Der Dharmasala Prasat Huai Khaen befindet sich in Ban Huai Khaen im Unterbezirk Huai Khaen des Bezirks Huai Thalaeng in der Provinz Nakhon Ratchasima. Das etwas abgelegene Bauwerk wurde teilweise restauriert und nach dem nahegelegenen Bach benannt.
Der Mahayana-buddhistische Khmer-Kaiser Jayavarman VII (1181–1218 n. Chr.) initiierte den Bau von 121 „Vahni-griha“ oder „Häusern des Feuers“ entlang der Routen durch sein Königreich. Diese Information wurde auf einer Steinschrift gefunden, die 1937 n. Chr. im Preah Khan-Tempel von Angkor Thom entdeckt wurde. Die Steinschrift von Preah Khan erwähnt nicht die Funktion dieser „Vahni-griha“. Letztere sind heute weithin als „dharmasala“ bekannt, nachdem der französische Archäologe Fino den Begriff 1925 n. Chr. prägte. Wissenschaftler vermuteten, dass die „dharmasala“ als „Rastplatz mit Feuer“ für Reisende dienten. Der chinesische Reisende Zhou Daguan drückte seine Bewunderung für diese Raststätten aus, als er Angkor 1296 n. Chr. besuchte. Eine weitere Theorie besagt, dass die Dharmasala eine religiöse Funktion als Aufbewahrungsort für die heilige Flamme, die in heiligen Zeremonien verwendet wurde, hatte.
Siebzehn Dharmasala wurden auf der Route von Angkor zum Mahayana-buddhistischen Heiligtum in Phimai errichtet, von denen acht auf thailändischer Seite liegen, während die übrigen in Kambodscha sind. Die Raststätten wurden im Bayon-Stil des späten 12. bis frühen 13. Jahrhunderts erbaut. Sie waren etwa 12 bis 15 Kilometer voneinander entfernt und leicht an einem Tag zu Fuß erreichbar. Obwohl die Raststätten auf der längeren östlichen Straße von Angkor nach Champa aus Sandstein gebaut wurden, waren die an der Phimai-Straße aus Laterit.
Sieben der acht entdeckten Dharmasala in Nordostthailand bestehen aus Laterit, wobei nur die Tür- und Fensterrahmen aus Sandstein gefertigt sind. Ihre Größe ist relativ klein: etwa 4 mal 15 Meter. Der westliche Teil ist mit einem Turm geschmückt. Nur die südliche Wand hat Fenster. Ein Podest für ein religiöses Bild ist an der Westtür zu finden. Die Ausrichtung der Osttür variiert von 50,0º bis 97,5º – keine von ihnen ist cardinal, gerade 90º östlich.
Datenquelle: Ayutthaya Historical Research
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