffentlichte darüber, und 1894 wurde er Professor für Geologie und Paläontologie an der Fakultät für Wissenschaften.
Anfangs wohnte de Dorlodot in dem, was wir das Haus Renaer nennen. Das Haus stammte bereits aus dem späten 18. Jahrhundert. Es sollte uns daher nicht verwundern, dass er 1896 den Architekten Théodore Van Dormael beauftragte, ein neues Wohnhaus neben dem Haus Renaer zu entwerfen. Der Bau wurde 1898 fertiggestellt.
1899 errichtete er auf eigene Kosten auf dem Gelände der Katholischen Universität ein Gebäude, um die fossile Flora der Steinkohlenformationen unterzubringen. 1906 ließ er das Kohlenmuseum bauen, nach dem Entwurf des Architekten Vincent Lenertz für die Ausstellung der paläontologischen Sammlung des Jesuiten P. Schmitz und seine eigene fossile Flora der Steinkohlenformationen. Dieses wird 1922 und 1923 von Architekt Théodore Van Dormael erweitert und als ‘didaktische Werkstatt’ eingerichtet. Das ursprüngliche Steinkohlenmuseum wurde umgestaltet und erweitert mit Lesesälen, Werkstätten, einer Bibliothek, neuen Sammlungen und Geräten sowie einem paläontologischen Museum.
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